• Cyt☣xic
    Cyt☣xic
    2016-05-02

    das eine ist blanker Hass, das andere soll wohl eine ungenaue Forderung nach Freiheit formulieren

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-05-02

    .@OekoLinX_ARL #Antisemitismus #Querfront #R1MB Kommentar von Jutta Ditfurth zu den Ereignissen am 1. Mai in Berlin

    Vertreter der antisemitischen Querfront (unter ihnen ein Admin der inzwischen ins nationale, antisemitische Lager abgedrifteten Facebook-Seite "Facebook gegen Rechts") prahlen im Netz, man habe mich bei der Revolutionären 1. Mai Demo "verprügelt" und ich hätte mir "Polizeischutz" verschaffen müssen. Letzteres ist fast lustig. Ich bin meinem Leben am häufigsten von Polizisten und Nazis geschlagen worden. Ich käme niemals auf die Idee, die Polizei zu rufen, ich wüsste ja nicht, ob ich nicht einen Rassisten oder Nazi erwische. Es handelt sich hier um die maulheldenhafte, machistische Propaganda der national-linken Querfront, die jetzt offensichtlich leider auch Teile (!) des Revolutionären 1. Mai-Bündnisses mit einschließt.

    Die kürzlich beschriebenen Zustände im Bündnis haben dazu geführt, dass Tausende, die regelmäßig an dieser Demo teilnahmen, nicht mehr gekommen sind. Die Demo war viel kürzer als in den letzten Jahren, maximal halb so groß wie letztes Jahr (anfangs 10-15.000, am frühen Ende vielleicht noch 5-7.000).
    Der FOR-Palestine/Internationalistischer/Klassenkämpferischer Block umfasste insgesamt weniger als 1.000 Teilnehmer*innen.

    Zur Behauptung "Polizeischutz":
    Als ich mit jemandem mal länger diskutierte, passierte es, dass die so viel kleinere Demo an mir vorbei war und plötzlich der abschließende Polizistentrupp auftauchte. Ich bin dann rasch wieder nach vorn gegangen und habe mit meinen politischen Freund*innen weiter Flugblätter verteilt.

    Niemand hat mich "verprügelt" oder "mir den Arsch versohlt". Ich wurde getreten, geschubst und geboxt und man hat mir Bier über den Kopf gekippt, mehrere Male haben mich andere Demonstrant*innen vor weiteren Angriffen bewahrt.

    Die Angriffe kamen in ALLEN Fällen, die mich betrafen und von denen ich Berichte hörte, aus dem Blockzusammenhang: FOR-Palestine / Internationalistischer und klassenkämpferischer Block. Ich habe mehrere Fälle von Angriffen aus genau diesem Block auf meine Freund*innen beobachtet.

    Kurz nach dem wirklich brutalen Angriff von vielen Demoteilnehmer*innen auf die drei Menschen mit ihrer kleinen Israel-Fahne (sie standen in einigem Abstand zur Demo am Straßenrand) kam ich an dieser Szene vorbei und sprach mit Journalist*innen, die die Sache beobachtet hatten. Auch mit diesem Angriff wird nun von Demoteilnehmer*innen geprahlt!

    Außerhalb der Blöcke FOR Palestine/Internationalistischer + klassenkämpferischer Block waren, im hinteren Teil der Demo, neben Tourist*innen und Gleichgültigen, sehr viele freundliche Demonstrierende, die unsere beiden Flugblätter haben wollten. Ungewöhnlich viele wußten vom Konflikt im Bündnis und erklärten sich mit uns solidarisch und sagten, es sei gut, dass wir die Ereignisse transparent gemacht hätten. Offensichtlich wird jetzt in etlichen linken Gruppen, nicht nur in Berlin, über die Ereignisse diskutiert.

    Vorn, im ersten Block, führten RLB (Radikale Linke Berlin) und Interventionistische Linke (IL) die um die Hälfte geschrumpfte Revolutionäre (?) 1. Mai Demo an und was sich in Ihrer Demo tat (körperliche und verbale Angriffe auf Andersdenkende, Auftritte von Nationalrevolutionären usw) war der IL offensichtlich gleichgültig. Die IL hat ein Problem und wird auf Dauer nicht kneifen können.

    Noch etwas fiel mir auf, was ich in 20 Jahren auf keiner Rev. 1. Mai-Demo erlebt habe: Einige Male wollten einzelne junge Frauen aus dem FOR-Palestine-Block meine Flugblätter nehmen. In jedem Fall folgten scharfe Anweisungen von irgendwelchen älteren männlichen Anführern, die ihnen dies verbaten, und die mich, auf die eine oder andere Weise, be- und wegdrängten.

    In einer anderen Szene hatte ich beobachtet, wie junge Männer mit roten Halstüchern aus dem Internationalistischen Block einen Freund angriffen, als ich sie zur Rede stellte, hätte ich - hätten mir nicht Leute geholfen - beinahe eine Faust im Gesicht gehabt.

    Auch in diesem Fall: gratuliere ich der IL zu diesen Bündnisfreund*innen. Wenn man in unkritischer Solidarität ("Freude und Demut" so der IL-Vertreter auf einem Ums Ganze-Kongress vor einigen Jahren) ohne wirkliche Analyse, ohne emanzipatorische Strategie, sich imaginierten revolutionären "Volksmassen" und letztlich nationalen Bewegungen andient und sich ihren Interessen unterwirft, passiert sowas.
    Wo will die IL hin?

    Der Grad des intellektuellen Niedergangs und der Verrohung im Berliner Bündnis ist drastisch. Ein solches Verständnis von Revolution führt nicht zu Emanzipation und umfassenden Befreiung aller (!) Menschen sondern in den Gulag.

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