• Harka
    Harka
    2020-11-09

    Vielleicht, wenn die USA fertig sind mit "Count the Votes!". :-p

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-09

    dass dir, als demokraten, das "vielleicht" keine sorgen bereitet ........

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  • Harka
    Harka
    2020-11-09

    Nein, bereitet mir keine Sorgen. Ein Eingestaendniss einer Wahlniederlage/Gratulation an den Sieger ist zwar guter Ton und 'gehoert sich so', aber ist optional im Wahlprozess.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-09

    das eingestehen der eigenen niederlage gehört für dich nicht zum demokratischen prozess? interessante sichtweise, wenn also trump die notwendigen machtmittel zur verfügung hätte, dann wär es auch ok, wenn er sich im wh verschanzen würde?
    mir geht es nicht um eine "gratulation", sondern darum, wahlergebnisse als solche auch anzuerkennen, für mich klingt das eher nach DEM kernelement demokratischer herrschaft, oder siehst du einen unterschied zwischen "wahlergebnis anerkennen" und "eigene niederlage anerkennen"? wie schon mal erwähnt, ich verstehe deine denkweise bei solchen dingen nicht, ich würde die aber gerne verstehen können

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-09

    für dich ist also "wahlergebnis anerkennen" "optional im wahlprozess"?

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-09

    und als ich noch jünger war, waren es ja in der regel konservative, die sich positiv auf anstand&guten ton berufen haben, aber du hast recht, DAS ist dann wirklich nur ne form-frage und keine wirklich inhaltliche

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  • Harka
    Harka
    2020-11-09

    Nun, ich bezog mich auf: "Die Verlierer von US-Präsidentschaftswahlen erkennen ihre Niederlage öffentlich an - das ist seit 1896 Tradition."

    In der Tat "Tradition". Aber kein gesetzlich vorgeschriebener Vorgang. Natuerlich wuerde dies grosse Fragen aufwerfen und tut dem 'continuity of government' keinen Gefallen. Wenn jedoch eine Wahl korrekt ablief, die Zaehlungen End-zertifiziert sind, die Electoren ihre Stimmen abgaben und das Ganze evtl. sogar gerichtlich bestaetigt wurde, dann ist selbst eine Person, die das nicht anerkennt, einfach nicht mehr im Amt ab offiziellem Termin. Insofern ist ihre persoenliche Meinung darueber irrelevant.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    eben nicht, wenn trump weiterhin darauf beharrt und sich im WH verschanzt, würde seine entfernung mit sicherheit auch zu unruhen führen und mir scheint, als würdest du meine frage nicht beantworten wollen, ist das anerkennen von wahlergebnissen teil des demokratischen wahlprozesses oder ist das nur optional?
    wenn ein kandidat öffentlich erklärt, das ergebnis einer wahl nicht anzuerkennen, ist das eine gefahr für den wahlprozess, oder etwa nicht?

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Die Frage wurde ganz klar beantwortet: die Anerkennung durch eine Person ist optional! Egal wer.

    Wichtig ist, dass der Prozess funktioniert und genau deshalb bin ich der Meinung, dass jegliche Vorwuerfe von Wahlmanipulationen genauestens angeschaut und geprueft werden, damit der Prozess als solches vertrauenswuerdig bleibt!

    Ist die Nichtanerkennung auf Praesidentenwahl-Ebene politisch und sozial eine Gefahr, die fuer Unruhen sorgen kann/wird? Klar! Genau deshalb wird ja 'die Tradition' so gepflegt, um genau diesen moeglichen Sprengstoff zu entschaerfen.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    also ist trumps handeln eine gefahr für den demokratischen wahlprozess? bzw hat sprengkraft? fändest du unruhen irgendwie cool oder wie ist dein

    Vielleicht, wenn die USA fertig sind mit “Count the Votes!”. :-p

    zu deuten, also vorallem das ":p"?

    ps dass man das "nicht tun kann" ist mir absolut klar, zeigt trump ja gerade, ich frage nach deiner wertung, nicht danach, ob das gesetzlich vorgeschrieben wär oder ob es technisch machbar ist, ich will wissen, was du dazu denkst, wie du sowas wertest.
    betrachtetst DU das anerkennen von wahlergebnissen, und damit auch von einer wahlniederlage, als teil des demokratischen prozesses oder nur "optional"?

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Das :p ist mein Sarkasmus darueber, dass noch vor einer Woche Trump medial gesteinigt wurde, als er meinte Sieger zu sein und dies so kundgab. Jetzt macht Biden genau das Gleiche, vor Abschluss des Prozesses, und die gleichen Medien steinigen Trump wieder, weil er 'die Wahl/den Sieger' noch nicht anerkennt! Ist eine sagenhafte Heuchlerei und die geht jetzt schon 4 Jahre lang so.

    Meine Meinung zum Anerkennen solcher Prozesse habe ich bereits mitgeteilt. Ich warte, im Gegensatz zu vielen anderen, jetzt erst mal ab wie sich das weiter entwickelt. Biden hat noch nicht offiziell irgendwas gewonnen und deshalb 'muss' D. Trump auch noch nichts anerkennen, wenn ueberhaupt. Wenn alles geregelt ist und als korrekt empfunden, so waere es mein Wunsch, dass die Uebergabe des Amtes ebenso geregelt und korrekt verlaeuft. Nicht wegen der involvierten Personen, sondern aus Respekt vor dem Amt selbst.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    naja, mit mehreren tausend stimmen unterschied und 4 staaten, wo er offiziell vorne liegt, laut amtlichen auszählungen und ja, eine woche später (!) und wenn du deine meinung schon kundgetan hast, dann zitier dich bitte noch einmal, ich bin offensichtlich zu dumm, um es zu finden, wie du trumps verhalten wertest

    ps und ja, du hast völlig recht, die auszählung läuft noch, aber das ist nicht die frage, auch nicht ob es juristisch vorgeschrieben ist oder ob trump die wahlen juristisch überprüfen darf, das ist alles nicht das thema, sondern wie du es WERTEST, wenn trump NACH der auszählung und NACH der juristischen überprüfung des auszählens seine niederlage nicht offiziell anerkennt.
    denkst du, dass das anerkennen von wahlergebnissen (nach auszählung und überprüfung) TEIL DES DEMOKRATISCHEN WAHLPROZESSES IST

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Da Vorwuerfe von Manipulation vorliegen, kann ich Trump und sein Team verstehen, wenn sie es als laufenden Prozess ansehen und sich nicht zum Zwischenergebnis aeussern. Insofern war seine 2.30am Ansprache vor einer Woche zu seinen Gunsten wohl auch in der Hinsicht kontraproduktiv (haben wir schon diskutiert). Die 'Wahl' Biden's noch nicht anzuerkennen machen uebrigens auch Russland, China usw. und das ist auch richtig so. Giuliani hatte voellig recht, dass die Medien hier nicht entscheidend sind.

    Wie ich werte, was eventuell sein koennte ist mir zu spekulativ. Frag mich doch, falls/wenn es so weit ist.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    an der frage ist doch absolut gar nix spekulativ?

    denkst du, dass das anerkennen von wahlergebnissen (nach auszählung und überprüfung) teil des demokratischen wahlprozesses ist?

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Ich meine, dass das Anerkennen oder Nichtanerkennen, genau wie waehlen oder nicht waehlen, eine individuelle Entscheidung ist. Es sei denn, man ist in einem Amt, wo man auf prozessualer Ebene damit arbeiten muss, aber selbst dann kann man persoenlich eine andere Meinung haben.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    wieso soll ich mich mit einem opponenten auf eine mehrheitsentscheidung einigen, wenn die gegenseite sich offen hält, ob sie sich dran hält oder nicht? du denkst also, ein anerkennen des demokratischen ergebnis, ist keine vorraussetzung für einen demokratischen prozess? also würdest zb auch erdogan als einen demokraten bezeichnen?

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    ob ich mich an mehrheitentscheidungen halte bzw mich daran orientiere, ist halt eine ganz individuelle entscheidung?
    btw um eine WERTUNG dieser entscheidung, scheinst du dich irgendwie auch zu drücken, oder?

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Natuerlich ist ein Konsens noetig fuer Demokratie als solches! Das ist ja eigentlich die Idee davon. Falls im Extremfall die Mehrheit der Leute diese Anerkennung oder Beteiligung im spezifischen (z.B. Wahlen) oder generell verweigert, ja, dann muss man sich nach alternativen Formen umschauen, die besser passen. Letztendlich geht es um Menschen, die ihr Zusammenleben gestalten wollen/muessen und da gibt es wohl keinen 'richtigen' Weg, aber sicher einige bessere als andere.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    oder noch einfacher negativ

    kein anerkennen des wahlergebnis, kein demokratischer prozess

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Ebenso einfach: Stell Dir vor es sind Wahlen und keiner geht hin.

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Wie siehst Du denn dieses Thema?

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    ich bin kein demokrat, aber wenn man sich auf demokratische prozesse beruft, halte ich das anerkennen der demokratischen mehrheit, für den kern des demokratischen prozesses.
    in den usa ist das halt auch besonders kompliziert, weil das system, um diese mehrheit zu ermitteln, das prozedere, fast 250jahre alt is und zb das electoral college die wahlstimmen in absoluten zahlen auch stark verzerrt und die wahlen ja auch jeweils sache der bundesstaaten is und überall so n bissl anders.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    ich denke ja, dass politik in erster linie auf der strasse, bzw in massenhafter politisch-theoretischer arbeit besteht, also organisierung und bildung, wahlkämpfe können halt räume für politische interventionen und debatten öffnen und ganz individuell persönlich emotional, freu ich mich schon darauf, dass trump mit hoher wahrscheinlichkeit in den knast gehen wird, aber das letzte is nur ne persönliche vermutung und häme, der hat mich schon auch genervt

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    bin ja so n bissl gespannt, wen trump vorher noch so alles begnadigen wird

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    ich bin kein demokrat, aber wenn man sich auf demokratische prozesse beruft,
    halte ich das anerkennen der demokratischen mehrheit, für den kern des
    demokratischen prozesses.

    Ich nehme mal an, das beantwortet Deine Frage: "ob ich mich an mehrheitentscheidungen halte bzw mich daran orientiere, ist halt eine ganz individuelle entscheidung?".

    Wenn ich richtig interpretiere, dann siehst Du die 'demokratischer Mehrheit' (was auch immer sie beschliessen oder waehlen mag) nicht als bindend fuer Dich auf individueller Ebene?

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    nein, ich denke das mehrheit kein rationales argument für oder gegen etwas ist, aber es gibt umstände, in denen ich mich mehrheitsentscheidungen "unterwerfe" und diese auch entgegen meiner persönlichen position inhaltlich verteidige, alles eine frage des kontext oder des zwecks.
    wie gesagt, ich bin kein demokrat, aber je nach materiellen verhältnissen trage ich auch mehrheitsentscheidungen überzeugt mit

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    um dir mal ein beispiel zu geben, ich wohne in einem hausprojekt, welches einer genossenschaft gehört, einmal im monat trifft sich der aufsichtsrat, in dem ich als hausvertreter sitze, n bissl wie der us-kongress in klein.
    wenn wir jetzt zb im haus n neues hoftor haben wollen, wird darüber beim hausplenum diskutiert, da versuchen wir alle auf einen gemeinsamen punkt zu kommen, also konsens, nervt, ist anstrengend und funktioniert nur meistens, manchmal gibtz mehrheitsentscheidungen und auch wenn ich dann zb gegen ein neues hoftor bin, aber die mehrheit dafür, dann will ich beim aufsichtsrat auch so ein tor haben, in dem fall halte ich ein demokratisches vorgehen, für den zweckdienlichsten weg

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    OK, das kann ich nachvollziehen. Sehe das sehr aehnlich.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    btw wäre ich demokrat, fände ich das, was trump in den usa gerade tut, hochgradig gefährlich, weil es den grundlegenden konsens in frage stellt und für linke und radikale linke fängt die arbeit in den usa gerade erst richtig an, denn entgegen der trumpschen propaganda sind die us-democrats nun leider so gar nicht links, so ähnlich wie hier spd&grüne

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Deshalb finde ich es wichtig, dass die Vorwuerfe adressiert werden und Transparenz Einzug haelt. Nur so kann der gesellschaftliche Konsens namens 'Demokratie' weiter bestehen.

    Die Republikaner sind uebrigens auch nicht die 'rechte', halb-faschistische Partei wie uns immer weisgemacht wird. Die breite Masse unterscheidet sich nur wenig, in Einzelthemen, von Demokraten.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    und ich denke, genau da irrst du, wie die us-republicans unter trump auf demokratische prozesse gekackt haben, hat me recht klar gezeigt wie die ticken, ob du das jetzt eher als rechtspopulistisch, illiberal-autoritär oder proto-faschistisch bezeichnest, is mir da recht wumpe und mit den q-millizien hat trump mittlerweile auch etwas, was ihn zu beginn noch von den klassischen faschismus-definitionen unterschieden hat, solange zb der supreme court so besetzt ist, wie er besetzt ist, ist der demokratische konsens mindestens sehr sehr fragil, ich hoffe ja, dass der unter bessseren bedingungen kippt, aber dazu müsste die radikale linke die eigentumsfrage klüger stellen

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Naja, toent auf D Seite auch nicht berauschend anders:
    https://www.wsws.org/en/articles/2020/11/09/elec-n09.html

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  • Harka
    Harka
    2020-11-10

    Trump ist ein Phaenomen fuer sich. Ich glaube, sogar die Republican Party war etwas ueberrumpelt, wie am Ende alle, dass er sich so durchsetzen konnte. Es wird spannend werden, wie sie jetzt und in Zukunft damit umgehen.

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  • mrd_ill_be_back@diasp.org
    mrd_ill_be_back@diasp.org
    2020-11-10

    nein, das denke ich auch nich und wsws gehört definitiv zu dümmeren "linken" seiten

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