• cenoba@pod.orkz.net
    cenoba@pod.orkz.net
    2017-04-20

    Würden wir es alle tun, würden Gefängnisse nicht reichen. Was dann?

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  • renate@diasp.eu
    renate@diasp.eu
    2017-04-22

    Konzentrieren wir uns darauf, es net zu tun und vor allem Alternativen, Gutes, Schönes - Leben - zu fördern!

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  • Voice
    Voice
    2017-04-23

    Im Prinzip entscheidet sich die Masse dafür, die Verbrechen der Regierenden zu unterstützen. Nur wenige entscheiden sich eine Alternative aufzubauen,
    Gerade jetzt kann jeder bei sich entscheiden ob er, wäre er Franzose, eher für Macron oder für Le Pen votieren würde. Bleibe ich beim Lagerdenken LINKS/RECHTS oder entscheide ich mich für die Abwahl des Neoliberalismus.

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  • hyperion
    hyperion
    2017-04-23

    Das Problem ist doch, dass beide, LePen und Macron neoliberal sind. Beides Sozialdarwinisten, beides Antidemokraten. Als Demokrat und Linker kann man keinen von beiden wählen. Dass haben ja heute abend auch schon viele Anhänger von Jean Luc Mélenchon gesagt: Sie werden keinen von beiden wählen.

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  • hyperion
    hyperion
    2017-04-23

    Respekt übrigens für Mélenchon: Er hat trotz der massiven Diffamierungen durch die gesamte neoliberale Presse in Frankreich gekämpft und ein respektables Ergebnis geholt. Wäre der abgeschlagene Kandidat der Pseudo-Sozialdemokraten in Frankreich auf sein Angebot eingegangen und hätte die Wahl von Mélenchon empfohlen, hätte der gewonnen. Es waren die 6.5% links von Macron, die Mélenchon am Ende gefehlt haben. Tragisch.

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  • hyperion
    hyperion
    2017-04-23

    @ Voice: Vielleicht hab ich das, was Du geschrieben hast, gerade falsch verstanden: Aber wenn Du ernsthaft dafür plädierst, Le Pen zu wählen, um den Neoliberalismus abzuwählen, erschreckt mich das und ich bin im dem Punkt definitiv nicht bei dir. Aus folgenden Gründen:
    1. ist Le Pen ebenfalls neoliberal.
    2. ist Le Pen darüber hinaus rechtsextrem
    3. Ich glaube ich nicht, dass die Unterscheidung zwischen links und rechts obsolet ist. Denn der Kandidat, der sich den Neoliberalen in Frankreich am entschiedensten entgegengestellt hat war der linke Kandidat, jean Luc Mélenchon.

    Wenn man jetzt dazu aufruft, Le Pen zu wählen, um den Neoliberalismus zu beenden ist das wie dazu aufzurufen die AFD zu wählen, um Neoliberalismus loszuwerden. Beide, AFD und Le Pen sind schreckliche Rechtsextreme und neoliberal dazu. Absolut indiskutabel für mich. -Aber vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden. Dann bitte ich um Entschuldigung.

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  • Voice
    Voice
    2017-04-25

    Ich glaube Le Pen ist weder neoliberal noch mit der AfD vergleichbar. Die AfD entstand als Merkel ( beabsichtigt ) rechts neben der CDU den Raum frei ließ um dieses Potential später zu nutzen. Die Partei der Le Pen gibt es viel länger, das sind alte rechte Nationalisten.
    Ich persönlich trenne mich nie von meiner Perspektive, diese zu verleugnen wäre eine Lüge. Ich bin kein Franzose und kein Afrikaner. Ich sehe alles aus der Perspektive des Mitteleuropäers, der die Auswirkungen auf Europa betrachtet. Der französische Kapitalismus und Neokolonialismus ist aus meiner Sicht weniger schädlich als der Neoliberalismus der US&UK-Eliten. Diese haben uns schon einmal, in Zusammenarbeit mit den deutschen Faschisten, den WK2 gebracht und würden uns gern den WK4 in Europa einhandeln. ( WK3 wird seit 1945 unablässig durch die USA geführt, sorry - meine persönliche Sicht )
    Merkel will uns die Verquickung mit den USA bringen, Le Pen den nationalen Kapitalismus.
    Macron steht für Krieg gg Russland, Krieg gg Syrien. Nein Danke.

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  • hyperion
    hyperion
    2017-04-25

    Du weißt aber schon, dass die französischen Nationalisten unter Pétain und dem Vichy-Regime schon einmal mit den deutschen Faschisten kooperiert haben, zusammen Juden und Kommunisten, Sozialisten und andere Mitglieder der Résistance umgebracht haben und Le Pen genau in dieser Tradition steht? Wie gesagt, ich würde weder Macron, noch Le Pen wählen. Beides übel, beides unwählbar. “Voter blanc”, wie viele Mélenchon Anhänger bereits angekündigt haben, wäre auch meine Option.

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  • hyperion
    hyperion
    2017-04-25

    um zu verstehen wie übel französische Nazis unter Pétain waren (und in dieser Tradition steht Le Pen) , kann ich u.a. Anna Seghers berühmten Roman “Transit” als Lektüre empfehlen.

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  • hyperion
    hyperion
    2017-04-25

    https://de.wikipedia.org/wiki/Transit_%28Anna_Seghers%29

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  • Voice
    Voice
    2017-05-12

    Ich verstehe deine Position hyperion. Dennoch sehe ich die Situation anders als du.
    Wir sind keine Franzosen. Unsere Haltung ist für die Wähler in Frankreich und für die, welche die Wahlergebnisse in Frankreich ausbaden müssen eher irrelevant. Wir sind Deutsche in der BRD, einem Teil der EU. das ist meine Perspektive.
    Die EU wurde zwischenzeitlich mit enormen Propaganda-Illusionen gepuscht. Alles Lüge und Betrug. Die EU der Merkel und Macrons ist nicht eine der Bürger sondern ein Konstrukt der Konzerne, der neoliberalen Atlantiker. Nein Danke. Für die Zerbröselung dieser EU ist mir Vieles recht. Auch Le Pen. Mir ihr wäre die Kolonialpolitik Frankreichs auch nicht schlimmer. Eher wäre als Reaktion auf Le Pen endlich ein Erstarken der Linken zu erwarten. Und zwar eventuell nach dem Austritt Frankreichs aus der EU. Ein wünschenswertes Szenario.
    Nun ist es anders gekommen. Die Franzosen bekommen wahrscheinlich einen Niedriglohnsektor a la Hartz4 wie wir. Wohl bekomm's. Das ist die Rechnung.
    Eine weitere Sicht :
    https://linkezeitung.de/2017/05/12/der-sieg-von-macron-wird-die-krise-der-eu-vertiefen/

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  • 重溫 chong2​wen1
    重溫 chong2​wen1
    2017-05-13

    @hypericon interesting story. Zeigt auch wieder, das Nazis ein Weltweites Problem sind. Es gibt so viele, die angetan von deren Ideen sind. Taiwan's 'Landesvater' war auch ein Fan von Hitler und Mussolini und spendete Millionen China um Kommunisten zu Morden.

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  • 重溫 chong2​wen1
    重溫 chong2​wen1
    2017-05-13

    @ VoiceDialogue Mein wünschenswertes Szenario ist der Zerfall der globalen Machtstrukturen. Mehr Entscheidungsrechte auf lokaler Ebene mit globaler Solidarität und einem globalen (oder Universellen) Umweltverständnis.
    M.E. führt die derzeitige Entwicklung in die Richtung, denn das Imperium wird zu groß und alles geschaffene zerfällt irgendwann wieder. Bis zum Zerfall wird aber noch einiges an Leiden verursacht werden und es ist auch nicht gewährleistet, dass Spezies über 25kg die nächsten 20 Jahre überleben werden.

    @ allgemein
    Leider verliert sich viel der Energie, die für Veränderungen eingesetzt werden könnte in Spekulationen, der Suche nach den Ursachen und in endlosen Diskussionen.

    'Empört Euch' war mal Thema. Ich frage mich, wohin mit der Empörung? Wenn sie nur im Freundeskreis ausgetauscht wird, dann hilft das den Manipulierenden. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

    Es liegt an uns auszusteigen und Wege zu gehen, die mögliche Veränderungen aufzeigen und andere zum Umlenken inspirieren. Im lokalen, mit Nachbarn reden, Gemüse pflanzen, Fahrrad fahren und unvoreingenommen agieren...
    Wäre ich ein weiser Samurai, der nicht für einen Machthaber streitet, sondern für das Gute lebt, dann ... . Leider habe ich diesen Weg nicht trainiert und so nutze ich meine Fähigkeiten mehr im Lokalen.

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  • Voice
    Voice
    2017-05-13

    @Chong2wen1 Ich stimme dir zu, je kleiner die Machtstruktur, desto geringer ist der Schaden den sie anrichten kann.
    Wie im Dao de Dsching angedeutet liegt die Weisheit im Einfachen, im Eigentlichen. Aber wie die Allgemeinheit dorthin bewegen.
    Zum Beispiel: Einkommen über 1500€ laden zu Mißbrauch ein, gehören abgeschafft. Wohl denn wenn dieser Vorgang freiwillig passieren kann, so nicht, dann meinetwegen auch unfreiwillig.
    Der Samurai kann auf dem Kampffeld Vorleben, Bildung und Überzeugungsarbeit viel leisten. Natürlich kann er nicht den Menschenozean lenken, aber .... .
    Kampfesgrüße , Voice

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