• Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-04-02

    Die Stromgestehungskosten eines PV-Kraftwerks bezeichnen das Verhältnis aus Gesamtkosten (€) und elektrischer Energieproduktion (kWh), beides bezogen auf seine wirtschaftliche Nutzungsdauer.

    Solarstrom ist extrem billig. So billig, dass damit kaum Profit erwirtschaften kann.
    Aus diesem, und nur aus diesem Grund, wird Photovoltaik nicht weiter gefördert.

    Ich höre schon den Einspruch: Es mangelt an Energiespeichern.

    Ja - das wären zB Akkus in eAutos. Die stehen 8 Stunden am Tag auf den Parkplätzen vor dem Büro.
    Aber das ist kein Geschäftsmodell. Damit lässt sich kein großer Profit erzielen, weil der Strom quasi kostenlos auf die Erde scheint. Der Betrieb der Ladesäulen ist zu kostspielig. Für die Umwelt wäre es besser, keine Frage, aber niemand will die Kosten tragen.

    Ich bin der Meinung, aufgrund dieser alten kapitalistischen Denk- und Sichtweise, wird der Solarstrom/die PV Anlage, in Studien zu unrecht schlecht dargestellt.

    Photovoltaik wird nicht als Mittel zur Decarbonisierung gesehen, nicht als Instrument des Klimaschutzes sondern stets nur wirtschaftlich, auf den Profit bezogen, betrachtet. Bei der Windkraft haben wir exakt das gleiche Problem, jedoch liefert eine Windanlage auch dann Strom, wenn die Sonne nicht scheint und Strom zB im Winter zum Heizen benötigt wird. Aus diesem Grund sind die Profite hier höher und Windkraft als Investment beliebter.

    Dabei wäre Solarstrom, zusammen mit Windkraft und Energiespeicher, ein hervorragendes Mittel zur entmonopolisierung der Energieerzeugung und Versorgung.

    Zitat aus dem verlinkten PDF:

    Das EEG 2017 legt einen Ausbaukorridor für den Anteil der EE am Bruttostromverbrauch fest und versucht,den PV-Ausbau gleichzeitig zu fördern und zu behindern:

    Zum Vergleich: Die Ausschreibung für Strom aus onshore-Windkraft zum gleichen Gebotstermin hat einen Durchschnittspreis von 4,60 ct/kWh erbracht. International wurde PV-Strom an Standorten mit hoher Solarstrahlung bereits zu Tiefstpreisen zwischen 1,5 bis 2,5 ct/kWh angeboten. Für das geplante Atomkraftwerk „Hinkley C“, das im Jahr 2025 in Großbritannien in Betrieb gehen soll, wurde eine Einspeisevergütung von umge-rechnet 12 ct/kWh zzgl. Inflationsausgleich über die Dauer von 35 Jahren zugesagt. Die Einspeisevergütung für PV-Strom sinkt schneller als bei jeder anderen regenerativen Stromquelle, in den letzten 15 Jahren ca. 80% bei Kleinstanlagen und 90% bei Anlagen mittlerer Größe.

    Ab dem Jahr 2020 werden die jeweils ältesten [PV] Anlagen nach und nach aus der EEG-Vergütung ausscheiden, weil die 20-jährige Bindungsfrist ausläuft. Sie werden aber noch weiter Strom liefern, dessen Gestehungskosten wegen niedriger Betriebskosten und fehlender Brennstoffkosten („Grenzkosten“) alle anderen fossilen oder erneuerbaren Quellen unterbietet.

    Es gibt keinen günstigeren Strom als Solarstrom. Das ist Fakt.
    Dazu kommt, dass die Anlagen zu 80%-90% Recyclingfähig sind.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-04-02

    Das Erzeugungsprofil von PV-Strom passt so gut zu dem Lastprofil des Stromnetzes, dass der gesamte Strombedarf im Band von 40-80 GW auch bei weiterem Ausbau der PV in den nächsten Jahren jederzeit über dem PV-Stromangebot liegen wird.

    Und weil dieser Billig Strom von stromintensiven Betrieben dazu genutzt wird mehr Profit zu machen, statt das Klima durch "negativ Emissionen" zu entlasten, bezahlen wir Bürger durch EEG Umlage, mit PV und Windkraft, die Klimakatastrophe in dem Glauben die eigenen Arbeitsplätze zu retten.

    Von hinten durch die Brust ins Auge. Danke CDU.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-04-02

    Waferbasierte PV-Module altern so langsam, dass es eine Herausforderung für die Wis-senschaftler darstellt, Leistungsverluste überhaupt nachzuweisen.

    ... ja schöne Scheisse. Was ist das denn für ein Antikapitalistischen Produkt?

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-04-02

    Shell International B.V. vom März 2018 sieht die PV global zur wichtigsten Stromquelle heranwachsen

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-04-02

    17.4 Muss die Energiewende auf die Bundespolitik warten?

    Nein, auch wenn die Bundespolitik es allen leichter machen kann. Der Bundestag bestimmt als Gesetzgeber den Rahmen für die Energiewende. Daneben gibt es eine Reihe wichtiger Akteure, die in ihren Handlungsfeldern viel bewegen kön-nen, auch unabhängig vom regulativen Rahmen. Ein Handeln dieser Akteure sendet zu-dem deutliche Signale in die Politik. So können Verbraucher beim Bezug von Strom und Wärme, bei der Wahl ihres Trans-portmittels und in ihrem gesamten Konsum erneuerbare Energien und Energieeffizienz nachfragen. Geldanleger sind gefordert, in die Energiewende zu investieren, sei es auf dem eigenen Dach, in Beteiligungsgesellschaften oder Fonds. Entscheider in Gewerbe- und Industriebetrieben oder in Stadtwerken können prüfen, welche Maßnahmen sich nachhaltig rechnen und gleichzeitig die Energiewende voranbringen. Schließlich können Bundesländer, Städte und Gemeinden die Energiewende durch eine Fülle von Maßnah-men fördern, von der Beratung der Akteure über die Förderung von Pilotprojekten, die Bereitstellung von Flächen bis hin zu eigenen Investitionsentscheidungen.

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