• Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Ich werte das anders: Heinsberg hat gezeigt, dass selbst in einem Gebiet, in dem sehr, sehr viel getestet wurde, immer noch ein Faktor 3-4 besteht gegenüber den bekannten Infektionen. Zudem waren in dem Landkreis schnell Maßnahmen unterwegs. Dass die Sterblichkeit sogar um einen Faktor 10 kleiner sein könnte als in schlecht getesteten Gebieten angenommen, war schon aus China bekannt. Insofern ist da nicht viel gewonnen: wenn man aufmacht, geht es locker exponentiell weiter und man wird das Medizinsystem gegen den Baum fahren. Immerhin waren in Heinsberg auch 2% unerkannt angesteckt. Bei nur 509 ausgewerteten Proben. Ohne Abstandsgebot könnte das Virus durchaus auch dort weiter und katastrophaler wüten. Dann trifft es auch vermehrt jüngere Leute. Was jetzt geboten wäre durch die Politik, ist z.B. Baumärkte aufzumachen, wo die dicht sind. Dort gibt es auch Gartenabteilungen und die sind wichtig, weil jede Tomate aus dem eigenen Garten nicht aus Spanien oder sonst einem schlimm betroffenen Gebiet kommen muss. Zudem ist schlechtes Werkzeug einer der größten Unfallverursacher. Die Müllhöfe müssen wieder aufhaben, wo sie dicht sind. Die öffentlichen Verkehrsmittel sollen wieder wenigstens in normalem Takt fahren - selbst wenn sie dann Luft durch die Gegend transportieren, weil genau die Luft nötig ist, um sich in ÖPNV nicht anzustecken. Man muss immer noch die Kurve flach halten.
    Nun ist Heinsberg vorher gut durchgetestet worden im Vergleich. Warten wir mal auf München. Ich bin gespannt, wie dort die ähnliche Studie aussieht. Und das RKI will ja nun offensichtlich auch (endlich) mal repräsentative Studien machen. Habe ich schon vor Wochen kopfschüttelnd festgestellt, dass es hier in Deutschland offensichtlich niemand interessiert, wie man auf statistisch begründbare Zahlen kommt...

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    wenn man aufmacht, geht es locker exponentiell weiter und man wird das Medizinsystem gegen den Baum fahren

    Ja, das wird aber immer so sein, egal wann Du aufmachst. Es sei den alle wären geimpft.
    Da wir durch diesen Shutdown das ganze in die Länge ziehen ohne für eine ausreichende Immunität zu sorgen, wird es nicht weniger Fälle geben, sondern diese höchsten nicht mehr zeitgleich.
    Es geht um nichts, um absolut nichts anderes, als um die Kapazitäten der Krankenhäuser.
    Und diese habe die Zeit genutzt die Kapazitäten auszubauen.
    Zur Zeit ist es noch ruhig, aber alle rechnen mit den großen Sturm. Er wird so oder so kommen.

    Aber was doch viel wichtiger ist und das ja auch eigentlich total logisch, der Virus ist keine Pest, er wird durch bestimmtes Verhalten Verbreitet, aber dafür braucht es eben keine totale soziale Isolation.
    Im Gegenteil ist es mehr als logisch, dass ein allgemein schlechterer Gesundheitszustand, aufgrund von weniger Sport, weniger Kontakt mit anderen Erregern von Mensch und Tier, das Immunsystem immer weiter schwächt.
    Aber solche Effekte wird mensch ja hinterher gar nicht mehr nachweisen wollen, weil sonst hätte sich das alles ja gar nicht gelohnt.

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    @ayesnays@framasphere.org Ja, ist auch menschliches Verhalten: heute im Aldi um Schoki zu kaufen und Milch und Mehl: da war einer mit Handschuhen, außer ich und meine Frau.
    Atemmaske? Keiner.
    Dafür waren Einweg-Plastikhandschuhe am Einkaufswagen-Parkplatz und Kassen haben aufgemacht, sollten mehr als drei Leute gewartet haben.
    Ernst nimmt das keiner. Waren auch wieder Kampfkäufer unterwegs, die von Abstand gar nichts halten. Aber auch einige, die das Abstandsspielchen mitgemacht haben.
    Was in aller Welt erwartet man von einer der ersten Studien (weltweit übrigens), die so eine Datenbasis haben? Auch noch an einem "kranken" Landkreis. Der war in den Gebieten, wo man, wenn man sich aufgehalten hat in Sachsen selbst ohne Symptome getestet worden wäre...
    Wir wissen nun, wie in einem "kranken" Landkreis die Zahlen aussehen.
    Ich habe mir die Live-Pressekonferenz angetan. Da sagte einer von den 15% zu 70% Durchseuchung ist es ja kein langer Weg... Rechne mal die Sterblichkeit, die da ermittelt wurde, kein langer Weg und dann würdest du unter Quarantäne-Bedingungen mit einem voll funktionsfähigem Medizinsystem etwa 200.000 Tote haben in Deutschland. Auf einen Schlag. Das sind 100 mal mehr als im Moment. Und das nur unter Bedingungen, die gut sind. Damit 200.000 Leute auf 10.000 Intensivstationen innerhalb von jeweils drei Wochen sterben können, kannst du dir ausrechnen?

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    Also ich war heute mit dem Rad unterwegs. Die Radwege alle brechend voll, dennoch haben die Leute versucht Rücksicht zu nehmen. Nur ein Rennradfahrer ist ohne zu Rufen oder zu klingeln so dicht an mir vorbei das er mich schon fast berührt hätte.
    Ansonsten aber alles total rücksichtsvoll.
    Zum Glück gibt es bei uns im Supermarkt keine Wagen-Zwang. Ganz entspanntes einkaufen, nur die Schlange ist länger, weil mensch ja Abstand einhalten möchte und soll. Und natürlich wegen Ostern.
    Die Leute mit Maske sind in Promille-Bereich zu finden. Handschuhe sehe eigentlich gar nicht.

    kein langer Weg und dann würdest du unter Quarantäne-Bedingungen mit einem voll funktionsfähigem Medizinsystem etwa 200.000 Tote haben in Deutschland. Auf einen Schlag.

    Hast Du das von dem Lesch? Meiner Meinung nach total unwissenschaftlich. Aber gut, über Wissenschaft kann mensch ja streiten.

    Es ist doch total unwissenschaftlich zu sagen, dass 5% der Infizierten beatmet werden müssen. Woran liegt das? Wird das einfach abgezählt?

    Es muss doch darum gehen in der Bevölkerung eine möglichst gute Immunabwehr aufzubauen. Das und nicht die Isolation aller müsste das vorrangige Ziel sein.
    Aber genau das wird ja gerade verhindert.
    Wir arbeiten gerade eigentlich daran, die Zahl der potentiellen Toten immer weiter zu erhöhen.
    Die ganzen Risikogruppen, auch die jüngeren Leute, die gar nicht mehr rausgehen
    Die also gerade nicht nur vom SARS-Cov-2 isoliert werden, sondern von praktischen jeden bakteriellen und virulenten Kontakt.

    Hier in NRW ist das zum Glück anders, da laufen gerade die Älteren jeden Tag spazieren, etc. Sie machen es richtig, sie stärken ihr Immunsystem.
    Und trotz dieses relativ lockeren Umgangs hier in NRW steht NRW was die Zahlen angeht, im Vergleich zu den Hardliner Bayern und BaWü relativ gut da.
    Schon mal daran gedacht, dass dies gerade eine Folge dieser extremen Quarantäne sein könnte?
    Das der Virus sich nicht so schnell von dem einen auf den anderen Übertragen wird, hat die Studie aus Heinsberg gezeigt, dass aber intensiveres Zusammensein das Übertragungsrisiko erhöht ist klar. Wie ist das wenn mensch in Familien in den Wohnungen zusammengepfercht wird?

    Ich gehöre nicht zu denjenigen die Fußballplätze, Konzerte, Biergärten, Kinos, etc. wieder öffnen möchte. Aber etwas mehr soziales Leben sollte doch wohl wieder möglich sein. Vor allem wenn sowohl die Zahlen wie auch diese Studie erhebliche Zweifel nach der Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahmen wecken.
    Die wirtschaftlichen Folgen sind immens und auch diese werden noch zu einigen Opfern führen und zwar weltweit, selbst in Bereiche, an die wir gerade noch nicht denken. Aber das ist in diesen Punkt nicht mein Hauptfokus.
    Ich bin davon überzeugt, dass es viel fataler ist, den Virus immer länger aufzuhalten.
    Das macht nur Sinn, wenn wirklich schon Im Sommer oder so ein Mittel zur Therapie gefunden wird.

    Ansonsten kommen wir um eine schleichende Immunisierung nicht drumherum.

    Hier in einer der größten Klinken des Landes wird versucht die Intensivbetten-Zahl von 100 auf 250 zu erhöhen.
    In den Medien wird da immer von Beatmungsgeräten gesprochen, aber viel entscheidender können die Dialyse werden.
    Denn, etwa 40% der PatientInnen, bei denen hinterher fast die Lunge kollabiert brauchen auch eine Dialyse. also versagen oft auch die Nieren.
    Zur Zeit werden dort 26 PatientInnen intensiv versorgt, wobei die nicht alle an einem Beatmungsgerät sind. Davon sind 11 dialysepflichitg.
    Also ist alles "noch" im grünen Bereich.
    Aber es wird mit einem Sturm gerechnet. Egal wann, er wird kommen.
    Zur Zeit rechnet man dort mit dem Sturm im Sommer. Da gibt es schon komplette Urlaubssperren. Während jetzt über Ostern noch Urlaub genommen werden konnte.
    Was heißt das?
    Weil wahrscheinlich bis Sommer noch immer keine hinreichende Immunität erreicht wurde, wird der Epidemie sich halt da dann exponentiell ausbreiten.

    Dieses exponentielle ist auch so ein Kampfbegriff geworden. Ja, Viren und Bakterienpopulationen breiten sich ohne Gegenmittel oder Immunität exponentiell aus. Das ist logisch und war nie anders.

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Ich habe das nicht von Lesch, sondern von der Pressekonferenz heute - ich kann selbst rechnen, wenn ich die Zahlen auf die Bevölkerung der Bundesrepublik rechne. Brauche ich keinen Lesch für. Den Lesch kenne ich übrigens auch erst seit der Corona-Krise, weil ich keinen Fernseher habe. Ist mir hier mal empfohlen worden. Was ich gesehen hatte, da hat der ganz gut für ein breites Publikum erklärt. Aber ich habe keine Ahnung, was der sonst jetzt von sich gibt.
    Nein, das habe ich nicht geklaut, das kann sich jeder selbst ausrechnen. Dazu sollte man halt die Pressekonferenz gesehen haben (hatte ich als Streaming von der SZ, wo ich zufällig nach einem spezifisch bayerischen Problem gesucht hatte).
    Es geht nur um die Sterblichkeit aus der neuen Studie in Heinsberg. Wenn du die hochrechnest und annimmst, jeder stirbt auf der Intensivstation (wir haben ein gutes Gesundheitswesen...)

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    @Helmar Wodtke: Sorry, ich wollte Dir nicht unterstellen, dass Du nicht rechnen kannst. Aber jetzt bitte sage mit mal die Grundlage Deiner eigenen Rechnung. Bitte mal ganz detailliert, damit ich die nachvollziehen kann und dann auch genau zu den einzelnen Faktoren etwas schreiben kann.

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Du hast etwa 0,37 % Sterblichkeit bei Infizierten.
    Dann bist du bei knapp 300.000 bei der 80 Millionen-Bevölkerung in Deutschland.
    Das nehme ich mal 2/3 für die Durchseuchung. Sind 200.000.
    Dann nehme ich die Zahl, auch heute verkündet, von 10.000 freien Intensiv-Betten.
    Reicht dir das?

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Achso, ist aber schon gesagt, ich geht von 30 Tagen Intensivbetreuung aus. Ist eine Zahl, die aus China kommt. Dort ist was die Zeit wohl zwischen sehr kurz und 6 Wochen, im Schnitt halt etwa 3.

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Achso, die Intensivbetreuung auf beatmungsfähigen Betten ist kürzer als die Intensivbetreuuung an sich. Die Leute sind länger im Krankenhaus, als sie wichtige Maschinen blockieren.

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    Moment, moment, so einfach ist das nicht.

    Du bist jetzt bei einer Durchseuchung von 2/3? Woher hast Du diese Zahl.
    Das wäre ja Herdenimmunität.

    Nein, so kannst Da das eben nicht rechnen.
    Erstens wenn Du 0.37% mal der Bevölkerung rechnest, dann gehst Du davon aus, dass alle Menschen in Deutschland dieses Virus haben.

    Und wenn Du dann später von 75% Immunität ausgehst, dann heißt das nicht, dass alle diese Krankheit hatten, sondern mit dem Virus in Kontakt gekommen sind.
    Genau so hat der Lesch aber auch gerechnet ;) Sorry, dieser Seitenhieb musste sein.

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Es ist eine Eigenschaft dieses Virus, dass man ihn bei einem großen Teil nicht bemerkt. Leschs Rechnung kenne ich nicht.
    Eher rechne ich optimistisch, was das Medizinsystem angeht, weil ich mal vereinfacht habe und gesagt habe, jeder auf der Intensivstation stirbt. Das könntest du kritisieren, wird dann aber noch schlimmer für das Medizinsystem.

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    Die Leute sind länger im Krankenhaus, als sie wichtige Maschinen blockieren.

    Da geht es weiter. Wie lange brauchen die Leute die Maschinen. Auh das kann mensch so einfach nicht rechnen. Es gibt Leute, die brauchen die nur ganz kurz und andere brauchen sie lange.
    Nein, so kannst das einfach nicht gerechnet werden. Hilfe.

    Es geht da ja z.B. um den R0 Wert. Das ist die Basisreproduktionsrate des Virus. Also die ist für die Verbreitung entscheidend.
    Diese berechnet sich aus.

    R0 = Population * Ansteckungsrate / Immunitätsrate

    Wenn Du jetzt also von so einen hohen Grad der Durchseuchung ausgehst und dann die Krankheit in 90% der Fälle harmlos verläuft. Dann wirst Du da im Nenner eine immer größere Zahl haben, was die Ausbreitung eben verlangsamt.

    Da ist einfach immer so, das ist übrigens nicht die Herdenimmunität, die ja erst bei 70-75% liegt. Diese Immunitätsrate verlangsamt auch schon bei 11-13% die Ausbreitung.

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Doch, es geht im Moment darum, ob die Maschinen blockiert sind. In Deutschland noch nicht, Italien war das schon - die hatten zu wenig.
    Bei der Rechnung hier geht es eher darum, wann wir zu wenig haben. Bei einer schnellen Durchseuchung ist das schnell da. Schneller als uns lieb sein kann.

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    Ja, da stimme ich Dir jetzt auch zu. Darum geht es um die Auslastung. Aber bitte dann muss Du nicht solche komischen Rechnungen mit den Todeszahlen machen. Wofür ist das gut?
    Und in den Medien wird wie gesagt immer nur von den Beatmungsgeräten geredet, es könnte aber gut sein, dass es schon viel früher an Dialyse-Geräten hapert.

    Jetzt aber noch mal zur Theorie.

    Meine Rechnung von oben.

    R0 = Population * Ansteckungsrate / Immunitätsrate

    Population kannst Du als Anzahl der Kontakte bezeichnen. Und genau das ist es ja was wir gerade versuchen, wie versuchen die Kontakte zu beschränken um die Ausbreitung zu verlangsamen.
    Das ist ja auch logisch.

    Jetzt kommt es aber. Irgendwann wenn die Maßnahmen aufgehoben werden, dann hast Du das gleiche.

    Die Population, also die Kontakte werden wieder zunehmen. Es kommt also zum gleich-starken exponentiellen Wachstum.

    Es würde eigentlich nur dann Sinn machen, wenn in der Zeit, wo wir Runterfahren, die Immunitätsrate ausreichend steigt.
    Und ob Du mir das jetzt glaubst oder nicht, genau das ist auch die Strategie. Es laufen ja die ganze Zeit diese Begegnungen. Auf der Arbeit, im Supermarkt, etc.
    Die sind bewusst eingeplant und das ist auch richtig so.
    Denn nur so, kann die Immunität zunehmen.

    Das mit der Auslastung der Krankenhäuser war natürlich auch sinnvoll, weil so mehr Zeit verblieben ist, die Kapazitäten der Krankenhäuser aufzubauen.
    Es werden z.B. Leute aus der Rente und so geholt, damit mehr Personal zu Verfügung steht.
    In dieser Hinsicht finde ich ja auch, dass die Maßnahmen, zumindest ein großer Teil davon positiv waren.

    Jetzt aber hier in Schockstarre zu verfallen und auf den großen Impf-Guru zu warten, das kann meiner Meinung nach nicht Sinn der Sache sein.
    Und zumindest die Krankenhäuser, die mit dem Peak im Sommer rechnen scheinen an diesen rechtsseitigen Guru auch nicht glauben zu wollen.

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Natürlich wird im Moment auf Immunität gefahren. Das Virus ist entfleucht, jetzt geht es um Schadensvermeidung.
    Wir haben jetzt auch schon viel geopfert an Wirtschaft - aufmachen ohne Immunität geht gar nicht. Wir brauchen entweder ein gutes Heilmittel, wo dann nicht wochenlang die Intensivbetten belegt werden, oder später auch eine Impfung, die aber noch wesentlich zu weit weg ist. Man muss also einen Zwischenweg finden. Baumärkte auf, kleine Geschäfte auf (warum hat die Änderungsschneiderei zu? Kommt doch eh niemand...) Gartenmärkte auf. Usw. Alles neue Infektionsvektoren, die aber nur gering die Gesamtzahl erhöhen werden. Was es nicht geben wird, ist Oktoberfest oder Rock im Park... Schulen aufmachen halte ich im Moment noch für zu früh: 2 Wochen später, mindestens und dann auf Notprogramm, wo die Kinder nur 2 Stunden am Tag haben. Unis sollten das Semester dicht bleiben. Man kann die Semesterferien nutzen, um Bibliotheken und Mensa wieder aufzumachen. Was da alles geregelt werden muss - etwa für ausgefallene Veranstaltungen ist was anderes. Die Nicht-Überlastung unseres Medizinsystems ist jedenfalls was wert. Und "sind doch nur Rentner die sterben" kann es es nicht sein.

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    Man muss also einen Zwischenweg finden. Baumärkte auf, kleine Geschäfte auf (warum hat die Änderungsschneiderei zu? Kommt doch eh niemand…) Gartenmärkte auf. Usw. Alles neue Infektionsvektoren, die aber nur gering die Gesamtzahl erhöhen werden. Was es nicht geben wird, ist Oktoberfest oder Rock im Park…

    Da bin ich absolut bei Dir. Und obwohl ich großer Fußball-Fan bin, wenngleich nicht von den Profi-Ligen, bin ich auch für kein Fußball mehr vor Publikum bis ende des Jahres.
    Aber natürlich sollen die kleinen, f - d Jugend wieder spielen können, muss ja kein Wettbewerb sein.

    Was die Schulen angeht. Bin ich zwiegespalten.
    Ich denke ganz am Anfang einer Epidemie sind die Schulen ein wichtiger Übertragunsherd. Nicht nur die Schulen, sondern auch der Weg zu Schule ,etc.
    Deshalb wäre es, meiner Meinung nach sinnig gewesen, dieses schneller zu schließen.
    Jetzt wo die Epidemie sich aber ausbreitet, halte ich es für eine gute Idee, die Schulen unter kontrollierten Bedingungen, vielleicht nicht alle gleichzeitig und vielleicht auch nur alle zwei Tage oder so wieder zu öffnen.
    Am besten wäre es natürlich, wenn Lehrpersonal schon immun wäre.

    2 Wochen später, mindestens und dann auf Notprogramm, wo die Kinder nur 2 Stunden am Tag haben. Unis sollten das Semester dicht bleiben. Man kann die Semesterferien nutzen, um Bibliotheken und Mensa wieder aufzumachen.

    Ja, klingt nach einen Plan.

    Die Nicht-Überlastung unseres Medizinsystems ist jedenfalls was wert. Und “sind doch nur Rentner die sterben” kann es es nicht sein.

    Das ist doch klar. Weiß Du was mich immer so ärgert. Dieses ständige Moralisieren.
    Was ich hier auf Diaspora erlebe, hat mich wirklich umgehauen.
    Da denken Leute von sich, sie sein moralisch besser und dabei geht es ihnen nur um ihren Arsch und den Arsch von lieben Bekannten.

    Mit geht es immer um Menschen und nicht um irgendwelche Reichtümer oder so. Mir geht es deshalb auch nur sekundär um die Wirtschaft, weil diese eben viele Menschen versorgt.
    Mir geht es aber um Leben, ich möchte nicht vegetieren und ich möchte auch nicht, dass meine Mitmenschen dies tun.
    Ehrlich, was ich hier seit der Corona-Krise von so manchen Menschen erlebt habe, macht mir Angst. Angst macht mir vor allen, weil sich diese Leute, obwohl sie sich auf den Pfad der dunkelsten Vergangenheit unsere Geschichte befinden, immer noch moralisch über andere Stelle. Wirklich Wahnsinn.
    Ich habe das ganze hier immer als Welle bezeichnet, weil ich nicht glaube das dies irgendwie gesteuert ist. Deshalb auch mein Avatar, aber in diesem Beitrag hier wird das auch ganz schön als Wahn dargestellt. Was meiner Meinung nach auch keine schlechte Bezeichnung ist.

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Ja, hat was von "Die Welle" ;) Natürlich. Und es sind auch Regelungen getroffen worden, die - nun - eher kontraproduktiv sind. Warum nicht Regeln für die Spielplatzbenutzung statt Sperrung? Schmierinfektionen verneint das RKI schon länger. Basis: unbekannt. Aber wenn schon, denn schon. Zumindest auf niedrig frequentieren Spielplätzen hätte man doch wenigsten eine oder zwei Familien zulassen können. Wie man das mit Anstehen usw. regelt, sieht man sich im Supermarkt an - dort geht es doch auch.
    Ich bin auch der Meinung, das Leben soll nicht komplett zum Erliegen kommen.
    Im Grunde kann man aus der Erfahrung raus nun auch nachdenken, was man machen kann.
    Ein BGE z.B. dürfte mittlerweile den Kritikpunkt "da macht doch keiner mehr was" nicht mehr haben: jetzt durfte keiner was und alle haben sich beschwert.
    Auch in der Corona-Krise darf der überlebende Mensch nicht vergessen werden. Und den kann man nun mal nicht einfach festbinden. Würde das reichen, müssten wir uns nur 14 Tage oder so festbinden lassen, wer dann an seinem Kreuz noch hustet oder niest, wird in Quarantäne genommen...

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    Zumindest auf niedrig frequentieren Spielplätzen hätte man doch wenigsten eine oder zwei Familien zulassen können. Wie man das mit Anstehen usw. regelt, sieht man sich im Supermarkt an - dort geht es doch auch.

    Da sprichst Du mir echt aus der Seele. Hier sind so winzige kleine Spielplätze in Mitten der Betonwüsten, wo vielleicht zwei oder drei Kinder gespielt haben. Eine Rutsche, eine Wippe und eine Schaukel, fett abgesperrt und die Tristesse strahlt einem nur so entgegen.
    Mit allem anderen in Deinem letzten Kommentar stimme ich Dir auch zu.
    Schön, dass man sich hier doch noch so sachlich und konstruktiv unterhalten/austauschen kann.

    Und, ich wollte nur noch mal am Ende sagen. Ich habe mich 2 Wochen komplett in der Wohnung alleine weggesperrt, als ich über drei Ecken mit einem positiv getestet in Kontakt gekommen bin.
    War aber nichts gewesen, nur solche Maßnahmen, also wirklich potentielle Risikoherde in ihrer Bewegung einzuschränken, am besten freiwillig, da bin ich durchaus für.
    Aber das hätte ich bei einer Grippe oder so jetzt auch nicht ganz anders gemacht. Vielleicht, hätte ich da schon mal innerhalb der 2 Wochen den Müll rausgebracht :)

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    +1 @ayesnays@framasphere.org ;)

    0
  • gi b
    gi b
    2020-04-09

    In meiner nahen Umgebung spielen Kinder mit ihren Eltern den ganzen Tag auf einem Privatgrundstück einschließlich grillen !
    Mir tun die anderen Kinder in der Nachbarschaft Leid, die keinen Hof oder Garten haben !
    Wie lange wohl noch alle stillhalten bevor die ersten Tumulte entstehen ?

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    @Gisela Busche

    Mir tun die anderen Kinder in der Nachbarschaft Leid, die keinen Hof oder Garten haben !

    Ja, diese Ausgangssperre ist wohl für allem für die Privilegierten erträglich. Ich kenne auch noch einige Leute ohne DSL-Anschluss und hier phantasieren einige Leute, die sich als besonders sozial geben immer davon, dass man auch virtuelle Kontakte halten kann. Ich glaube mit der eigenen Reflexion hapert es leider bei einigen.

    0
  • gi b
    gi b
    2020-04-09

    @ayesnays@framasphere.org
    Bist Du da jetzt nicht etwas zu streng ?
    Wenn man schon nicht mal mehr Familie besuchen oder empfangen darf, sind die virtuellen Kontakte besser als doof sitzen und glotzen …………...aber ja....Leute die keinen DSL -Anschluss haben sind leider total abgehängt !

    0
  • Christoph Heckenbücker
    Christoph Heckenbücker
    2020-04-09

    Hervorragend und eine mutige Entscheidung: Außervollzugsetzung von § 4a SARS-CoV-2 Bekämpfungsverordnung M-V (i. d. F. v. 8. April 2020) (Az.: 2 KM 268/20 OVG und 2 KM 281/20 OVG):

    https://www.mv-justiz.de/gerichte-und-staatsanwaltschaften/fachgerichte/verwaltungsgerichte/oberverwaltungsgericht/Aktuelles/?id=159255&processor=processor.sa.pressemitteilung

    Die Ablehnungen durch das Bundesverfassungsgericht bzgl der Verordnungen haben andere Gründe. In allen Urteilen wurde auch die schwerwiegende Eingriff in die Grundrechte gesehen. Wenn es nicht gegen die Verfügungen geht sondern die Änderungsbeschlüsse zum Seuchengesetz sehe ich die Lage ganz anderes. Freue mich auf die Verhandlung in Karlsruhe

    #wirwollenauchleben #keinlebenohnefreiheit #fuckcorona #freiheitjetzt #admatrix #seieinheld

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Ich muss sagen, ich bin privilegiert, mit einem großen Haus und großem Grundstück am Land. Keine Kinder (leider, ungeplant). Aber es ist auch da nicht einfach. Wir mussten z.B. einen Baum fällen lassen, der hätte beim nächsten Sturm gefährlich werden können - macht auch mal 700 EUR dazu. Ist erst bei der Gartenarbeit zur Entspannung aufgefallen. Meine Frau ist Dozentin an der Uni. Dort haben sie 2 Wochen vor Semesterstart gesagt, macht doch bitte mal Online-Unterricht. Sie ist LfBA (Lehrkraft für besondere Aufgaben) und macht den meisten Unterricht am Institut. Sie hat jetzt schon seit 20 Jahren auch eine Fernschule und Unterrichtsmaterialien, die auf Fernkurs angepasst sind. Andere haben das nicht und sind komplett überlastet. Hier in Sachsen haben sie nicht mal den Semesterstart verschoben. Weil irgendwie Vorbereitungszeit für 6 mal neue Fernkurse wäre ja praktisch gewesen. Es ist eine Zumutung. Im Grunde spendet meine Frau ihre Kurse, die in der Fernschule verkauft werden einfach mal so für das Corona-Semester. Aber das ist sie ihren Studenten auch schuldig. Denen geht es teilweise richtig dreckig, weil sie hat viele, die sich ihr Studium z.B. in der Gastronomie verdient haben. Da schwimmen im Moment Existenzen in eiskaltem Wasser und keiner wirft den Rettungsring. Es ist also auch für Leute mit viel Grund, großem Haus und eigentlich Spaß im Garten nicht alles einfach.

    0
  • gi b
    gi b
    2020-04-09

    Es ging mir Hauptsächlich um die Kinder , die sich nicht mal richtig austoben können @Helmar Wodtke
    aber natürlich haben wir mehr oder weniger alle unter dieser Freiheitssperre zu leiden ................Keine Frage !

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    @Helmar Wodtke & @Gisela Busche
    Also, vorweg ich sehe mich nicht als unterprivilegiert. Nicht, dass ich auch nur Balkon hätte, aber mir ist das alles scheiß egal, ich arbeite immer nur wenn Lust und kann mir davon dann auch ohne Amt immer mal wieder Freiheit gönnen.
    Aber worum es mit geht. Leute die privilegiert sind, die haben ganz bestimmt etwas weniger Stress jetzt als die anderen.
    Ich kenne viele Privilegierte, die stöhnen schon, obwohl sie Garten, Rutsche und Schaukel haben.
    Ich kenne aber auch Leute, die hier so auf einer Art Platte wohnen, wo kein Baum weit und Breit und wo die Schulhöfe oder die Spielplätze aber vor allem die Bolzplätze die einzige Abwechslung bieten.
    Soll man vielleicht nicht glauben, aber es gibt immer noch Leute die kein Geld für DSL haben. Wurde schon häufiger von Nachbar gefragt, ob sie nicht mein W-Lan Passwort haben könnten. Ich schenke denen aber lieber 20 Euro, als mein Passwort abzugeben, da bin ich paranoid.
    Ich hatte hier mal einen interessanten Text gepostet, der diese Privilegien ziemlich gut dargestellt hatte. Muss mal suchen....

    0
  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-09

    Ich hatte den Nachbarn dann einen eigenen Zugang mit eigenem AP eingerichtet, der hier nicht ins interne Netz kann @ayesnays@framasphere.org
    War zwar nicht von meinem Vertrag gedeckt, den an andere weiterzugeben, aber hier waren alle DSL-Leitungen schon vergeben. Ist aber schon einige Jahre her mittlerweile.
    In der Krise muss man sich auf jeden Fall helfen. Für den Zugang gibt es Lösungen, damit die nicht direkt in deinem Netz hängen - macht allerdings vllt. so etwas wie einen RasPi + USB-Netzschnittstelle. Ist dann aber nur vllt. 40 EUR oder so.

    0
  • gi b
    gi b
    2020-04-09

    Was machst Du denn beruflich ? @ayesnays@framasphere.org
    Könnte mir Journalist gut vorstellen !

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    @Gisela Busche: Also das war wirklich ernst gemeint mit meiner Muse. Ich war ursprünglich mal im Umweltschutz-Bereich tätig, aber zu konsequent und unangenehm, habe deshalb dann eigentlich schon alles mal gemacht. Jetzt habe ich schon länger keine Lust mehr und meine Ansprüche sind so minimal da reicht das Ersparte lange aus :) Witzig finde ich immer wieder nur, wenn hier Leute die mal eben über ein yt Video oder so von bestimmten Sachverhalten erfahren mich als dumm bezeichnen. Na ja, mittlerweile finde ich es nur noch lustig.
    Bin immer an wirklich sachlichen Austauschen interessiert, auch wenn es mal komplett weg von der Mainstream Ansicht ist.

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-09

    Also den Text finde ich nicht mehr.
    Aber nur mal so als Beispiel:
    In Frankreich müssen die Leute zur Arbeit, obwohl es dort quasi eine Ausgangsperre gibt. Amazon hat seinen Laden, trotz mehrere Corona-Fälle dort nicht dicht gemacht.
    In Deutschland sind es ja auch eher die Privilegierten die Home-Office machen und selbst VerkäuferInnen und Verkäufer im Supermarkt gehören wohl genauso wenig zu oberen Schicht, wie die PostbotInnen und PaketlieferantInnen.

    Ein schöner Textauszug aus der USA

    Plötzlich ist das Wohlergehen aller Mitglieder der Gesellschaft besorgniserregend, denn selbst die am stärksten marginalisierten Menschen können die Krankheit auf die oberen Ränge übertragen, indem sie zur Arbeit gehen, sich nicht testen lassen oder keinen Arzt aufsuchen.

    Dieses Coronavirus infiziert die Oberschicht, also werden sie nach Möglichkeiten suchen, sich zu schützen, aber es geht nicht darum, uns zu schützen.

    Quelle: https://blackagendareport.com

    Gut, ganz so weit wie in der USA sind wir hier nicht.

    Was die Isolierung der Alten angeht. Wie ist es, wenn alte Leute, mit karger Rente auf ihre <40 Quadratzimmerwohnung zu Hause hocken ohne Garten und Balkon.
    Wird diese Situation durch den Einkauf der vor die Tür gestellt wird besser?

    Zum Glück ist das hier in NRW etwas anders. Hier sind es gerade die älteren Leute, die Du draußen am häufigsten antriffst.
    Verständlich. Aber irgendwie an der Grundidee des shutdowns vorbei, oder?

    0
  • gi b
    gi b
    2020-04-10

    Warum bezeichnet man Dich als dumm ?
    Also ich nehme das nicht an ….eher im Gegenteil !
    @ayesnays@framasphere.org
    aber über welche Sachverhalte kommt denn diese dumme Annahme / Verurteilung ?

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-10

    @Gisela Busche: Ach da gibt es viele Sachverhalte. Letztens wollte mir jemand in dem er so ein ganzen Buch über PCR abgeschrieben hat, seine Intelligenz beweisen und das nur um meine Aussage, dass ein PCR-Befund noch nichts über eine Todesursache aussagt zu widerlegen.
    Hinterher, ohne auch nur auf ein Argument einzugehen, hat er mit diesen Geschreibsel und elenden Beleidigungen dann sogar dem Beitragersteller überzeugt. Ich war dann gleichzeitig dumm und Verschwörer,
    Ach ja und dann bezüglich den ewigen Vereinfachungen in Sachen Umweltschutz und neue Energieformen und die kritische Anmerkung darüber wer davon profitiert, da ist mensch dann halt wieder dumm und Verschwörer,

    Passiert aber wirklich nur hier. Im normalen Leben schätzen die Leute eher meine typische Art eine Sache nicht zu einseitig zu betrachten, sondern den Versuch stets kritisch zu reflektieren.
    Na ja, Dank der Krise ist privat gerade etwas eingeschränkt, deshalb gebe ich mir diese Dosis der Ignoranz hier halt gerade häufiger,

    0
  • gi b
    gi b
    2020-04-10

    Ich habe mir im Netz auch schon so Einiges "anhören " müssen ……..
    am Anfang war ich erschrocken wie Menschen, die mich überhaupt nicht kennen Urteile über mich fällen können...……...Inzwischen ist mir das ziemlich Schnuppe ,weil ich mich immer am besten kenne !
    Solche Menschen, die nur beleidigen und andere klein machen wollen, tun mir einfach nur Leid weil es ganz armselige Würstchen sind, die dadurch nur selbst größer sein wollen , in Wirklichkeit aber eine hohle Birne haben !!
    @ayesnays@framasphere.org

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-10

    @Gisela Busche: Ja, das Netz kann schon echt heftig sein. Es verändert und leider alle - auch passiv - und ganz bestimmt nicht zum Vorteil.

    Inzwischen ist mir das ziemlich Schnuppe ,weil ich mich immer am besten kenne !

    Ich verstehe wie Du das meinst, aber eben auch diese Art der Veränderung, dass mensch sich selber einen großen Panzer oder so zulegt, ist eine Veränderung, die ich nicht für vorteilhaft empfinde.
    Ich beginne sie bei mir selber auch schon zu erkennen.

    Natürlich, so lange wir da Draußen ein soziales und hoffentlich auch heterogenes Umfeld haben, wird das Netz keinen nachhaltigen Schaden anrichten können, aber gerade ist das halt eben etwas schwierig und wir viele Leute ist es auch ohne diese Krise schon ein sehr, sehr wichtiger Bestandteil ihres Lebens geworden.

    Ich finde es auf jeden Fall total klasse das sich das Gespräch mit @Helmar Wodtke genau noch in diese Richtung entwickelt hat, An andere Stelle, wo vormals auch etwas kritische Beiträge gepostet wurde, findet sich jetzt, nachdem diese Person auch hier schon heftig angegangen wurde, nur noch Mainstream.
    Der Mensch möchte eben Beteiligt sein, er möchte gefallen und nicht anecken.
    Ich denke die Tatsache, dass sich so wenige Leute hier öffentlich zu bestimmten Themen äußern, dass schnell ignoriert wird, etc. belegt das eindrucksvoll.

    Die Tatsache unangenehme Sachen zu filtern, führt eben sehr schnell zu einer einseitigen Sichtweise.
    Ich höre mir privat aber auch gerne eine komplett andere Seite an, obwohl ich selber, dass muss ich gestehe, eine sehr eigentümliche und krasse Sichtweise habe.
    Für mich gibt es da nur wenige roten Linien, die mit Menschenverachtung, Unterdrückung und Ungleichheit bezeichnet werden können.

    0
  • gi b
    gi b
    2020-04-10

    Mein Motto war und ist "Bleibe authentisch , im realen wie im irrealen Leben
    Leider verbergen Viele ihre eigentliche Meinung aus Angst vor Beleidigungen , oder beleidigen selbst massiv in der Anonymität ……………
    .beides finde ich schade ….denn es geht nichts über gegenseitigen Respekt und Akzeptanz von unterschiedlichen Meinungen , denn genau das macht eine gute Diskussion aus !

    0
  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-10

    denn es geht nichts über gegenseitigen Respekt und Akzeptanz von unterschiedlichen Meinungen , denn genau das macht eine gute Diskussion aus !

    Absolut richtig. Sehr schön gesagt und das sage ich Dir vor allem auch deshalb, wenn bei einem ersten Überfliegen unserer gegenseitigen Streams wir vielleicht feststellen, dass wir teilweise ganz andere Schwerpunkte bzw. Einstellungen haben.
    Eigentlich würde das Internet ja die Möglichkeit bieten sich anonym einmal wirklich mit den Gedanken, Ängsten, Träumen, Ideen, Gefühle, etc. von Leuten auseinanderzusetzen, denen man sonst im Leben wohl eher weniger begegnet.

    0
  • gi b
    gi b
    2020-04-10

    @ayesnays@framasphere.org
    Gegenteilige Schwerpunkte und Einstellungen machen schließlich auch den Reiz einer Diskussion aus............wenn wir alle die gleichen Interessen hätten wäre es doch ziemlich langweilig !

    Das wäre sicher eine gute Möglichkeit in der Coronazeit für seelische Erleichterung zu sorgen ...............wenn man sich denn traut .....ich würde absolut dazu ermuntern !!

    0