• pastorwilken@diasp.org
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    2021-03-23

    Aktiv werden.
    Bundesweit gehen nun auch wegen Corona mehrere evangelische Geistliche auf die Straße, um ihrer Forderung nach einem arbeitsfreien Sonntag Nachdruck zu verleihen. Mit den Protesten wollen sich die Pfarrer und Kirchenbedienstete endlich gegen einen arbeitsrechtlichen Anachronismus wehren, der sie seit Jahrhunderten zwingt, “ausgerechnet am Tage des Herrn” zu arbeiten. Sollten die großen Kirchen nicht einlenken, drohen Streiks und Gottesdienstverweigerung.

    Auch eine Verlegung des Gottesdienstes auf Dienstag ist denkbar
    “Zu lange haben wir das mitgemacht und uns Sonntag für Sonntag zur Arbeit geschleppt”, erklärt der pries.di-Vorsitzende Reinhold Krämpf die missliche Lage. “Dass wir dabei auch noch gegen das 3. Gebot verstoßen, ist den Kirchen offenbar egal.” Der kaum eine Pfarrfrau will diese Strapazen mitmachen.
    Ob es tatsächlich zum Streik kommen muss, ist bislang noch ungewiss. Offenbar gibt es inzwischen ein erstes Angebot der Arbeitgeberseite, die jedoch an der Sonntagsarbeit aus traditionellen Gründen festhalten will.
    Locken wjll die Kirchen nun mit üppigen Wochenendzulagen sowie einer garantierten 30-minütigen Brotzeitpause während jedes Sonntagsgottesdienstes.

    **Das Gehalt wurde bereits ein wenig aufgestockt.

    Pastoren streiten über Gehalt**
    Beim Geld hört auch in der Kirche der Spaß auf. In der hannoverschen Landeskirche soll die Besoldung der Superintendenten erhöht werden.

    Derzeit verdient eine 53-jährige Gemeindepastorin im Monat knapp 700 Euro im weniger als eine gleichaltrige Superintendentin. Der neue Aufschlag (ab vierten Amtsjahr) würde den Unterschied auf 1391 Euro wachsen lassen. Das Grundgehalt einer 53-jährigen Pastorin liegt bei 5375 Euro brutto.

    https://www.neuepresse.de/Nachrichten/Niedersachsen/Pastoren-streiten-ueber-Gehalt

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