• ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-26

    Die eigene Freiheit sollte dort aufhören, wo man andere tötet.

    Dann bitte nicht mehr Arbeiten und nicht mehr Essen. Überall werden dabei Arbeitsgeräte oder Rohstoffe, Betriebsstoffe verwendet, die nur Ausbeutung und Tod von anderen Menschen zu uns gelangen. Da reich bereits jedes Produkt was irgendwo im Prozess Wasser benötigt, wenn in dieser Region Menschen an schmutzigen Wasser, etc. sterben.

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  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-26

    Vor allem kein einziges technisches Gerät mehr verwenden!

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  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-27

    @ayesnays@framasphere.org Das ist gegen den Virus wie beim Tauziehen: die Mannschaft, wo viele denken, sie müssen nicht ziehen, verlieren.
    Bei Autos oder auch Produkten wie Küchenmessern:
    Wenn ich ein Produzent oder Designer von Küchenmessern bin, handele ich nicht darum unethisch, weil ein bestimmter Anteil der Messer für eine Straftat benutzt wird. Mache ich als Hersteller allerdings Werbung damit, wie gut sich Menschen damit aufschlitzen lassen, dürfte hierzulande jemand einschreiten.
    Das Virus selbst greift den Einzelnen nicht direkt an. Sonst würde es sich nicht verbreiten. Es rechnet mit Egoismus. Darum kann es nur durch kollektives Handeln besiegt werden. Wenn nun Einzelne nicht gerne mit am Seil ziehen wollen, gefährden sie alle und sogar sich selbst. Das ist vergleichbar wie mit einer automatischen Waffe in eine Menschenmenge zu schießen: sterben doch nicht alle und der Schütze schon gar nicht...
    Beim Auto und Unfällen ist es so, dass niemand intendiert, dass ein Unfall passiert, auch wenn er passiert.
    Beim Virus ist bekannt was passiert, wenn man ihn einfach laufen lässt. Niemand macht das übrigens im Moment - weltweit nicht mehr.

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  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-27

    Achso, natürlich ist es auch unethisch, Kobolde zu foltern... Aber vllt. bringt dieses Virus in der Hinsicht auch etwas. Wobei, im Moment sind sich ja mal wieder alle selbst die nächsten...

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  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-27

    Es rechnet mit Egoismus. Darum kann es nur durch kollektives Handeln besiegt werden. Wenn nun Einzelne nicht gerne mit am Seil ziehen wollen, gefährden sie alle und sogar sich selbst. Das ist vergleichbar wie mit einer automatischen Waffe in eine Menschenmenge zu schießen: sterben doch nicht alle und der Schütze schon gar nicht…

    Wäre das dann nicht irgendwie das gleiche wie:

    Wenn wir die Gedanken von Leuten lesen könnten, dann könnten wir im vorher wissen, wann diese eine Straftat begehen werden. So können wir wir viel Leid und Elend und Menschenleben schützen.
    Und in der Tat argumentieren viele Leute so. Die meinen, wenn ständig jeder jeden überwachen kann, dann ist das ja nichts besonders mehr, dann fühlt man sich gar nicht überwacht. Trotzdem werden Morde und Straftaten verhindert oder aber wird der Täter / die Täterin sofort gefasst.

    Ich hatte da eigentlich auch schon heute Mittag einen Beitrag verfasst, der das ganz gut darstellt:

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  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-27

    Ich bin nicht für Überwachung @ayesnays@framasphere.org. Ganz einfach, weil das epidemiologisch nicht viel bringen wird. Das wird vllt. 50% der Handy-Benutzer vllt. sogar mal installieren. Aber die Nachteile sind größer als Vorteile. Im Grunde muss man so eine App per Zwang machen, damit sie überhaupt Wirkungen hat, die dann aber auch eigentlich nur technische Interaktionen statt wirklich sinnvolle Resultate liefern. Es geht ja um "Kontaktnachvervolgung". Klar, ich kenne das Spaziergängerpärchen von gestern (er hustete) auch nicht, die hier durch das Dorf marschiert sind und mit denen man drei nette Worte gewechselt hat. Im Grunde für solche Situationen wäre das sinnvoll. Aber ich schleppe ja mein Handy nicht mit zur Mülltonne und dem Gartenzaun. Ich vertraue jetzt mal drauf, dass draußen mit Abstand nichts passiert sein wird ;)
    Macht man die App zu "sensibel", sind wir sowieso bald alle in Quarantäne. Also nicht nur die "leichten" Beschränkungen im Moment.
    Eigentlich wird das mit der Kontaktnachverfolgung nicht funktionieren.
    Ansonsten bin ich komplett gegen die Aufgabe der Freiheit - ich bin dafür in Freiheit an einem Seil zu ziehen. Auch wenn das im Grunde unangenehm ist, was das für unser Leben bedeutet.
    Wichtig dafür ist, dass Maßnahmen ordentlich begründbar sind. Also nicht diese 800qm-Scheiße, weil vllt. wäre eine weniger als 400qm-Regelung eigentlich angebrachter (dann haben auch viele Einkaufsmeilen quasi zu, weil dort viele kleine Shops sind - ergo kein Gedrängel in den Gängen).
    Im Moment wird Politik gemacht mit der akzeptablen Anzahl an Toten durch dieses Virus. Ähm, zum Nachdenken auch: https://taz.de/Uebersterblichkeit-durch-Corona/!5681183/

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  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-27

    @Helmar Wodtke: Mir geht es in erster Linie nicht um Geschäfte, sondern Leben. Also sich draußen frei bewegen dürfen, was hier in NRW zum Glück die ganze Zeit möglich war. Aber auch mal wieder mit mehr als zwei Leute, gerne auch mit Abstand oder so, sich zu treffen und Spaß zu haben.
    Mir geht es um die Öffnung von Spielplätzen und Bolzplätzen, mir geht um ein ganz normales Leben. Begegnungen mit anderen ermöglichen. Verlieben, flirten, streiten, etc. all das was Lebendigkeit ausmacht wieder zuzulassen.
    Sorry, aber TAZ wir von mir konsequent ignoriert. Das ist etwas persönliches, kann die Entwicklung dieses einstigen linken, alternativen Zeitung hin zum neoliberalen Mainstream nicht mehr ertragen.

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  • Helmar Wodtke
    Helmar Wodtke
    2020-04-27

    @ayesnays@framasphere.org Ja, will ich auch gern haben. Aber kann man nicht wenigstens 3 Wochen warten, bis sich Zahlen auch mal über einen Zeitraum stabilisieren? Hier in Leipzig hat die Uni-Leitung bis heute früh noch nichts darüber gesagt, ob sie an dem Plan festhalten ab 4. Mai wieder Präsenz-Unterricht zu haben... Also das wird schon vom Land aus nichts, aber die lassen hier die Leute hängen. Warum sagen die nicht wie überall anders, das Semester ist "online". Man muss sich auch vorstellen, dass Online-Unterricht sehr anstrengend ist, wenn man gleichzeitig Konzepte, Lehrmaterialien und Korrekturen machen muss. Vorbereitet war da ja nichts generell. Wenn morgen dann plötzlich wieder alles offen ist, hast du den Witz, wo einer über einem Puzzle sitzt und "Ich bin noch nicht fertig" in Bezug auf Öffnungen sagt.
    Klar, wir wollen alle wieder völlig unbelastet kommunizieren, zusammen spazieren, Leute treffen, Grillen usw. Letzteres besonders im Sommer.
    Aber das Virus ist noch da, auch wenn eben gilt "There is no glory in prevention".
    Einige Politiker machen im Moment übrigens nicht unbedingt gute Jobs. Also warum die Leute die CDU mehr wählen würden, kann ich mir nur mit Stockholm-Syndrom erklären...

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  • ayesnays@framasphere.org
    ayesnays@framasphere.org
    2020-04-27

    @Helmar Wodtke: Das Problem ist, dass wenn überhaupt eine Gefahr nur bei Großveranstaltungen wie ÖPNV, Arbeiten, Einkaufen ,etc. aber auch Konzerte, Fußball, etc.bestand. Also alles nur kommerzielle Sachen.
    Aus diesem Grunde wurde aber das ganze öffentliche Leben gekillt.
    Kinder dürfen ihr Freunde nicht mehr sehen, gerade in diesen Jahren extrem wichtig. Angehörige ihr alten und sterbenden Liebsten nicht mehr. Ein Freund darf gerade nicht dabei sein, obwohl sein Frau ein Kind erwartet.
    Ein bekannter darf seine demente Frau nicht mehr sehr, die ihn danach vielleicht gar nicht mehr erkennen wird.
    Junge Leute dürfen sich nicht mehr verlieben.
    Bei nicht intakten Familien werden Jugendliche oder Frauen der Pein ohne Hilfe ausgesetzt.
    Also mir geht es nicht um Business as usual, obwohl ich leider auch da denke, dass der Shutdown weltweit mehr Opfer fordern wird als der Virus direkt.

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