• ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2019-06-06

    Danke für Deinen Beitrag. Gefällt mir sehr gut. Ich möchte anmerken das ich Elektroautos in Sachen Verkehr sehr wohl als Teil einer Lösung sehe, aber nicht als zentrales Element derselben. Sie sind in manchen Bereichen eine gute Ergänzung zu einen gut ausgebauten ÖPNV, können diesen aber nicht ersetzen.

    0
  • pittb@despora.de
    pittb@despora.de
    2019-06-06

    Vorsprung durch Dummheit/Betrug/Gier - oder so, sucht Euch was aus.

    0
  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-06

    Ist ja zum Glück bislang keinem aufgefallen - aber hier kleine Korrekturen:
    95, statt 96kWh und Bolivien statt Brasilien ... macht aber auch keinen Unterschied wo genau die Rohstoffe aus dem Boden geholt werden.

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-06

    Mal eine Frage: Warum sind E-Autos so hip? Warum fahren wir nicht mit Bio-Ethanol? Die Brasilianer machen das. Viele Fragen würden da gar nicht erst gestellt werden müssen, z. B. wo der ganze Strom her kommen soll, um Millionen E-SUV zu laden. Von einem Auto mit Ethanolantrieb ließe sich vielleicht sogar ein Kretschmer überzeugen, wer weiß?!

    0
  • pittb@despora.de
    pittb@despora.de
    2019-06-06

    Und wo bitteschön kommt der Bioalkohol her?
    Bier zu Sprit - Du solltest die Deutschen mal hören.
    Wohl eher durch Regenwald zu Spritplantagen, willst Du das?

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-06

    War das ernst gemeint oder Spaß? Bioethanol kann man durch Vergärung von planzlicher Biomasse gewinnen. Und dafür kann man ruhig Reste verwerten und muss nicht die Früchte vergären. Was hat das mit Bier zu tun?

    0
  • pittb@despora.de
    pittb@despora.de
    2019-06-06

    Und die Massen an Biomasse die Du brauchst zauberst Du aus dem Hut?

    0
  • pittb@despora.de
    pittb@despora.de
    2019-06-06

    Was glaubt Du wo die momentanen E10-Beimischungen schon herkommen?
    Miraculix's Kessel gibt das nicht her.

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-06

    ...
    Na gut. Stell dir ein Maisfeld vor. Die Maiskolben braucht man. Und der Rest der Pflanze? Es gibt aber nicht nur Mais, sondern haufenweise landwirtschaftliche und pflanzliche Abfälle.

    0
  • Mario P.
    Mario P.
    2019-06-06

    Nein Oliver, da bist du auf dem Holzweg aber so was von.
    Mais wird zu 100% verfüttert. Was nicht verfüttert wird, ist Biomasse aud daraus wird Gas gemacht. Allein was heute in D schon verglast wird, kann unsere Agrarwirtschaft gar nicht allein anbauen.

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-06

    Und jetzt bin ich mal gespannt auf deinen Vorschlag @Lasse Gismo Wie sollen wir nun die Autos der nahen Zukunft betreiben?

    0
  • pittb@despora.de
    pittb@despora.de
    2019-06-06

    Ach, lassen wir das, das ist alles keine Lösung solange 2 Tonnen schwere Egoprothesen mit Batterie als technisches Highlight angepriesen und gefahren werden und der Sprit dafür auf Feldern enstehen soll wo Narhungsproduktion hingehört oder wo sich voher das pralle Leben getummelt hat.
    Wir müssem weg vom ausufernden Individualverkehr - wie auch immer.
    Da sind wir aber noch weit weg von - die Lemminge von der A5 grüssen über Pfingsten.

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-06

    Man kann doch quasi jede pflanzliche Biomasse verwenden. Sonst verzichtet doch auf die Zucker in der Cola, da kommt einiges zusammen ;) Der kommt im übrigen auch nicht aus dem Hut eines Zauberers, sondern wird in Form von Zuckerrüben oder Mais angebaut. Oder man nimmt Corn-Syrup, der auch pflanzlichen Ursprungs ist, zum Süßen von Lebensmitteln. Zu viel Zucker ist nicht gesund. Problem gelöst.

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-06

    Naja, klar brauchen wir neue und bessere ÖPNV-Konzepte, vor allem in Großstädten und Metropolen und dazwischen. Wir reden aber doch von Kraftstoffen. Und da finde ich momentan Biosprit nicht uninteressant. Und es muss auch kein tonnenschwerer Akku durch die Gegend gefahren werden. Ist ja auch ein Vorteil. CO2-neutral ist Bioethanol auch. Das Anbauproblem kann man lösen. Ein Haufen Forscher beschäftigt sich damit.

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  • ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2019-06-06

    Eben da ist der Knackpunkt! Wir brauchen nicht andere Autos sondern sehr viel weniger Autos. Eben als Ergänzung eines sehr gut ausgebauten ÖPNVs und wirklich nur dort.

    Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit. Den wenn man ehrlich ist müssen wir schlicht ergreifend weg vom Kapitalismus, den mit dem ist kein nachhaltiger Klimaschutz zu machen.

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-06

    Absolut richtig.

    0
  • Mario P.
    Mario P.
    2019-06-06

    👍 @pittb@despora.de

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  • ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2019-06-06

    @Lasse: Ich denke war brauchen sowohl in den Städten als auch auf dem Land komplett neue Verkehrskonzepte.

    0
  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-07

    Es ist nicht unsere Aufgabe Lösungen für solche Probleme zu finden, also ist eine gegenseitige Schuldzuweisung oder Rechtfertigung nicht notwendig.

    Biomasse erzeugt zu wenig Endenergie im Verhältnis zur Primärenergie und erzeugt,mit viel Energieverlusten, sehr sehr viel CO2 in sehr kurzer Zeit.

    Meine Ansicht / Meinung dazu:
    Die Akkus waren gedacht / werden für die Energiewende benötigt:

    Ein Akku eines eAutos soll und muss, nach Ende der Nutzung für den Individualverkehr in Speicherkraftwerken als Puffer in dienen.
    Sicherlich wird es auch bald andere Möglichkeiten geben, doch dass ist die schnellste und günstigste um soziale Verwerfungen in größerem Maßstab, hier in DE zu vermeiden.


    btw: Schon gesehen?: https://www.youtube.com/watch?v=z3EoCKgzLo4

    0
  • pittb@despora.de
    pittb@despora.de
    2019-06-07

    @🐰 Y. T. ☮ - danke für den Link

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Biomasse erzeuge zu wenig Endenerige im Verhältnis zur Primärenergie? Zu viel CO2? Was ist denn das für eine Logik? Was meinst du hier eigentlich mit Primärenergie? Und dir ist schon klar, dass der Kohlenstoff aus dem CO2 vorher chemisch gebunden war und es auch wieder wird? Das ist doch gerade der Clou bei den nachwachsenden Rohstoffen.

    0
  • pittb@despora.de
    pittb@despora.de
    2019-06-07

    Ich vermute mal - Primärenergie=Sonnenlicht - was sonst.

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Gutes Video! Gucke ich mir gerade an. :)

    0
  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    @Lasse Gismo Findest du dich besonders witzig? Ich kann da nicht drüber lachen.

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Mal ein funktionierendes Beispiel, wie man Flächen besser nutzen kann:
    https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2017/sonne-ernten-auf-zwei-etagen-agrophotovoltaik-steigert-landnutzungseffizienz-um-ueber-60-prozent.html

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  • pittb@despora.de
    pittb@despora.de
    2019-06-07

    Das ist schade, Humor ist wenn Mensch trotzdem lacht - macht das Leben erträglich.
    Btw - das ist mein voller Ernst.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-07

    @Oliver - https://diasp.de/posts/86c8caa0547201375514101b0e91c357

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Na was meinst du denn wie die Pflanzen wachsen, die man u. a. zu Bioethanol vergären könnte? Aha.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-07

    Klar, durch AgroPV könnte man die Bioethanol Sache wieder schöner rechnen aber irgendwo um 2006 - 2009 herum wurden bereits in etlichen Studien, auch von Seiten der Landwirtschaft, der Nutzen in Frage gestellt, weil das weder wirtschaftlich noch in der Klimabilanz große Nutzen brachte.

    Von 2011:
    https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/biosprit/eu-und-biokraftstoffe-die-rechnung-geht-nicht-auf

    Es lohnt imho auch nicht, da auf Technologiesprünge zu hoffen, denn das Ziel ist nicht Kompensation, sondern NULL Emissionen und das bis 2035, damit sich das Klima auch wieder erholen kann.

    Ich verstehe die NULL im Sinne von - kein Holzkohle-Massentierhaltungs-Grillfleisch und auch kein Bio-, Erdöl-, Synthetic - Diesel mehr.

    nada, nix, null, out the mouse

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Was sind denn das für Argumente da von Greenpeace oder vielmehr von dir, denn du führst das ja jetzt als Argument an? Natürlich ist das Quark, wenn man für Biosprit Agrarflächen verwendet und für diese wiederum Wälder roden muss! Das hatten wir doch schon, dass mal Flächen besser nutzen muss. Da sehe ich auch kein Problem drin. Vertical Farming, moderne Züchtungsmethoden haben ihren Effekt und wir nutzen Flächen so besser aus. Ob Greenpeace da ein kompetenter Ansprechpartner ist, sei mal dahingestellt.

    Und mal ganz abgesehen davon, dass in dem verlinkten Artikel davon ausgegangen wird, dass man die Biomasse extra anpflanzen muss, wird da Bioethanol und Biodiesel einfach mal eben so vermischt. Man kann aber Bioethanol aus jeder pflanzlichen Biomasse gewinnen, was bei Biodiesel klar nicht geht. Für Biodiesel braucht man Ölpflanzen, wie z. B. Raps. Davon habe ich aber nie gesprochen.

    Im übrigen war dein Argument ja, dass dadurch CO2 frei würde, welches das Klima belasten würde. Und das ist schlichtweg Quatsch, weil das CO2 auch wieder durch nachwachsende Pflanzen gebunden wird.

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Das CEPLAS Exzellenscluster für Pflanzenwissenschaften arbeitet an einer Vielzahl von unterschiedlichen Ansätzen, die einen höheren Ertrag pro Flächeneinheit versprechen.
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=12&v=kIgWCqHeOwk
    Neben neuen Züchtungen und Vertical Farming geht es da auch um rechtzeitige Erkennung von Pflanzenkrankheiten, die Ernteausfälle und damit geringeren Ertrag zur Folge haben.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-07

    @Oliver -
    Ich hoffe dass du ich nicht pers. Angegriffen fühlst, ich bemühe mich deinen Argumenten zu folgen. CEPLAS kenne ich noch nicht, werde ich mir anschauen.

    Alles kann ich ja nicht wissen.
    Meine Argumente waren bis Stand 2012 sehr wahrscheinlich richtig. Der Wissenschaftsbeirat der Bundesregierung hatte 2006 schon die gleichen Schlussfolgerungen gezogen. Aber gut, wenn sich da was in der Pflanzenwelt getan hat ... ich guck mir das gern nochmal an.
    Kommentare sind ja leider deaktiviert für das Video, also muss ich wieder selber denken.

    Ich hab auch nur wenig Hoffnung das CEPLAS das ändern kann, weil ...

    ... wenn wir Strom für Computer, Energie für Bewegung und Nahrung für alle Menschen haben wollen, ist der wahrscheinlichste Weg - Strom für Computer und Bewegung zu nutzen, weil Verbrennungsmotoren einen bescheidenen Wirkungsgrad aufweisen und Photsynthese im Vergleich zu Photovoltaik nur (m.W.) ein zehntel der Effiziens erreicht. Aber aus Strom Nahrung herzustellen ist nur schwer möglich, weil uns der Replikator aus StarTrek fehlt. Also brauchen wir die Pflanzen als Nahrung.

    Also erscheint es mir sinnvoller Pflanzen zu Essen und mit Strom zu heizen und sich fortzubewegen.

    Das CEPLAS jetzt in 10 Jahren der Gamechanger wird - höchst unwahrscheinlich.
    Dennoch werde ich bemühen mir das mal Vorurteilsfrei anzugucken und werde recherchieren, was das für den kleinsten CO2 Kreislauf im einzelnen bedeutet.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-07

    Ok CEPLAS ... das ist eine Expertenrunde, das sind Wissenschaftler die sich um höhere Erträge bemühen. Der Wirkungsgrad von Photosynthese ist in der Biologie ziemlich genau bekannt, die möglichen Nutzflächen für Biomasse in Deutschland sind auch bekannt. Aber ich werde die mal anschreiben und die einfache Frage stellen:

    Ist Bioethanol als Ersatz für Benzin/Diesel Treibstoffe klimaneutral oder kann Biomasse in absehbarer Zukunft klimaneutrale Mobilität in Deutschland ermöglichen?

    Weil - das ist was Greenpeace und ich anzweifeln. Und das ist, was bei dir so rüberkam mit deiner Frage:

    Warum sind E-Autos so hip? Warum fahren wir nicht mit Bio-Ethanol?

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    CEPLAS ist keine Firma, sondern ein Exzellenscluster der Forschung. Die machen keine Politik, die forschen. Daran sind etliche Institute an verschiedenen Hochschulen beteiligt. Ich versuche dir mal einen kurzen Einblick in ein paar Gebiete zu geben:

    1. Pflanzenkrankheiten, z. B. durch Rostpilze: Die kann man mit spektroskopischen Methoden frühzeitig auf dem Acker erkennen, bevor sie um sich greifen. Dadurch kann man eine Krankheit lokal auf dem Acker behandeln und muss nicht gleich das ganze Feld behandeln. Für die Erkennung nutzt man Hyperspektralkameras, z. B. an einer Drohne oder auch direkt am Traktor. Diese Kameras liefern für jedes Pixel ein vollständiges Spektrum über den gesamte, relevanten Wellenlängenbereich. Krankheiten erkennt man so sehr schnell, wo der Bauer selbst mit seinen Augen noch nichts sieht, weil er eben nur im Bereich von etwa 400 bis 700nm sieht. Ergebnis ist am Ende: Höherer Ertrag pro Flächeneinheit und weniger Einsatz von Chemie (Fungizide).

    2. Grundlagenforschung zu Pflanzen, z. B. auch der Kommunikation von Pflanzen mit Bodenbakterien. Kennst du Bohnen? Das sind Leguminosen und benötigen Knöllchenbakterien, um Eisen besser aufnehmen zu können. Ohne diese Knöllchenbakterien würden Bohnen nicht so gut wachsen, daher gibt es dafür spezielle Erde, die diese Bakterien enthält. Viel über die Grundlagen zu wissen, kann sowieso nie schaden. Vielleicht kann man sich aber auch das ein oder andere zu Nutze machen.

    3. Pflanzenzucht mit modernen Methoden, einschließlich molekularbiologischer Methoden. Gentechnik ist durch Monsanto in Verruf geraten, aber die Gentechnik an sich kann nichts für das Geschäftsmodell von Monsanto. Ohnehin hat man inzwischen Crispr/Cas entdeckt, ein neuartiges Züchtungsverfahren, mit dem man wesentlich schneller Fortschritte erzielt, als mit konventioneller Züchtung. Crispr/Cas ist keine Gentechnik in dem Sinne und Greenpeace ist bestimmt sowieso dagegen. Ändert aber nichts daran, dass man damit die Züchtungen bekommen kann, die man in gar nicht so ferner Zukunft vielleicht dringend braucht, z. B. salztolerante oder trockentolerante Kartoffeln. Das Problem ist ja nicht, dass wir generell zu wenig Flächen haben, sondern zu wenig Flächen, die für Ackerbau geeignet sind. Ein Problem, dass sich innerhalb weniger Jahrzehnte dramatisch verschärfen könnte. Wobei wir hier da am wenigsten betroffen wären.

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Generell zur Energie: Wir werden da ohnehin mehrgleisig fahren müssen und nicht alles auf eine Karte setzen. Beim Strom gibt es derzeit noch große Hindernisse, vor allem bei der Speicherung. Und die Akkus für E-Autos sind mehrere hundert Kilogramm schwer und wollen auch erst mal bewegt werden. Wir haben gerade mal ein paar brauchbare E-Autos auf dem Markt, es gibt aber noch gar keine Infrastruktur, die ausreichend für alle wäre.

    Wenn es nicht genug Biomasseabfälle gibt, weil Biogasanlagen als effizienter angesehen werden, als die Bioethanolherstellung, dann ist das eben so. Nichtsdestotrotz beschäftigen sich auch einige Forscher mit "Biofuels", also nachwachsenden Brennstoffen pflanzlichen Ursprungs. Übrigens auch in CEPLAS. Sylphie steht da zurzeit ganz hoch im Kurs. Denn die erzeugt viel Biomasse, die man dann vergären kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Durchwachsene_Silphie

    Ja, man würde dann eine Energiepflanze auf dem Acker anbauen, wo man auch Mais anpflanzen könnte, vollkommen richtig. Aber immerhin nutzen wir diese Flächen sehr viel besser aus, weil die Pflanze eben wesentlich mehr Biomasse produziert. Man spart also auch Fläche.

    Bioethanol in Autos wäre daher eine aus meiner Sicht sinnvolle Übergangslösung, erfordert aber andere Motoren. Ferner könnte man Bioethanol ja auch in Blockheizkraftwerken zum Beheizen verwenden und auch für die unabhängige Stromerzeugung, wenn gerade weder Wind bläst noch Sonne scheint. Zudem ist die Wärmerzeugung durch Verbrennung effizient. Bei Strom sieht das anders aus, da der Strom ja vorher erst erzeugt und gespeichert werden muss, was Verluste beinhaltet und außerdem müssen die Speicherkapazitäten erst mal vorhanden sein.

    Ich bin echt nicht so drin im Thema erneuerbare Energien, vor allem auf politischer Ebene nicht. Aber gerade beim Strom sehe ich da noch erhebliche Probleme.

    Photovoltaik? Sehr gerne, habe ich doch nichts gegen. Von mir aus könnte man die Innenstädte mit Solarpanels überdachen. Hätte den angenehmen Nebeneffekt, dass die Lichtverschmutzung gemildert würde, man hätte auch in Großstadtnähe wieder eine bessere Sicht auf die Milchstraße. Auch die Autobahnen könnte man von mir aus gerne komplett mit Solarzellen überdachen. Man würde an heißen Tagen zudem erheblich Energie einsparen, da man im Auto die Klimaanlage nicht einschalten müsste.

    Dumm nur, dass so viel an Innovation von Deutschland aufgegeben oder kaputt gemacht wird und letztlich die Chinesen sich eine goldene Nase verdienen. Traurig, dass hier ausgerechnet das Erneuerbare-Energien-Gesetz dazu beigetragen hat, dass sich die hiesige Solarindustrie darauf ausgeruht hat. Aber egal, kaufen wir halt in China.

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Die Photosyntheseleistung zu steigern, ist ein weiteres Forschungsziel. Ferner gibt es auch Technologien, die in Zukunft nicht nur für wesentlich bessere Sensoren und Displays sorgen werden, sondern auch dazu in der Lage sind, das Licht, das durch Glasscheiben fällt zu optimieren und das Licht von LED wesentlich besser zu machen. Ich spreche von den sog. Quantum Dots.

    Diese Quantum Dots fluoreszieren, können aber dafür quasi jede Wellenlänge unterhalb der Emissionswellenlänge verwerten. Sonnenlicht bzw was davon hier ankommt hat ja ein weites und einigermaßen gleichmäßiges Spektrum vom UV-Bereich bis in den nahen IR-Bereich. Pflanzen brauchen bestimmte Wellenlängen mehr als andere, vor allem Rot, aber auch Blau etc. Mit solchen Quantum dots kann man das Licht also besser für die Pflanzen nutzbar machen.

    Das klappt im übrigen nicht nur mit den Scheiben eines Gewächshauses, sondern auch mit LED. Das große Problem an den LED ist, dass das Lichtspektrum bescheiden ist - technisch bedingt. Mit Quantum dots könnte man das Spektrum von LED-Licht wesentlich verbessern. Sowohl als Umgebungslicht für den Menschen, als auch für spezifische Anwendungen, wie z. B. Pflanzenwachstum.

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Übrigens brauchst du da nicht nachfragen. Vielleicht kriegst du eine Antwort, aber das sind Forscher, die haben keine große PR-Abteilung, sondern zum Glück Besseres zu tun. Aber es steht ohnehin alles online. Man darf auch nicht vergessen: das ist hochkomplexe biologische Forschung und noch nicht auf der Ebene der Umsetzung. Man erforscht und was später gebraucht werden kann wird sicherlich auch mal gemacht werden. Wenn die Politik nicht Steine in den Weg legt und wenn Greenpeace nicht Propaganda dagegen macht. Sonst müssten wir halt später wieder bei den Chinesen kaufen, wenn wir uns zu fein dazu sind.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-07

    @Oliver - wer nicht fragt bleibt dumm.

    Du hast CEPLAS als Quelle genannt, dass Biosprit klimaneutral sein kann.
    Das sind Menschen, mit denen kann man auch mal reden.

    Ich habe damals schon mal recherchiert, ich mach das gern nochmal- weil du wirst nicht der Einzige sein, der mit Biosprit argumentieren möchte und auch in der Landwirtschaft gibt es ja Entwicklungen.

    Aber selbst mit reinem Bioethanol wird der Wirkungsgrad des Motors im Vergleich zum Batterie- oder Brennstoffezellen- Elektromotor bescheiden ausfallen. Erst das BHKW kann m.W. Biogas / Biosprit optimal im Verbrennungsmotor nutzen.

    Dass die Energie Erzeugung durch Biomasse, wenn es sich dabei um die Nutzung von Abfallprodukten handelt, sehr sinnvoll ist, hab ich nie bestritten sondern stets gefordert. Aber auch das ist m.W. kein geschlossener Kreislauf. Die Energie Verluste (Wirkungsgrad) sind das, was für das Klima eine zusätzliche Belastung, durch Treibhausgase bedeutet.

    Emissionsfrei wird schwierig. Die Natur muss sich ersteinmal erholen dürfen. Das heist dann auch weniger Flächen aktiv bewirtschaften, sondern aufforsten, pflegen und erhalten! Biomasse ständig umzuwälzen belastet unsere Umwelt derzeit massiv.

    Wir brauchen dringend mehr Bäume, zum Ausgleich des Wasserhaushaltes, zur natürlichen Beschattung und als natürliche CO2 Speicher. AgroEnergie halte ich kurzfristig für einen Irrweg - erst wenn die Natur sich erholt hat, dürfen wir wieder CO2 in den Kreislauf einbringen.

    Ich meld mich wieder, wenn ich aktuelle Antworten von Experten zu dem Thema habe und da werd ich CEPLAS nehmen, weil denen wirst du wohl trauen müssen, wenn du sie schon als Argument anbringst.

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  • oliver@pluspora.com
    oliver@pluspora.com
    2019-06-07

    Verluste durch nicht optimale Wirkungsgrade hat man fast immer, sofern man nicht nur Wärme erzeugen möchte. Das ist auch bei Strom der Fall. Die Akkus fallen auch nicht vom Himmel, geschweige denn die Autos. Solarzellen werden heutzutage in China produziert, aber mit Strom aus Kohlekraftwerken (wird auch in dem von dir geposteten Video erwähnt). Zudem fährt man ständig einen mehrere hundert Kilogramm schweren Akku spazieren, weil man Strom schlecht in einen Tank füllen kann.

    Kein CO2 mehr einbringen, bis die Umwelt sich erholt hat, ist reichlich naiv. Wir heizen, wir fahren, wir brauchen Energie. Die Frage ist vielmehr, ob wir regenerative Energien nutzen oder fossile. Und da sollte die Antwort doch wohl klar lauten: regenerative. Und Pflanzen die nachwachsen sind regenerativ.

    Der entscheidende Punkt ist aber, dass ich ja gar nicht sage, dass wir auf Photovoltaik etc verzichten sollen. Nur sehe ich speziell bei der Elektromobilität noch erhebliche Hindernisse auf dem Weg zur Massentauglichkeit, eben weil die Infrastruktur noch lange nicht steht und die Technologie zwar gute Fortschritte macht, aber noch Potenzial nach oben hat.

    Aber natürlich machen E-Mobile in vielen Fällen Sinn und werden ja auch schon eingesetzt, so z. B. bei der Paketanlieferung. Pedelecs werden auch immer beliebter, auch in Form von Lastenfahrrädern. UPS hat so Dinger, ziemlich cool. Da stellt sich aber auch die Frage, wo solche Fahrzeuge in Zukunft fahren sollen. Von mir aus kann man in Großstädten ausschließlich elektrisch fahren, auch wegen des Feinstaubs und der Stickoxide. Am besten mit Zwischendingern zwischen Pedelec und Auto. Später dann vernetzt und im Schwarm fahrend, die Grenzen zwischen ÖPNV und Individualverkehr verwischend.

    Übrigens haben wir in Deutschland so gut wie nirgends mehr unberührte Natur, mit ein paar ganz wenigen Ausnahmen. Wir müssen Landschaft aktiv gestalten, auch im Sinne der ökologischen Diversität, nicht nur "grüne Hölle". Ich wäre echt froh, wenn wir hier oder da mal einen natürlichen Flussverlauf mit Auen hätten, das ist aber leider selten. Aber es wird heute auch viel getan, das muss man auch sehen.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-08

    Diese Webseite wird von Harald Lesch empfohlen, der kein Freund von eAutos ist:
    https://www.scinexx.de/news/geowissen/schlechte-klimabilanz-fuer-bioenergie/

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-08

    Pro nachhaltigkeit von Energiepflanzen sind das die richtigen Ansprechpartner:
    https://www.uni-goettingen.de/de/71395.html

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-06-08

    Aktuellste Information über den Stand von nachhaltiger Nutzung von Energiepflanzen: https://univerlag.uni-goettingen.de/handle/3/isbn-978-3-86395-164-1?locale-attribute=de

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