• eggsperde@pod.geraspora.de
    eggsperde@pod.geraspora.de
    2020-03-24

    Hmmm. Laut Umfragen beträgt die Zustimmung in der Bevölkerung in Deutschland zu den Maßnahmen knapp 95%. Da werden wohl nicht soooviele auf die Straße gehen.

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  • Christoph Heckenbücker
    Christoph Heckenbücker
    2020-03-24

    Das ändert sich schnell wenn nach Kurzarbeit die Briefe der Kündigungen in den Händen halten. Bisher sind mehr als 50.000 Jobs bereits weggefallen, Wenn es beim Shutdown bleibt schiesst diese Zahl sehr hoch. Ich verstehe, das niemand jemand sterben sehen will. Aber am Ende zerstört der Shutdown mehr als er hilft. Zumal man mit den vorhandenen Daten heute sofort die Pandemiepläne anpassen könnte.

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  • Günter
    Günter
    2020-03-24

    Aber am Ende zerstört der Shutdown mehr als er hilft.

    Das sehe ich leider auch so.
    Selbst wenn das Gesundheitssystem dadurch in weiten Teilen aufrechterhalten wird, heiß es nicht, daß durch Nebeneffekte - Einsamkeit - häusliche Gewalt - Alkohol - oder was man sich sonst noch ausmalen kann - ebenfalls Tote verursacht.
    Es gibt Studien die belegen, daß die Mortalität mit der Arbeitslosigkeit - Hoffnungslosigkeit - ansteigt.
    Hat unsere Regierung versucht das Richtige zu tun? - Ja bestimmt.
    War es das Richtige?- Ich glaube nicht.

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  • eggsperde@pod.geraspora.de
    eggsperde@pod.geraspora.de
    2020-03-24

    Schauen wir mal, wie es weitergeht. Auch wenn ich hier komplett anderer Meinung bin als du, freut es mich dass du deine Ansicht hier so ruhig vertrittst.

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  • Günter
    Günter
    2020-03-24

    Wann ist der Spuk vorbei?
    https://www.youtube.com/watch?v=KiO4V2C-ngQ
    Wenn Du glaubst Dich auf 95% der Bekannten oder der Bevölkerung berufen kannst, dann ist dieser Beitrag doch geeignet, diese Annahme mal zum Selbst hinterfragen anzuwenden.
    Natürlich werde ich das nicht kontrollieren.

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  • Christoph Heckenbücker
    Christoph Heckenbücker
    2020-03-25

    Mehrheitsmeinung bedeutet ja nicht, dass es damit das richtige ist. Momentan gehen jeden Tag hunderte Jobs verloren. Noch spricht man in den Medien von "drohenden Insolvenzen". Das ist total fahrlässig. Die Insolvenzwelle rollt bereits. Wenn es sich nicht mehr leugnen lässt, kippt die Stimmung. Sher große Firmen wie z.B. MAN versuchen die Situation mit Kurzarbeit zu überbrücken. Alleine bei MAN geht es um 9.000 Stellen. Kleine Firmen können gar nicht überbrücken. Wenn die verfassungsmässigen Rechte nicht wieder hergestellt werden, werden Menschen massenhaft ihre Arbeit verlieren. Noch kann man gegensteuern. Wir wissen inzwischen was die Risikogruppen sind. Es wäre möglich. Und wenn nicht werden die Menschen sich die Rechte zurückholen.

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  • Lisbeth Meier
    Lisbeth Meier
    2020-03-25

    @Christoph Heckenbücker Vielleicht ist es gut, dass dieses System zerbricht? Vielleicht ist das was gerade passiert nur eine Metamorphose? Vielleicht erwächst daraus endlich eine gerechte Gesellschaft?

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  • Christoph Heckenbücker
    Christoph Heckenbücker
    2020-03-26

    @Lisbeth Meier wir sind in ständiger Veränderung und in jeder Krise steckt eine Chance, aber mutwillig die Existenz von Menschen zu zerstören ist dumm, borniert und tragisch. Borniert deswegen auch weil die Politik uns zum einen einsperrt und die Lebensgrundlage entzieht, um gleichzeitig das Gefühl zu geben die Regierungen werden es schon richten können. Und das ist lächerlich und boniert. Und jetzt spreche ich gerade nur über die Existenz von Menschen. Das die Einschränkung der Freiheitsrechte gar nicht geht, ist ein weiteres Thema. Aber das dreht sich gerade. Das lässt sich nicht lange durchhalten wie der Düsseldorfer Oberbürgermeister richtig in Frage stell: https://www.welt.de/politik/deutschland/article206782579/Corona-Duesseldorfer-OB-Lange-wird-das-Land-Shutdown-nicht-ueberstehen.html

    #wirwollenauchleben #keinlebenohnefreiheit #fuckcorona #freiheitjetzt

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  • Günter
    Günter
    2020-03-26

    Ich vermute, die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen.
    Einerseits kann niemand beobachten, was geschieht und guten Gewissens behaupten es gäbe keinen schmerzlichen, einschneidenden Wandel.
    Aber "gerecht"?
    Was soll den "gerecht" sein? Wem wird was gerecht?
    Ist den die Vorstellung von Gerechtigkeit nicht immer nur selbstgerecht?
    Von der anderen Seite betrachtet, ist die freiheitliche Gesellschaft, wie wir sie bisher kannten und vor allem ihre Werte in Gefahr. Nur, mal ehrlich, das ist so doch immer. Das Gesellschaft ist in ihrem Dasein doch immer ein Drahtseilakt, wenn zu viele verträumt die Augen schließen, dann fällt die Gesellschaft und es gibt Krieg.
    So gesehen möchte ich Christoph zustimmen: "Augen auf machen! - Was da gerade geschieht kann sehr übel enden."

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  • Günter
    Günter
    2020-03-26

    Was ist in dem Beispiel von Wolf Schneider gerechtes Handeln?

    http://hoimar-von-ditfurth.de/schneider_gleichheit.pdf

    In der Praxis: Wenn knappes Essen unter hundert Menschen »gleich« verteilt werden soll - bekommt dann jeder die gleiche Menge (arithmetisch), oder jeder so viel, daß siebzig Prozent seines Hungers gestillt werden (proportional), oder am meisten die, die am schwersten gearbeitet haben (nach Gebühr), oder Magere doppelt soviel wie Dicke (zum Zweck der Angleichung)?

    Wann sind den die Verhältnisse gerecht?
    Ich finde auf diese Frage immer nur widersprüchliche Aussagen.

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  • eggsperde@pod.geraspora.de
    eggsperde@pod.geraspora.de
    2020-04-02

    Aber du siehst schon, dass es eine Güterabwägung ist, oder? Außer ein paar Semi-Autokraten sperrt doch keiner die Leute aus Spaß ein. Ist doch schöner, wenn die Wirtschaft brummt.... wenn man wiedergewählt werden will.

    Auf der anderen Seite stehen halt die abertausenden Toten. Naja. Ich finde die meisten aktuellen Regelungen sehr sinnvoll.

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  • Günter
    Günter
    2020-04-03

    @Maurice LéDuck
    Natürlich kann ich nicht in die Köpfe der Entscheider blicken, kann über deren Beweggründe nur mutmaßen.
    Von dem Politiker Wladimir Iljitsch Lenin wissen wir aus seinem Buch Staat und Revolution die Hauptaussage - hier zusammengefasst von Peter Sloterdijk:

    Der Nationenkrieg erzeugt, wenn er lange genug andauert, die kollektive Demoralisierung, welche die erwartete Gelegenheit zum Bürgerkrieg herbeiführt. Lenin wusste recht gut, warum er empfahl, den Teufel des äußeren Kriegs durch den Beelzebub des inneren auszutreiben.

    Wörtlich steht bei Lenin: Für den zum Äußersten entschlossenen Revolutionär müsse gelten: Gelegenheit ist alles.

    Mir erscheint die Corona Krise eine solche politisch herbeigeführte Gelegenheit zu sein!

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  • Harka
    Harka
    2020-04-06

    @Günter: Allerdings wird die 'Gelegenheit' nicht von 'Revolutionaeren' genutzt, sondern vom Kapital.

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  • Günter
    Günter
    2020-04-06

    “Die Alternative Kapitalismus- Sozialismus ist keine wirkliche Alternative. Dies sind gleiche Brüder mit ungleichen Kappen.”
    Macht und Gewalt, S. 119
    http://www.quotez.net/german/hannah_arendt.htm

    Wie kommt es, daß Du da einen Unterschied zu erkennen meinst?

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