• kaos@wk3.org
    kaos@wk3.org
    2015-03-12

    Was für eine unglaubliche Ignor- und Arroganz.. -.-

    Mal abgesehen, daß diese Touris anscheinend gar nicht wissen, was ein und speziell dieses Mahnmal ist, scheinen die ja irgendwie den Anspruch zu haben, daß, wenn sie schon nach Berlin fahren, gefälligst alle Ecken der Stadt nach ihren Touri-Bedürfnissen designt sein sollen. Mit der Einstellung kann man auch gleich zu Hause bleiben.

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  • sfb
    sfb
    2015-03-12

    Es ist ja nun nicht so, dass die Kritik an dem Denkmal nur von geschichtsvergessener Seite kommt. Ich bin bis heute für den Hoheisel entwurf (Brandenburger Tor schreddern) Putin hat zu Schröder bei der Eröffnung i.ü. etwas gesagt wie: jetzt habt ihr ja das Denkmal, dann könnt ihr ja auch mal wieder nach vorne gucken.

    Die ganzen Deutschnationalen, die das zu groß finden und zu teuer (und davon gibt es echt ne Menge) verstehen gar nicht wie gut der Deutschen Wirtschaft das Bekenntnis zu Auschwitz steht. Das ist was, was Leute wie Merkel und Gauck einfach besser verstehen, als ihre Wähler.

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  • 0x0me@pod.geraspora.de
    0x0me@pod.geraspora.de
    2015-03-12

    @sfb: In diesem Kontext fand ich den folgenden Link https://www.hgb-leipzig.de/mahnmal/hohei.html sehr spannend...

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  • Kcard
    Kcard
    2015-03-12

    Ich finde das Mahnmal gar nicht so schlecht gelungen. Im Jüdischen Museum Berlin hat man was Ähnliches gemacht: einen ganz langen, spitz zulaufenden Gang. Wahrscheinlich, um die Ausweglosigkeit anzudeuten. Finde auch, dass jede Generation ihre Form des Erinnerns entwickeln darf, also herumlaufende Kinder stören mich da überhaupt nicht. Das enzige, was mir negativ aufgefällen ist, war, dass einige Leute auf den niedrigen Steinen glauben ihre Mahlzeit einnehmen zu müssen. Wäre nicht mein Stil, aber selbst da kann man drüber streiten bei Objekten im öffentlichen Raum.

    Immerhin schreiben die Leute Beurteilungen über das Mahnmal. Ist ja schon eine Form vo. Austausch.

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  • bluesky@despora.de
    bluesky@despora.de
    2015-03-12

    Warum nicht ein Mahnmahl für alle Opfer? Nicht nur Juden waren Opfer, auch Roma, Sinti, ja, sogar auch Deutsche ....

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  • sfb
    sfb
    2015-03-12

    @BlueSky: da hast Du sicherlich recht, allerdings haben Juden einen ganz besonderen Platz in der NS-Ideologie eingenommen.

    Der Satz, ja sogar auch Deutsche ist leider sehr naiv. Einer punkte ist zB dass eine Menge dieser Juden Deutsche waren. Genauso wie viele der Sinti oder Roma.

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  • 0x0me@pod.geraspora.de
    0x0me@pod.geraspora.de
    2015-03-13

    Ich finde die Umsetzung auch nicht schlecht, insbesondere vermittelt es gut ein beklemmendes Gefühl der Isolation und des ausgegrenzt Seins, wenn ich es eine Weile auf mich wirken lasse.

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  • sfb
    sfb
    2015-03-13

    Uwe Neumärkerder Direktor des Gedenkkomplexes sagt immer von der Architektur her könnte es auch ein Denkmal gegen Kinderarbeit sein.

    So wie es heute aussieht, also nachdem Helmut Kohl sich gegen einen Entwurf der inhaltlicher gewesen wäre durchgesetzt hat, passt es m.E. bestens in die Bunzdeutsche Gedenklandschaft. Es ist groß genug dass iemand sagen kann es sei zu klein oder zu billig, es ist inhaltslos genug, dass es niemandem wehtut, und wer daran Kritik üben will, der oder die kann ja in den Ort der Information gehen.

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  • Kcard
    Kcard
    2015-03-13

    Kennst du ein Mahnmal, dass inhaltlich jemandem wehtut, der/die nicht betroffen ist und sich mit dem jeweiligen Thema nicht näher beschäftigt hat? Finde das etwas viel verlangt. Denke, es geht darum, (für Uninformierte) Betroffenheit architektonisch anzudeuten und innen dann (für Informierte) eine gewisse Beklemmung zu erzeugen. Das wird erreicht. Es ist auf eine Weise leichter, über Bilder und Filmchen Betroffenheit zu erzeugen. Die Adressaten sind aber an solch einem Ort andere und das kann sich ergänzen.

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