• Rudolf Goldman
    Rudolf Goldman
    2018-03-08

    das ist ja immer das problem wenn man solche daten in diskussion en verwendet und man dann aufgefordert wird die quelle zu geben ... dann wird man ausgelacht.

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  • Renqist Brownmilla
    Renqist Brownmilla
    2018-03-08

    Nur das mich das nicht juckt, ich gehe eher davon aus das diese Zahlen immer noch untertrieben sind.

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  • Renqist Brownmilla
    Renqist Brownmilla
    2018-03-08

    Kickit!

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  • Rudolf Goldman
    Rudolf Goldman
    2018-03-08

    ....oh hier stand eben aber noch mehr ...

    Nur das mich das nicht juckt, ich gehe eher davon aus das diese Zahlen immer noch untertrieben sind.

    ja, das glaub ich gerne, aber eine quelle wäre schon gut damit man sich nicht in diskussionen blamiert mit einem "is halt so".

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  • Renqist Brownmilla
    Renqist Brownmilla
    2018-03-08

    Ich bin dran und werde hier berichten. Jedoch zu meinem Zeitpunkt :)

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  • Rudolf Goldman
    Rudolf Goldman
    2018-03-08

    ja klar, das war kein "jetzt mach mal" -)

    ich selber hab auch gesucht und nichts gefunden.

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  • Renqist Brownmilla
    Renqist Brownmilla
    2018-03-08

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/244865/umfrage/von-armut-oder-sozialer-ausgrenzung-betroffene-bevoelkerung-in-deutschland/

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  • Renqist Brownmilla
    Renqist Brownmilla
    2018-03-08

    Kommt noch mehr...

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  • Renqist Brownmilla
    Renqist Brownmilla
    2018-03-09

    Antwort vom OP mit der freundlichen Erlaubnis es hier zu posten:

    Das Ding ist eher eine Provokation. Denn es sind zwar Zahlen aufgeführt,
    wie ich sie auch in den Primärquellen finde. Aber die darf man natürlich
    nicht einfach zusammenzählen ;-)

    Tatsächlich ist aber etwas Wahres dran: denn die relative Armut in
    Deutschland bewegt sich in solchen Grössenordnungen; schau Dir mal diese
    Zahlen im Lexikon an:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Relative_Armut#Deutschland

    Als “armutsgefährdet” gilt, wer 856 € Monatseinkommen hat. Das sind
    15.1% der Bevölkerung. ABER:

    Das ist unter Hartz-4-Niveau! Das ist natürlich lächerlich. Niemand ist
    “armutsgefährdet”, wenn er unter Hartz 4 lebt, sondern
    selbstverständlich arm.

    Denn Hartz 4 und Grundsicherung beschreiben nicht nur die 409 €
    Regelsatz. Damit könnte ja niemand seine Miete bezahlen, eine
    Krankenversicherung, gewöhnliche weitere Versicherungen, und dann noch
    Zuzahlungen zu Medikamenten leisten, Kleidung kaufen und essen. Sondern
    da gibt's noch Mehrbedarfe, Leistung für Unterkunft und Heizung,
    Zuschüsse bzw. Übernahme zur Kranken- und Pflegeversicherung, usw.

    Du kannst sagen, ein Sozialfall liegt dann summa summarum bei in etwa
    950 €.

    So, und jetzt vergleichen wir mal: 856 € sei “armutsgefährdet”: das ist
    WENIGER! Aber hier sollte das GANZE vom Einkommen finanziert werden.
    Tatsächlich passiert das oft nicht, weils nicht geht: die Leute
    beantragen Aufstocken, Wohngeld, etc.

    Das ist natürlich lächerlich. Alles, was unter Hartz-4-Niveau ist, IST
    arm! Was soll das sonst bedeuten, “Grundsicherung”? Wer sich nichtmal
    den Lebensunterhalt verdienen kann, der ist arm! Jede andere Definition
    ist doch völlig absurd.

    Die Frage ist also: bis wann ist man arm? Ich würde sagen, bis 1000 EUR
    pro Monat bist Du mindestens eine arme Socke, eher bis 1200. Warum? Weil
    man in Deutschland, wenn man nicht im Ballungsgebiet wohnt, noch ein
    AUTO braucht! Die öffentlichen Verkehrsmittel, die in Ballungsgebieten
    funktionieren, funktionieren auf dem Land überhaupt nicht!

    Also, der Fairness halber: Mindestens unter 1000 EUR pro Monat ist man
    arm in Deutschland. Da beisst die Maus keinen Faden ab, der rest ist
    weltfremd. So und jetzt schauen wir mal:

    12'000 € von 18'768 € Median sind 64%. Wirklich arm ist also, wer unter
    65% des Medians verdient – denn so niedrig sind die Löhne in
    Deutschland.

    Wieviele Leute betrifft das?

    Nun, unter 60% sind bereits 15.1%. Wieviele kommen mit den 5% noch dazu?
    Die Antwort ist: eine Menge. Denn die Armutsberechnung wurde
    manipuliert.

    Nach neuem Standard ist man arm, wenn man weniger als 60% des
    Einkommensmedians hat. Eine absurd niedrige Zahl. Vormals war man arm,
    wenn man weniger als 50% des Durchschnittseinkommens hat. Das
    Durchschnittseinkommen in Deutschland liegt aber bei 21'636 €. Sprich:
    die 10'000 €, die ich rechne sind da noch knapp bemessen. Sind wir mal
    grosszügig: 70% vom Median ist wohl eine faire Zahl. Das sind 13'000 €
    im Jahr. Also ist die Frage: wieviele Leute verdienen nun weniger als
    das? Das dürfte der echten Armutsschwelle ziemlich nahe kommen. Da
    landen wir dann bei etwas mehr als 20% der Bevölkerung. Kann man diese
    Zahl nun substantiieren, indem man sie gegen eine andere
    Betrachtungsweise von Armut hält? Es müsste dann dieselbe Grössenordnung
    rauskommen.

    Man kann:

    https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/12/PD14_454_634.html

    Als Armutskriterien werden auch herangezogen:

    | Erhebliche materielle Entbehrung liegt nach der EU-Definition für
    | EU-SILC dann vor, wenn aufgrund der Selbsteinschätzung des Haushalts
    | mindestens vier der folgenden neun Kriterien erfüllt sind:
    |
    | 1. Finanzielles Problem, die Miete oder Rechnungen für
    | Versorgungsleistungen rechtzeitig zu bezahlen.
    | 2. Finanzielles Problem, die Wohnung angemessen heizen zu können.
    | 3. Finanzielles Problem, unerwartete Ausgaben in einer bestimmten Höhe
    | aus eigenen finanziellen Mitteln bestreiten zu können.
    | 4. Finanzielles Problem, jeden zweiten Tag Fleisch, Fisch oder eine
    | gleichwertige vegetarische Mahl­zeit einnehmen zu können.
    | 5. Finanzielles Problem, jährlich eine Woche Urlaub woanders als zu
    | Hause zu verbringen.
    | 6. Fehlen eines Pkw im Haushalt aus finanziellen Gründen.
    | 7. Fehlen einer Waschmaschine im Haushalt aus finanziellen Gründen.
    | 8. Fehlen eines Farbfernsehgeräts im Haushalt aus finanziellen
    | Gründen.
    | 9. Fehlen eines Telefons im Haushalt aus finanziellen Gründen.

    Und wieviele Leute in Deutschland sind hier betroffen? Es sind die in
    der Quelle genannten 20,3 % in Deutschland!

    Aber: die Quelle ist von 2014. Das Problem ist grösser geworden, nicht
    etwa kleiner. Sprich:

    Die 29.5 Millionen sind etwas zu hoch gegriffen. Aber knapp 20 Millionen
    sind es wohl schon. Und die 10 Millionen extra, reich sind die sicher
    auch nicht. Eher relativ arm…

    Viele Grüsse,
    VB.

    https://blog.fdik.org

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