• Ta Deus
    Ta Deus
    2021-03-15

    Naja Mensch hält sich die Karre ja nicht nur für den "täglichen Durchschnitt" sondern auch für die Ausnahmen vor.
    Sonst bräuchte man ja nur ein Auto mit 50km Reichweite und würde eben jeden zweiten Tag tanken.

    Is' aber schon echt blöd, wenn man mit dem Käfer nach Italien will.

    Wenn ich meine App richtig verstehe fahre ich durchschnittlich im Monat 506km, das passt dann auch in die erste Gruppe (ca 16,5km/Tag). Aber wenn keine Pandemie ist fahre ich hier mal 300 und da mal 400 und einmal im Jahr auch 500km. Und diese 500km würde ich gerne mit ein Mal 'ne Stunde (lieber wäre mir 'ne halbe) aufladen schaffen wollen.

    Ich fände also eine Reichweite von 300km "akzeptabel" weil ich dann mit einem Stopp bis Leipzig komme.

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  • dirk_arft@diasp.de
    dirk_arft@diasp.de
    2021-03-15

    Ich habe auch keine Lust, jeden Tag die Kiste aufladen zu müssen, ich fahre ja auch nicht gerne jeden Tag an die Tankstelle.

    Außerdem haben E-Autos nichts mit der dringend notwendigen Verkehrswende zu tun. E-Autos stehen genauso im Stau wie andere.

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  • Ditje (old)
    Ditje (old)
    2021-03-15

    Genau das war bei uns gestern Thema. Für 3-4 Mal im Jahr wo man lange Strecken fährt, kutschiert man einen Riesenakku durch die Gegend. Wir müssen weg vom Individual-Auto.

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  • dirk_arft@diasp.de
    dirk_arft@diasp.de
    2021-03-15

    In den dichter besiedelten Gebieten dürfte das auf einen drastischen Ausbau des ÖPNV herauslaufen, der zudem auf umweltverträgliche Antriebe umgestellt werden muss. Ob das die Akkutechnologie sein kann, bezweifle ich persönlich, Lithium kommt auch nicht aus der Steckdose. Leitungsgebundene Energie (Straßenbahnen, O-Busse)? Vielleicht schon eher. Wasserstoff? Wenn grün, dann vielleicht auch.

    Auf jeden Fall muss aber der ÖPNV auch kostenlos werden, die derzeitigen Tarife sind nur als abenteuerlich zu bezeichnen.

    Und die Verkehrszeiten müssen vielerorts drastisch ausgeweitet werden. Es darf nicht sein, dass Menschen, die am Wochenende Frühschicht haben, ihre Arbeitsstelle dann nicht per ÖPNV erreichen können.

    In der Fläche dürfte ein gewisser Anteil an Individualverkehr weiter notwendig sein, und sei es als Zubringer zum ebenfalls drastisch zu erweiternden ÖPNV.

    Fahrrad ist eine feine Sache, auf jeden Fall zu fördern. Was da im Straßenbau möglich ist, zeigt ein Blick in die Niederlande. Derzeit werden bei uns ja immer noch Straßen so angelegt, als gäbe es keine Fahrräder. Aber Fahrrad ist nur eine Ergänzung, ich jedenfall verstehe jeden, der im Winter kein Fahrrad fahren will, aber natürlich Mobilität braucht.

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  • Paula Gentle on Friendica
    Paula Gentle on Friendica
    2021-03-15

    @(((Dirk Weber)))

    Ich habe auch keine Lust, jeden Tag die Kiste aufladen zu müssen, ich fahre ja auch nicht gerne jeden Tag an die Tankstelle.

    Nein? Weil Du nicht in der Tankstelle wohnst.
    Dein Vergleich liegt ziemlich daneben, wenn Du die 'Kiste' einfach zuhause anstöpseln kannst.

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  • Ta Deus
    Ta Deus
    2021-03-15

    Ich wollte hier auch weder das eine noch das andere schlecht reden, ich wollte erkären, wie es zu der Diskrepanz kommt. Wenn die Leute Reichweiten als "akzeptabel" bezeichnen, dann denken sie nicht an ihre tägliche durchschnittliche Fahrleistung sondern an die höchste Reichweite, die sie so gemeinhin brauchen.

    Sonst könnte ich auch genauso argumentieren, dass ein Pendler ohne Auto im Schnitt 0-24km mit dem Zug oder Bus zurück legt und folglich es auch gar keine Züge mit höherer Reichweite braucht oder versteh ich die Grafik falsch?

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  • dirk_arft@diasp.de
    dirk_arft@diasp.de
    2021-03-15

    Natürlich wohne ich nicht in einer Tankstelle. Zu Hause einfach anstöpseln ist tricky. Zweiter Stock, keine Außensteckdose, keine Wallbox, nada.

    Auf der Arbeit? Rentner. Der Arbeitgeber meiner Frau (ein ziemlich großer Laden) hat vier E-Zapfstellen eingerichtet. Die befinden sich aber an den reservierten Parkplätzen der obersten Leitungsmenschen, nicht allgemein benutzbar.

    Da wird es dann schwierig.

    Von der Frage der Ökobilanz der Lithiumtechnologie im Vergleich zu anderen mal abgesehen, wozu ich aber nichts sinnvolles beitragen kann.

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  • Paula Gentle on Friendica
    Paula Gentle on Friendica
    2021-03-15

    @(((Dirk Weber)))

    Natürlich wohne ich nicht in einer Tankstelle. Zu Hause einfach anstöpseln ist tricky. Zweiter Stock, keine Außensteckdose, keine Wallbox, nada.

    Kann ja sein, aber das ist etwas, was änderbar ist. Und genau das passiert auch im Moment - wenn man sich auch wünschen würde, dass das alles viel schneller geht.
    Eine Ladestation am Ziel oder zuhause ist für Einige heute schon Realität.

    Dein Vergleich zur alten Welt hinkt gewaltig. Und sorry - 'keine Lust' klingt schwer nach dem Bestehen auf Privilegien, die zukünftigen Probleme anderer Leute (alias unsere Kinder) ignorierend.

    Wir werden alle noch sehr viel mehr Privilegien aufgeben müssen.

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  • dirk_arft@diasp.de
    dirk_arft@diasp.de
    2021-03-15

    Derzeit ist ein Auto hierzulande kein Privileg, sondern eine Notwendigkeit, wenn Du einen Job haben willst. Wenn Du Dir kein Auto leisten kannst, bist Du abgehängt.

    Und wie schon gesagt, ich sehe die Perspektive nicht im flächendeckenden Individualverkehr.

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-15

    Eine solche Fragenkombination (und die vorhersehbaren Antworten) sind nur dann sinnvoll, wenn man die Prämisse "uneingeschränkte Dominanz des Privatpkw als Universalverkehrsmittel" akzeptiert. Dies ist anscheinend (bedauerlicherweise) der derzeitige gesellschaftliche Konsens und (ebenfalls leider) über das ganze politische Spektrum hinweg der Fall. Die Monheims schrieben bereits 1990 in ihrem "Straßen für alle"

    32 Prozent aller Autofahren erfolgen in Entfernungsbereichen unter drei Kilometer, wo man normalerweise eher ans Zufußgehen oder Radfahren denken würde. 48 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer und nur 32 Prozent länger als zehn Kilometer".

    Die durchschnittliche Fahrstrecke eines Privatpkw ist eine völlig sinnlose, verfälschende Kennzahl, da die Verteilung der Einzelfahrten extrem schief ist. Die meisten Fahrten sind viel kürzer als die da genannten 24 km als untere Intervallgrenze und die Verkehrsmittelwahl orientiert sich nicht am unteren, sondern am oberen Ende der einzuplanenden Distanzen.

    Mein Einwand nicht nur gegen diese Darstellung, sondern auch gegen die Betrachtung in "Straßen für alle" ist aber, dass sie das Problem auf Kurzstrecken verkürzt. Um es an unseren Bedürfnissen als Bewohner einer Mittelstadt zu demonstrieren, die sich für eine Großstadt hält: wir haben einen Verbrenner und sehen absolut keine Alternative dazu. Es ist ein jetzt 22 Jahre alter Kombi, der mit seinem Kofferraum von etwas über 1500 Litern, einer Motorleistung von 75 PS/55 KW und einem realen Verbrauch von unter 6,5 l Normalbenzin auf 100 km (über die gesamte Distanz) praktisch unersetzlich ist. Das Fahrzeug wurde zuletzt im September 2019 auf der Fahrt von Frankreich nach Deutschland aufgetankt und zuletzt bewegt, um Abgastest und Hauptuntersuchung durchführen zu lassen.

    Ein E-Fahrzeug käme aus mindestens zwei Gründen nicht in Frage:
    - uns steht weder eine Garage noch eine Lademöglichkeit zur Verfügung
    - um in ein Urlaubsgebiet zu fahren, wo man das Auto stehen lassen und gut und erholsam Fahrrad fahren kann (weil es da nahezu keine Radwege gibt), oder für Familenbesuche brauchen wir zwar die mit einer Tankfüllung möglichen 700-800 km Reichweite nicht wirklich, jedoch stellt auch dann, wenn man sich auf Etappen von <500 km beschränkt und Zwischenstation macht, das Aufladeproblem eine unüberwindbare Hürde da.

    In solchen Urlaubsgebieten ist es oft schon recht anspruchsvoll, überhaupt Tankstellen zu finden, sofern man nicht dauernd mit dem Auto unterwegs ist und nicht überall wird es gerne gesehen, wenn man mit der großen Kabeltrommel anrückt. Genau so problematisch ist es, wenn man gegen Abend in einem bezahlbaren Hotel absteigt und gleich morgens wieder weiterfahren will. Kleinwagen, in die nicht mal ein Fahrrad hineinpasst, sind auch nicht die Lösung.

    M.a.W. die Strecken, für die E-Autos brauchbar sind, fährt man besser mit dem Fahrrad, und E-Pkw, die sich für größeres oder schwereres Transportgut und für Langstrecken eigen, sind Monstrositäten, die eine schlechte Lösung durch eine noch schlechtere Lösung ersetzen.

    Meine Alternative? Ich habe keine. Wir kommen ohne Auto aus, bzw. wir kämen ohne Auto aus, wenn man uns nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit Knüppel zwischen die Beine werfen würde, wenn wir längere Strecken unmotorisiert zurücklegen wollen. Dass wir wollen und dass wir können, haben wir bewiesen, aber gegen einen miesen gesellschaftlichen Konsens wie diesen kommt man nicht an, jedenfalls nicht auf Dauer.

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  • Ta Deus
    Ta Deus
    2021-03-15

    Die durchschnittliche Fahrstrecke eines Privatpkw ist eine völlig sinnlose, verfälschende Kennzahl, da die Verteilung der Einzelfahrten extrem schief ist. Die meisten Fahrten sind viel kürzer als die da genannten 24 km als untere Intervallgrenze

    Die Grafik fragt nach der durchschnittlichen täglichen Strecke, nicht Einzelfahrt.

    und die Verkehrsmittelwahl orientiert sich nicht am unteren, sondern am oberen Ende der einzuplanenden Distanzen.

    Eben das!

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-15

    Sorry, tägliche Fahrt, nicht Einzelfahrt. Wobei offen bleibt, ob mit "täglich" gemeint ist: gemittelt über alle 365 Tage des Jahres, an jedem Arbeitstag, an jedem Tag, an dem das Auto benutzt wurde, oder irgend etwas anderes.

    Für die Betrachtung bezüglich der Schiefe macht das beim Auto aber keinen großen Unterschied, sie ergibt sich daraus, dass viele Kurzstreckenfahrten (2 x Arbeitsweg, plus 2 x Einkaufsfahrt am Wochenende, an 220-x Arbeitstagen) mit wenigen Langstreckenfahrten (2 x 2 x 1500 km, beispielsweise) zusammenwirft und einen Mittelwert bildet.

    Wie gesagt, in die Durchschnittsbildung geht schon ein, dass man Alternativen zum für alle Fahrten genutzten Pkw ausklammert, unabhängig davon, wie man den Durchschnitt bildet. M.E. ist dies bei normalen Arbeitnehmern mit festem Arbeitsplatz auch unnötig. Wenn ich mal meine Zahlen überschlage, so kann ich weitgehen Hin- und Rückfahrt (mit demselben Verkehrsmittel) zusammenwerfen und wahlweise mit EInzelfahrt oder Roundtrip rechnen, sowohl bei den Kurz- als auch bei den Langstrecken. Für die Schiefe macht das keinen Unterschied, das kürzt sich raus.

    Interessant wird die Rechnung, wenn man überlegt, welche seiner Autofahrten man durch ein anderes Verkehrsmittel hätte ersetzen können bzw. was sich ergeben hätte, wenn man den Großteil seiner Fahrten zur Arbeit und im Urlaub nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Auto zurückgelegt hätte, und ob bzw. wie sich das auf die besagten Durchschnittswerte auswirkt. Und was das aussagt.

    Aber das ist eine Rechnung, die jeder für sich selber anstellen muß.

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  • dirk_arft@diasp.de
    dirk_arft@diasp.de
    2021-03-15

    Und wie wir mit einem E-Auto nach Frankreich zelten fahren sollen ( nicht unbedingt ans Meer), das muss mir mal jemand erzählen.

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  • Nemethon
    Nemethon
    2021-03-16

    Für wirklich lange Strecken gibt es immer noch den Autoreisezug. Dann ist es unerheblich wie weit weg, weil der Akku nicht verbraucht wird. Also, kein Grund E-Auto abzulehnen.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    Wenn man sich dahingehend festlegt, dass man mit einem Fahrzeug alles tun können möchte, das man mit einem herkömmlichen Verbrenner kann, hat man sich schon für das Autofahren und den Verbrenner entschieden und braucht sich keine weiteren Gedanken mehr über Alternativen, die Zukunft etc. pp. mehr zu machen. Man kann so auch ein Wohnmobil von Lkwformat rechtfertigen, auf das man hinten ein Leichtkraftrad schnallt, um dann vor Ort nicht mit dem Wohnmobil herumfahren zu müssen. Den Autoreisezug als Mittel vorzuschlagen, um ein E-Auto in die Ferne zu transportieren, um dort dann mit diesem herumzufahren, das ist eher noch absurder.

    Zug und Mietauto ist eine Möglichkeit, wenn man unbedingt Auto fahren will oder muss. Wir für unseren Teil ziehen es vor, nicht Auto zu fahren, wenn wir es vermeiden können. Zug plus Mietwagen ist keine praktikable Lösung, wenn man radfahren will. Der Transport von Fahrrad _und_Gepäck per Zug ist nicht nur teuer, sondern auch so umständlich, dass selbst junge Leute ohne irgendwelche Gebrechen daran oft scheitern. Wir sind aber schon alt. Ein überdimensionierter, für Gepäck und zwei Räder brauchbarer Mietwagen am Zielort ist vor allem eines: teuer.

    Ein nicht übermotorisierter, sparsamer aber geräumiger Verbrenner, der längst so nicht mehr produziert wird, aber so lange gehalten hat, weil er ausser für seltene Langstreckentransporte kaum benutzt wurde, ist für uns unter vielen schlechten, aber umsetzbaren Lösungen die am wenigsten schlechte.

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  • Ta Deus
    Ta Deus
    2021-03-16

    mal sich mal ein bissl um die perspektive anderer menschen bemühen und sich und die eigenen bedürfnisse nicht als DEN allgemein verbindlichen maßstab nehmen is wirklich nicht zu viel verlangt

    Nicht zu viel verlangt, aber schon ganz schön viel verlangt :)

    Ich persönlich sah jetzt ehrlich gesagt gar kein großes Problem mit dem E-Auto auf einen französischen Campingplatz zu fahren ^^ Wäre natürlich gut, wenn der Campingplatz eine Auflademöglichkeit hat (aber ich vermute, dass die sich immer mehr verbreiten). "Strom für Fahrzeug" ist für Campingplätze ja nun kein neues Business :D

    Für mich persönlich wäre "Autozug" eher eine Alternative als Mietwagen vor Ort, weil ich häufig deshalb das Auto für weite Strecken benutze, weil ich scheißviel Gepäck mitnehme. Man MUSS das ganze Gepäck nicht unbedingt mitnehmen, aber das eine löst irgendwie das andere aus, also ich brauch (okay: will) ein Auto benutzen, weil ich so viel Gepäck habe(n will) und wenn ich schonmal ein Auto habe kann ich ja noch das und das und das mitnehmen.

    Wenn ich aber ein bisschen nachrechte… also was ich mir vorstellen könnte ist keinen eigenen Verbrenner mehr zu haben, sondern ein Elektroauto, für die Fahrt zur Arbeit und zum Einkaufen etc. (also die 24km täglich)
    Und für die Fernstrecken dann ein Auto zu mieten.

    Mal kurz durchrechnen ob sich das wirtschaftlich ausgeht:
    Mein aktueller Verbrenner kostet mich ca. 10€ am Tag
    Ein Mietwagen ausreichender Größe kostet 60€ am Tag plus Kraftstoff (ich dachte Mietwägen wären doppelt so teuer, vielleicht waren sie das mal XD)

    Ich fahre Langstrecken (wenn keine Pandemie ist):

    2,5x Frankfurt und zurück (jeweils ca. 3-4 Tage 750km)
    1x Leipzig und zurück (ca 6 Tage, ca 750km)
    1x Berlin, von dort nach Hamburg und wieder nach Hause (ca 7 Tage, ca 930km)
    1x auf irgendeinen Campingplatz in der Republik und zurück (ca 5 Tage, sagen wir mal 500km im Durchschnitt)

    macht: ca 4000km und ca 27 Tage. Der Verbrauch von der Karre konnte ich gerade nicht herausfinden (nicht einmal den Kraftstofftyp) aber vielleicht ignorieren wir den Kraftstoffverbrauch einfach, weil ich den ja jetzt auch hätte.

    Also ich brauche 27 Tage * 60€ einen Mietwagen, das sind (aufs ganze Jahr gerechnet) 4,44€ am Tag, die der Ersatz (E-Auto mit 25km Reichweite) billiger sein müsste, damit es ökonomisch keinen Unterschied macht.

    Ehrlich gesagt… klingt das nicht vollkommen unrealistisch. Auflademöglichkleit müsste ich mit meinem Vermieter oder den Nachbarn reden ob ich einfach ein Schuko-Kabel aus meinem Keller nach draußen verlegen darf oder so (ich glaube nicht, dass er mir jemand Ladestation hin baut).
    Bleibt nur noch meine Lebensgefährtin zu überzeugen, die wird immer ganz anti wenn ich "E-Wagen" sage. Aber wenn man die Langstrecken mitm Mietwagen machen kann… warum nicht?

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  • Ta Deus
    Ta Deus
    2021-03-16

    Äääh ein paar gramatische Querschläger drin, weil ich Sätze nachträglich verändert, dann aber nicht korrekturgelesen habe. Entschuldigung, vielleicht versteht man mich ja dennoch :)

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    Es ist mir völlig egal, ob jemand Fahrrad fahren will oder nicht. Das muß jeder selber wissen. Aber es ist mir nicht egal, wenn wir, die wir Radfahren können und Radfahren wollen, wo andere Auto fahren, daran gehindert werden, es auch zu tun - und dass es so viele Leute gibt, die sehr viel jünger und weniger gebrechlich sind als wir, die uns erzählen, dass das, was wir wollen und z.T. praktizier(t)en, völlig ausgeschlossen sei.

    Leute, die alle möglichen Dramaturgien, Szenarien und Gründe produzieren, welche dann in der Summe die Begründung dafür liefern und die Zwänge erzeugen, die uns (UNS!) daran hindern, unsere Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Auch hier ist es vom Effekt her egal, ob es dieselben Leute sind, die einerseits diese populistische Sicht mit dem notwendigen ideologischen Unterbau versorgen und die andererseits die entsprechenden Zwänge etablieren, oder ob das ein vielleicht sogar unbeabsichtigter Effekt eines Zusammenwirkens ist.

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  • Nemethon
    Nemethon
    2021-03-16

    Hab eh kaum noch Hoffnung für diese Menschheit. Solange Menschen glauben, ihre Freiheit hinge davon ab ein Auto zu besitzen (bei den Amis dann noch Waffen dazu), obwohl es genug Alternative gibt die weniger belastend sind, solange "fahren" wir weiter auf eine Wand zu auf der eure Kinder und Enkel zerschellen. Aber egal, Hauptsache "frei Fahrt für frei Bürger". Ich habe bewusst niemals einen Führerschein gemacht. Bin immer zu den Orten gelangt an denen ich wollte.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    Mit "es ist eh alles zu spät" und ähnlichem Geraune läßt sich so mancher gefährliche Unsinn rechtfertigen, aber wenig Sinnvolles bewirken. "Niemals einen Führerschein machen" oder Führerscheine, die man schon hat zu verbrennen, ist keine vernünftige Option. Zu erklären, warum das so ist, würde hier zu weit führen.

    Was mich betrifft, ich verlange in diesem Zusammenhang von niemandem irgend etwas, ausser eines sein zu lassen: uns aktiv oder passiv Hindernisse in den Weg zu legen, wenn wir unsere Transporte aus eigener Kraft, also unmotorisiert erledigen, soweit wir physisch dazu in der Lage sind.

    Utopien sind wohlfeil und ein anders Thema. Hier geht's um Möglichkeiten, die man hier und heute hat und vor einem halben Jahrhundert auch schon hatte.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    Aber wie gesagt, gegen einen miesen gesellschaftlichen Konsens kommt man nicht an, jedenfalls nicht auf Dauer. Dieser Konsens besteht im Moment darin, das Standard-Verkehrsmittel Pkw durch das Standard-Verkehrsmittel E-Pkw zu ersetzen und das mit viel Wohlwollen und noch mehr Geld zu fördern. Die vernünftige Alternative dazu besteht aber sicherlich nicht darin, beim herkömmlichen Verbrenner, d.h. beim Status Quo zu bleiben.

    Auf "Förderung des Radverkehrs" pfeife ich, das brauchen wir nicht. Aber eine Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht (und ersatzweise beliebter Verdrängungsmaßnahmen) wäre schon schön. Dafür wirksame Unterstützung zu finden ist allerdings ein sehr zähes Geschäft.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    @mrd_ill_be_back@diasp.org Inwiefern?

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    @mrd_ill_be_back@diasp.org Wenn ich trotz allem, was ich in solchen Zusammenhängen hier bei pluspora zum Thema Radfahren und Autoverkehr geschrieben habe, nicht deutlich geworden ist, was ich vom niederländischen Modell, von "copenhagenize!" und von anderen Ansätzen halte, den Radverkehr zu marginalisieren und zu infantilisieren (nämlich gar nichts), dann habe ich offenbar irgend etwas falsch gemacht. Danke für den Hinweis.

    MIr fällt auf, dass ich tatsächlich nur in Kommentaren hier deutlich genug schrieb, dass und warum der Blick in die Niederlande hauptsächlich zeigt, was man tun kann und tut, um den Radverkehr von den guten Fahrbahnen zu verdrängen. Da ich auf einen eigenständigen Artikel nicht verweisen kann, muss es ein etwas abstrakter gehaltener Text tun, den ich vor einem Jahr schrieb:

    -> Vehicular Cycling.

    Und, by the way, für eine Auseinandersetzung zwischen denen, die auf den E-Pkw setzen und denen, die lieber beim Verbrenner bleiben, möchte ich als primär radfahrender Verkehrsteilnehmer auch nicht ungefragt eingespannt werden. Vor allem aber nicht, weil ein moderner E-Pkw unter den aktuellen Umständen für uns noch etwas unbrauchbarer ist als ein moderner Verbrenner.

    TL;DR Wir brauchen und wollen keine Sonderwege, sondern lediglich das Recht nicht mutwillig weggenommen bekommen, welches uns (u.a.) die StVO vorne in §2 gibt und das jeder Autofahrer, jeder Motoradfahrer und sogar jeder Moped- bzw. S-Pedelec-Fahrer wie selbstverständlich für sich reklamiert - und dann auch noch hören müssen, das sei doch nur zu unserem Schutze.

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  • Paula Gentle on Friendica
    Paula Gentle on Friendica
    2021-03-16

    @mrd\_ill\_be\_back
    Ne, liegt nicht an Dir. Wolfgang Strobl hat schlicht den Thread gekapert.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    @mrd_ill_be_back@diasp.org Oh, sorry, wenn ich mich in eine Diskussion unter Autofahrern eingemischt haben sollte und nicht beim Thema geblieben bin, welches da heißt: es geht darum, welche Variante aus der Autofahrerperspektive das bessere Privatauto ist und nur darum.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    @Paula Gentle on Friendica Ach. Ich habe eine von den hier vertretenen Ansichten bezüglich der mangelnden Reichweite von E-Pkws abweichende Position vertreten, die sich nicht einfach auf Positionsnahme bzgl. "wir gegen sie" (also Autofahrer gegen Nichtautofahrer) reduzieren lässt, sondern die vornehmlich aus den Bedürfnissen eines radfahrenden Verkehrsteilnehmers resultieren, der hier gewissermaßen zwischen allen Stühlen sitzt. Was bitte rechtfertigt diese Diffamierung als "kapern"?

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    @mrd_ill_be_back@diasp.org Mir scheint, es geht jetzt auch dir nun leider haupsächlich darum, vom Thema einerseits auf die persönliche und andererseits auf die Metaebene umzuleiten. Es geht aber eben gerade nicht darum, wer wen leiden oder nicht leiden mag oder wer der bessere Mensch ist. Jedoch geht es sehr wohl darum, wer welche Interessen vertritt und wie sich das begründet. Und falls du "Diskussion unter Autofahrern" auf dich persönlich bezogen hast, lies meinen Satz noch mal genauer. Und eine Bitte noch: Schulnoten zu verteilen ist in solchen Diskussionen überhaupt nicht förderlich. Man sollte sich mit den Äusserungen und Behauptungen auseinandersetzen, so wie sie geschrieben stehen, unabhängig davon, wer sie geschrieben hat.

    Zurück zum Ausgangspunkt: ich stimme ja durchaus den Anmerkungen von Thomas im Artikel zu. Allerdings vermisse ich eine Analyse, was denn genau zu dieser Bewertung führt bzw. wie das begründet wird. Meinen Teil bzgl. dessen, was mich stört und warum, habe ich beigetragen. Inzwischen argwöhne ich, dass diese Handelsblatt-Grafik ihren Zweck durchaus erfüllt hat. :-(

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-16

    @mrd_ill_be_back@diasp.org Ja, Herr Lehrer.

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  • dirk_arft@diasp.de
    dirk_arft@diasp.de
    2021-03-17

    Ich bleibe dabei, dass der absolute Vorrang des Individualverkehrs ein alter Zopf ist, der abgeschnitten gehört. Mit einem attraktiven, bedürfnisgerechten ÖPNV wären die meisten anfallenden Transporte abzudecken.

    Daneben sehe ich aber auch einrn weiter bestehenden zusätzlichen Bedarf an individuellen Verkehrsleistungen. Sei es nun ein größerer Einkauf oder eine Reise unter Mitnahme vieler Gegenstände. Bestimmt auch noch andere Dinge. (Die Idee, diverse Küchenmöbel von IKEA mit dem ÖPNV, uU mit Umsteigen nach Hause zu bringen, wäre nur ein Beispiel). Individuelle Verkehrsleistung ist nicht gleichbedeutend mit Privateigentum am Fahrzeug, bitte beachten.

    Bei E-Autos sehe ich keine Abkehr vom Individualverkehr.

    Fahrrad ist manchmal eine Alternative, bei weitem nicht immer. Wegen der im Vefgleich drutlich besseren Umweltfreundlichkeit müssen Fahrräder aber im Strassenverkehr eine deutlich höhere Priorität erhalten.

    Soweit erst mal.

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  • Nemethon
    Nemethon
    2021-03-17

    Es wird privat bei weitem zu viel Auto gefahren, und selbst beruflich sind weit weniger Autos nötig als die Leute sich selber einreden. Es reicht nicht allein auf E-Auto umzustellen, was allein gut und richtig ist, es muss auch wesentlich mehr hinterfragt werden wo man wirklich Auto braucht, und in wie weit man eher in Alternativen investiert oder die Gründe für Autos beseitigt. Das mag nicht überall und nicht für jeden gehen, aber bestimmt für weit mehr als die Leute die denken, ihr Auto sei "alternativlos".

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  • Nemethon
    Nemethon
    2021-03-17

    Eh hat dieser Gedanke, alles ginge nur noch mit Auto, eher mit den Marketingabteilungen der Autohersteller zu tun als mit der Realität.

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  • dirk_arft@diasp.de
    dirk_arft@diasp.de
    2021-03-17

    Da ist natürlich was dran. Wir werden viele Gewohnheiten andern müssen. Das ist neicht gerade einfach. Die Alternativen müssen also durchaus attraktiv sein, und wir müssen lernen, bei der Bewertung über unseren persönlichen Tellerand hinauszublicken.

    Hört sich nach hehren Worten an, zugegeben. Möge wer immer das kann, dise Gedanken besser formulieren.

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  • dirk_arft@diasp.de
    dirk_arft@diasp.de
    2021-03-17

    Wie ist die Ökobilanz von E-Fahrzeugen im Vergleich zu anderen Antriebskonzepten? Ungeachtet der Problematik Individual- /öffentlicher Verkehr müssen die Transportmittel ja angetrieben werden.

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  • Nemethon
    Nemethon
    2021-03-17

    Ich hab noch die Zeiten erlebt als "bio" noch etwas unbekanntes war. Dann stieg der Bedarf danach und die Wirtschaft hat diesen erfüllt. Das gleiche gilt für alternative Energie oder Transportmittel. Wir müssen den Bedarf daran erhöhen, der Wirtschaft bleibt nichts anderes über als dem zu folgen. Vote with your wallet.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-03-23

    Das Problem ist nicht der Kraftstoff, sondern der mit Fußaufstampfen vertretene Kinderglaube, dass es sinnvoll und verträglich möglich sei, 100 kg Fleisch und Knochen (vulgo: Personentransport) mit einem zwei Tonnen schweren Individualfahrzeug zu transportieren, welches mit etwa dem Tausenfachen der Antriebsleistung eines Menschen so übermotorisiert ist, dass man damit - einen fossilen Energieträger mit hoher Energiedichte vorausgesetzt, ohne weiteres tausend Kilometer am Stück fahren und dann am Nachmittag noch etwas unternehmen kann. Und dass, um es verträglich zu gestalten, dazu lediglich erforderlich sei, den Treibstoff zu wechseln und für andere Tankstellen zu sorgen. Also ob nicht schon aus der Produktion der Fahrzeuge und dem Bau und Erhalt der damit verschlissenen Straßen ein großer Teil des Bedarfs an fossilen Rohstoffen entstünde.

    Nicht jeder Individualverkehr ist motorisiert und Langstreckenfahrten, auch individuelle mit viel Gepäck ließen sich durchaus verträglich und zumutbar gestalten, auch motorisierte. Aber so gewiss nicht, nicht mit diesen Fahrzeugen.

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