• michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2021-02-03

    Das trackingbasierter Online-Werbung genauso wie staatliche Überwachung mit Vorratsdaten schlecht ist stimmt.
    Nur bleibt die Frage wie denn ein EU Verbot funktionieren sollte , die meisten Onlineplattformen haben ihren Sitz in den USA oder anderen Teilen der Welt wo es völlig legal ist, das Verbot würde ins leere laufen, da dann wohl selbst EU Werbe vermarkter dann im Nicht EU Ausland wie GB hosten würden.
    EU-Parlamentarier scheinen nicht zu verstehen , das das Internet Global ist und EU Verbote nichts nützen außer man schottet das EU Netz ab wie China oder Russland.

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  • Michael N
    Michael N
    2021-02-03

    Ich würde annehmen, dass das Einbinden eines illegal operierenden Werbenetzwerks dann auch für Seitenbetreiber strafbar ist bzw. diese dafür haften, zumindest, wenn das illegale Treiben klar zu erkennen ist oder der Betreiber davon in Kenntnis gesetzt wird und untätig bleibt.

    Dann spielt es keine Rolle mehr, wo die Seite oder das Werbenetzwerk gehostet wird, sondern nur noch, wo der Seitenbetreiber seine Niederlassung hat. Oder je nach Auffassung des Gerichts auch nur, von wo aus die Seite erreichbar ist ("fliegender Gerichtsstand").

    Man könnte natürlich auch die Haftung für Hyperlinks heranziehen und postulieren, dass der Seitenbetreiber sich die Schandtaten des Werbenetzwerks mit dem Einbinden zu eigen macht und deswegen haftet.

    Aber klar, der Nutzen bleibt wahrscheinlich begrenzt, zumal selbst mit dieser eher wirtschaftsfeindlichen Auslegung ein Grossteil der Webseiten unberührt bleibt, oder einfach alle europäischen Nutzer blockiert. Wird wegen DSGVO ja auch schon gemacht. Andererseits, wenn das positive Effekte auf die lokale Wirtschaft zeigt und Teile der Werbeeinnahmen zurück in die EU bringt, könnten andere Staaten nachziehen.

    Disclaimer: IANAL, sprich ich habe keine Ahnung, wovon ich spreche :D

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  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2021-02-03

    @Michael N
    Denkfehler , wie willst du Firmen im Ausland bestrafen welche sich an die dortigen Gesetze halten, dafür gibt es internationale Vereinbarungen und Gesetze , sonnst könnte zb China auch deutsche Webfirmen verklagen.
    Die Seiten sind dann im Ausland gehostet und können höchstens in der EU gesperrt werden, was wiederum noch mehr an Überwachung mit der Ausrede Trackingverbot oder ein abgeschottetes Netz wie China oder Russland bedeutet.
    Eine "Haftung für Hyperlinks" wäre sogar noch schlimmer und das Ende des Internet denn dies basiert auf freie Hyperlinks.

    Reine Web Verbote bringen daher wenig, wenn dann müsste man woanders Ansetzen bei den Browser und OS Hersteller , diese haben die Möglichkeit Tracking Cookies unwirksam zu machen wie andere "Schädlinge" ohne Eingriffe in die Netzstruktur, aber damit auch einige staatlichen Überwachungen ...

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  • Michael N
    Michael N
    2021-02-03

    @michaelhoch@pluspora.com Natürlich hat man bei Firmen im Ausland wenig Handlungsmöglichkeiten. Aber wenn beispielsweise (europäische) Online-Zeitungen für die eingebundenen Werbenetzwerke haftbar werden, müssten auch gesetzeskonforme Lösungen geschaffen werden, zumal die ja nicht auf Werbeeinnahmen verzichten wollen/können.

    Haftung für Hyperlinks: Ich bin zwar deiner Meinung, aber das ist nichts hypothetisches was noch schlimmer wäre - nach deutscher Rechtsprechung kann man bereits für verlinkte Inhalte haftbar gemacht werden...

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  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2021-02-03

    @Michael N
    Verlinkte lesbare Inhalte sind dann noch etwas Anderes obwohl ich das auch nicht Gutheiße. Die wenigsten nicht einmal Webseitenbesitzer können erkennen das sich hinter dem Werbe Hyperlink oder Seitenlink ein Tracking Cookie ect verbirgt. Die Werbung auf der er linkt ist Unverdächtig.

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