• Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2024-05-14

    Eines der vielen Opfer von straßenbegleitenden Radwegen. Leider hindert es die Radentscheide und auch den ADFC nicht daran, weiterhin pauschal ein "durchgängiges Radwegenetz" und damit überwiegend straßenbegleitende, benutzungspflichtige Radwege zu fordern - die dann auch gebaut werden oder durch Umfunktionierung von ehemaligen Gehwegen entstehen, weitere solche Opfer zur Folge haben und last but not least, auch Konflikte mit Fußgängern erzeugen.

    EInzig die "gefühlte Sicherheit" zählt, ob sie real ist und dass dieses trügerische Gefühl auch auf Kosten der Leistungsfähigkeit des Verkehrsmittels Fahrrad geht, spielt keine Rolle.

    Ich habe diese Kreuzung mehr als zwanzig Jahre lang auf dem Arbeitsweg mit dem Fahrrad queren müssen und habe die Radwege auf der Siegburger Straße und der Pützchens Chaussee als radverkehrsfeindlich und auch bei großer Vorsicht als extrem gefährlich erlebt. Auch damals wurde der Kritik an den vielen Fallen und Ärgernissen, welche diese Radwege und konkret diese Kreuzung für Radfahrer produzieren, nur stereotyp die Forderung nach "Entschärfung" entgegengehalten. Das Dogma "Separierung" bleibt leider sakrosankt.

    Diese "Entschärfung" bedeutet dann in der Praxis noch mehr Schilder, die nicht beachtet werden, sowie pikanterweise noch mehr Nachrang für den Radverkehr, bis zu dem Punkt, dass erst der Verkehr auf der gesamten Kreuzung zum Stillstand kommen muss, nachdem ein Radfahrer per Knopfdruck an der Bettelampel Grün angeforderte und nach langer Wartezeit auch bekam, bevor die Weiterfahrt erlaubt ist. Sie behindert den Radverkehr, ohne tatsächlich zur Sicherheit der Radfahrer beitragen zu können.

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