• ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2018-05-11

    Ich denke Du solltest Du zwischen Natur und Umwelt unterscheiden. Umwelt ist grundsätzlich alles, auch das das wir Menschen künstlich geschaffen haben. Natur ist hingegen alles das von selbst ohne Zutun des Menschen entstanden ist. Der Mensch ist zwar letztendlich auch ein Teil der Natur, aber er unterscheidet sich im Vergleich zu allen anderen in der Natur massiv von dieser. Und natürlich kannst Du auch noch zwischen Natur und Wildnis unterscheiden. Wobei wirkliche Wildnis gibt es ja an sich nicht mehr.

    0
  • (((chaospunk)))
    (((chaospunk)))
    2018-05-11

    Ravenbird, da würde ich Dir widersprechen wollen: Umwelt ist doch alles ausserhalb von mir selbst: Ein Mensch, gezeugt im Reagenzglas, ist bei Deiner Definition Umwelt, ein Mensch "versehentlich" gezeugt, Natur.

    0
  • ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2018-05-11

    Hm müsste ich mir Mal genauer überlegen. Schreiben mit dem Smartphone ist nicht so meins.

    0
  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2018-05-11

    @Ravenbird ✪ Ⓐ ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾ Sind vom Menschen durch Kreuzung gezüchtete Pflanzen, Tiere und auch die Mikrobiologischen Einzeller also keine Natur?

    Es gibt Wildrosen und Züchtungen. Viele Gemüsesorten wären demnach nur Umwelt.
    Kreuzungen und Züchtungen von Pferden, Ponys, Hunden, Katzen, Fischen und den so genannten "Nutztieren" ... alles keine Natur?

    0
  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2018-05-11

    Mir ist dazu noch etwas eingefallen. Es gab ja bereits vor ein paar tausend Jahren Hochkulturen, die vermutlich auch Zucht und Saatzucht betrieben haben. In dem Bereich kann man wohl kaum noch sagen, was vom "Menschen" unberührt blieb.

    Unabhängig davon, finde ich es spannend, sich darüber Gedanken zu machen, welchen Einfluss die Menschheit bereits vor der Moderne auf "Die Natur" hatte. Wenn man sich mal auf diesen Gedankengang einlässt und "Mensch" von "Natur" trennt.
    Wer weiß, vielleicht stammen wir ja wirklich von Aliens ab :)

    0
  • juni_walet@pod.geraspora.de
    juni_walet@pod.geraspora.de
    2018-05-22

    Umwelt sind für mich alle abiotischen und biotischen Faktoren welche mein Leben beeinflussen.

    Einen Unterschied zwischen Natur und Kultur, oder künstlich, zu ziehen, also den Teil der Welt, welcher von Menschen geformt und beienflusst wird (künstlich) und dem Teil, der ohne Einfluss des Menschen entstanden ist(natürlich), finde ich kompliziert und generell nicht zielführend.
    Der Mensch ist auch ohne Einfluss des Menschen entstanden, wäre demnach Teil der Natur, aber sein Wirken aus irgendeinem Grund nicht, während das Wirken von Ameisen natürlich wäre.
    In Europa gäbe es demnach nahezu keine Natur mehr, und in allen Gebieten, in denen Menschen leben, ebenfalls nicht.
    Das Wort "Naturvolk" ergäbe keinen Sinn, denn egal wie ökologisch nachhaltig eine menschliche Gemeinschaft lebt, wäre ihre Umwelt nicht natürlich, sondern vom Menschen geprägt.
    Und da durch den anthropogenen Klimawandel Ökosysteme auf dem ganzen Planeten beeinflusst werden, gibt es, streng genommen, gar keine Natur mehr auf der Erde.

    In der Biologie ist so eine Unterscheidung deswegen in den meisten Gebieten irrelevant. In der Ökologie wird versucht, die Intensität des menschlichen Eingreifens zu quantifizieren, statt eine 0/1-Einteilung zu verwenden, um Konsequenzen von Handeln einschätzen zu können, und Ökosysteme zu charaktersieren.

    In der Geschichte und Geologie gibt es allerdings diese strenge Einteilung in "menschlichen Ursprung" und "natürlichen Ursprung", und ist dort auch zielführend verwendbar. Allerdings wird es dort streng ausgelegt, und nur direkter menschlicher Einfluss gewertet (eine Höhle oder ein Steinbruch?).

    Je nach Anwendungsgebiet kann eine solche Einteilung sinnvoll sein, wenn man gezielt menschlichen Einfluss untersuchen möchte, wobei meistens eine quantifizierung des menschlichen Eingriffs sinnvoll erscheint.
    Rein philosophisch betrachte ich aber den Menschen als Teil der Biosphäre, und damit als Teil der Natur, und auch das menschliche Handeln als solchen.
    Den Menschen von der Natur zu trennen ist, mMn, Folge eines anthropozentrischen Weltbildes, bei dem der Mensch als besonders auserwählt oder hervorstechend behandelt und angesehen wird. Die eigene Wichtigkeit und der eigene Wert soll damit aus dem Rest der Natur hervorgehoben werden.
    Und es basiert auf dem Irrglauben, der Mensch hätte die Natur seines Handelns irgendwie überwunden und stände nun rational über seinen animalischen Instinkten. Nun, wir mögen zwar nicht durch den Wald rennen und Rehe reißen, aber Primaten wie wir haben sowas auch noch nie gemacht. Gemeinschaften zu bilden, Pflanzen, Pilze und Tiere zu kultivieren, Werkzeuge herzustellen, zu reden, gehört alles zur menschlichen Natur.

    0
  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2018-05-22

    @Juni Krawall-Barbie Walet [^,..,^] - Vielen Dank für diese ausführliche Meinung. Gerne gelesen und kann sagen, es ergänzt mein Weltanschaaung.

    0
  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2018-05-22

    omg - Entschuldige die Tippies - Da hab ich meine Brille wohl nicht aufgehabt :)

    0