• michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2021-04-02

    KZ mit Instagram ....?

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  • Hartmut Noack
    Hartmut Noack
    2021-04-02

    In dem Zusammenhang sollte erst einmal dringend gefragt werden, wie viele Menschen, die in diesen Lagern eine Haft verbüßen, danach lebend zurückkehren.

    Bei den KZ war diese Zahl verschwindend gering und beim stalinschen Gulag auch niedrig.

    Wie ist das heute? Weiß es jemand?

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  • Rainer "pluspora.com" Sokoll
    Rainer "pluspora.com" Sokoll
    2021-04-02

    https://imginn.com/p/CMcVo3qFSvY/

    Но если относиться ко всему с юмором, то жить можно. Так что в целом у меня все хорошо.

    Übersetzt deepl.com zu "Aber wenn man alles mit Humor betrachtet, kann man leben. Alles in allem geht es mir also gut."
    Jetzt weiß ich, woran die Millionen KZ-Opfer gestorben sind: An Humorlosigkeit!

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  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2021-04-02

    KZ waren Vernichtungslager , selbst heutige Straflager haben nichts mit stalinistischen Gulag gemein.
    Es ist nicht bekannt das in den Straflagern Menschen gewaltsam zu Tode kamen in den letzten 30 Jahren, da würde im heutigen Russland auffallen , selbst wenn die Kalten Krieger so tun als herrsche dort noch Stalinismus … da nach 100 Jahren Anti bolschewistischer Propaganda die Mechanismen der Feindbilder noch wirken.
    Die ganze Seifenoper die heut aufgeführt wird kennen wir ja aus dem Drehbuch von Julia Timoschenko, die Ukrainischen Gasprinzessin war ja auch im KZ und wurde dort sterbenskrank gefoltert. Erfreute sich dann aber plötzlich doch wieder bester Gesundheit , nur wollten selbst die Ukrainer sie nicht mehr haben und wohl selbst Obama war sie zu Korrupt und Nazistisch …
    In Russland will auch kaum jemand Nawalny und wieder merken sie nicht wie schon wie sie aufs falsche Pferd setzen.

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  • Hartmut Noack
    Hartmut Noack
    2021-04-02

    Wer wissen will, wie es aussieht, wenn heutzutage Staatsgegner unmenschlich bestraft werden, sollte sich mal mit der Biografie von #ChelseaManning beschäftigen...

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  • Marcus Wißmann
    Marcus Wißmann
    2021-04-02

    https://www.dekoder.org/de/article/straflager-folter-strukturen-augenzeuge

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  • Rainer "pluspora.com" Sokoll
    Rainer "pluspora.com" Sokoll
    2021-04-02

    Das liest sich wirklich furchtbar.
    Es ist ein relata refero, was nichts über den Wahrheitsgehalt aussagt.
    Es kann die Wahrheit sein, vielleicht auch nicht, vielleicht irgendwo dazwischen - wir wissen es nicht und können es auch schlecht nachprüfen.
    Ich erinnere mich an abgeschnittene Albanerköpfe und Serben, die albanische Föten grillen. Damit hatte damals Scharping den Krieg moralisch begründet - nichts hat gestimmt.

    Aber wie auch immer: Die eigene Situation (Instagram-Account, rechtsanwaltlicher Beistand, ein ganzes Unterstützerteam) mit der von KZ-Häftlingen ähnlichzusetzen - das geht gar nicht.
    Dafür muß man ein Arschloch sein.

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  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2021-04-02

    👍 @Rainer "diaspora" Sokoll

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  • Hartmut Noack
    Hartmut Noack
    2021-04-02

    @Rainer "diaspora" Sokoll gut gesagt.

    Man könnte aber auch sagen: das liest sich wie Abu Ghuraib, oder wie Guantanamo Bay...

    Nachdem die USA die Standards der Zivilisiertheit gesenkt haben, sehen offenbar auch die anderen Supermächte keinen Grund mehr, ihre Brutalitäten groß zu verheimlichen.

    Aber Nawalny ist schon viel zu prominent, um wirklich mehr als normale Haft befürchten zu müssen. Und da ist noch ein Punkt: solange Nawalny als "Gesicht der russischen Opposition" gilt, gibt es niemanden, der Putin wirklich herausfordern könnte. Aus einem so zweifelhaften und damit schwachen Gegner einen Märtyrer zu machen, wäre sehr dämlich.

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  • Marcus Wißmann
    Marcus Wißmann
    2021-04-03

    Vorab: Ich hatte während des Schreibens versehentlich auf „Abschicken“ geklickt, den Post aber wieder gelöscht. Falls die Löschung nicht ins Fediverse wirkte und etwas doppelt erscheint, bitte ich das zu entschuldigen.

    Rainer hat vor einigen Tagen in einem Post bedauert, dass eine offene Diskussion mit dem Austausch von Argumenten im Fediverse nicht möglich sei. Gerade deshalb fühle ich mich dazu ermuntert, die traute Einigkeit in eurer gegenseitig selbstbestätigenden Filterblase („👍“ und „gut gesagt.“) etwas zu stören, denn wenn ich lese:

    Aber wie auch immer: Die eigene Situation (Instagram-Account, rechtsanwaltlicher Beistand, ein ganzes Unterstützerteam) mit der von KZ-Häftlingen ähnlichzusetzen - das geht gar nicht. Dafür muß man ein Arschloch sein.

    dann sehe ich hier den Punkt nicht: Was nützt ein Instagram-Account ohne Internetzugang, rechtsanwaltlicher Beistand in einem Nicht-Rechtsstaat und ein Unterstützerteam 100km in Moskau entfernt bezüglich seiner Haftbedingungen jetzt genau? Wäre es einem KZ-Häftling mit diesen drei Ressourcen besser ergangen? Ernsthaft? Ist etwas dann „gut gesagt“, wenn man „Zuschreibungen“ äußert, die die Grenze der freien Meinungsäußerung eindeutig überschreiten?

    Ich habe ganz unten eine automatisierte Übersetzung des besagten Instagram-Post Nawalnys angehängt, damit wir uns auch über die gleichen Fakten unterhalten. Und obwohl die Übersetzung natürlich nicht gut ist, muss man schon sehr voreingenommen sein, um den Sarkasmus darin nicht zu erkennen. Man muss ihn ja nicht mögen, aber man sollte ihn erkennen. Ich sehe die Bezeichnung „KZ“ erstmal als eine Provokation in Richtung Kreml, nicht mehr und nicht weniger. Ich denke auch, dass sie in dem Gesamtkontext zulässig ist und die NS-Opfer nicht verhöhnt, denn eine grundlegende Gemeinsamkeit zwischen KZ und seinem Lager stellt er doch heraus: Systematische Entmenschlichung.

    Dass er seine „Situation mit der von KZ-Häftlingen ähnlichsetze“ kann ich nicht erkennen. Er sagt ja selber, dass es ihm insgesamt gut gehe und dass man (über)leben kann, wenn man es mit Humor nehme. Ich denke, er ist darüber in Bilde, dass es KZ-Häftlingen nicht gut ging. Natürlich weiß Nawalny, dass er als prominenter Häftling dort eher nicht die schlimmste Behandlung erfahren wird, weil sich das Regime einen weiteren „Unfall“ nicht leisten kann. Den „Humor“ nennt er doch offensichtlich, um Stärke und Gelassenheit gegenüber dem Kreml zu signalisieren, auch wenn es ihm vermutlich nicht wirklich so gut geht, wie er selbst behauptet. Das wird von Vertrauten auch so bestätigt.

    Er hörte aber auch Geschichten, dass bis vor kurzem Menschen dort mit Holzhämmern halb zu Tode geschlagen wurden. Das deckt sich inhaltlich mit dem oben verlinkten Bericht. Es gibt ja noch viele andere Berichte ehemaliger Insassen: https://www.rnd.de/politik/berichte-von-gewalt-und-folter-was-kremlgegner-nawalny-im-straflager-droht-Q2VNWJMTUJTM3NNBYUJUJ4LYD4.html

    Und wenn er den psychischen Zustand der Mithäftlinge beschreibt: Mit etwas Empathie „merkt man“, dass da was nicht stimmt, da haben Menschen ein Gespür für.

    Ich interpretiere den ganzen Bericht daher eher in die Richtung, dass er das Lagersystem und die Bedingungen seiner Mithäftlinge anprangert und sich weniger selbst in den Vordergrund spielt.

    @Hartmut Noack

    Und da ist noch ein Punkt: solange Nawalny als "Gesicht der russischen Opposition" gilt, gibt es niemanden, der Putin wirklich herausfordern könnte. Aus einem so zweifelhaften und damit schwachen Gegner einen Märtyrer zu machen, wäre sehr dämlich.

    Es gibt niemanden, der Putin herausfordern könnte, weil die Herausforderer entweder nicht in den Staatsmedien vorkommen, zur Wahl zugelassen werden, in Haft sitzen oder umgebracht werden. Inwiefern Nawalny „zweifelhaft“ sei und sich daraus „Schwäche“ ableite, erschließt sich mir nicht, das begründest Du aber auch nicht.

    Schwäche sieht man jedoch bei Putin und seiner Clique: Spätestens seit den Unruhen in Weißrussland hat er Angst, dass etwas ähnliches in Russland passieren könnte. Daher die massive Ausweitung seiner Befugnisse gegen Demonstranten vorgehen zu können, was auch gleich in die Tat umgesetzt wurde und wird. Auch den Mordanschlag auf Nawalny interpretiere ich als Signal an das eigene Volk. Ebenso ist der Umgang mit der Rückkehr Nawalnys sowas von unsouverän: Umleiten der Maschine, Festnahme noch im Transitbereich, Anwältin durfte nicht mit, Gründe wurden erstmal nicht genannt, Einrichtung eines Pseudo-Gerichts auf einer Polizeistation(!) und Verurteilung auch direkt dort. Stärke sieht anders aus. Das sieht für mich eher so aus, als lägen da die Nerven blank.

    Bin ich für oder gegen Nawalny? Ich denke nicht, dass die Frage für mich wichtig ist, ich bin aber für Gerechtigkeit und gegen Ungerechtigkeit. Und wenn Nawalny die grenzenlose Korruption in seinem Land offenlegt, dann bin ich für die Offenlegung. Wenn er ungerechtfertig im Lager einsitzt, dann bin ich dagegen. Wenn es unmenschliche Haftbedingungen geht, dann prangere ich das bei Nawalny *und* Manning an und spiele nicht die eine Seite gegen die andere aus.

    Ich kann diesen Podcast mit der Zeit-Russlandkorrespondentin sehr empfehlen, weil er recht differenziert ist. Der Titel ist etwas reißerisch, was dem Inhalt überhaupt nicht gerecht wird:

    https://www.zeit.de/politik/2021-01/russland-wladimir-putin-alexej-nawalny-enthuellungsvideo-politikpodcast

    Jetzt der vollständige Post in schlechter Übersetzung:

    Drei Dinge überraschen mich immer wieder. Der Sternenhimmel über uns, der kategorische Imperativ in uns und das erstaunliche Gefühl, wenn Sie mit Ihrer Handfläche über Ihren frisch rasierten Kopf fahren.

    Grüße an alle aus dem "Sektor der erweiterten Kontrolle A".

    Ich muss zugeben, dass mich das russische Gefängnissystem überraschen konnte. Ich hatte keine Ahnung, dass es möglich war, ein echtes Konzentrationslager 100 km von Moskau entfernt einzurichten.

    Ich habe noch keine Gewalt oder auch nur einen Hinweis darauf gesehen, obwohl ich aufgrund der angespannten Haltung der Sträflinge, die aufmerksam stehen und Angst haben, den Kopf noch einmal zu drehen, den zahlreichen Geschichten, die hier in IK-2 " Pokrov ", vor kurzem Leute, bevor sie sie mit Holzhämmern halb zu Tode schlugen. Jetzt haben sich die Methoden geändert, und um ehrlich zu sein, erinnere ich mich nicht einmal an einen Ort, an dem alle so höflich und freundlich sprechen.

    So nenne ich mein neues Zuhause - "unser freundliches Konzentrationslager".

    Regime, Charter, Tagesablauf. Buchstäbliche Erfüllung endloser Regeln. Fluch- und Slangwörter sind verboten. Und dieses Verbot wird strikt durchgesetzt. Können Sie sich ein Gefängnis vorstellen, in dem sie nicht schwören? Eine schreckliche Sache.

    Videokameras sind überall, jeder wird beobachtet und bei der geringsten Verletzung machen sie einen Bericht. Ich glaube, jemand oben hat Orwells 1984 gelesen und gesagt:

    • Ja, cool. Lass uns das machen. Bildung durch Entmenschlichung.

    Aber wenn Sie alles mit Humor behandeln, können Sie leben.

    Insgesamt geht es mir also gut.

    Es gibt sogar bunte Momente im Schwarz-Weiß-Alltag. Zum Beispiel habe ich ein Typenschild und ein Foto auf meiner Brust, es wird durch einen schönen roten Streifen hervorgehoben. Ich neige dazu wegzulaufen, erinnerst du dich? Nachts wache ich jede Stunde aus der Tatsache auf, dass ein Mann in einer Erbsenjacke neben meinem Bett steht. Er nimmt mich vor die Kamera und sagt: „Zwei Stunden und dreißig Minuten, verurteilter Navalny. Entfernung aus vorbeugenden Aufzeichnungen als fluchtgefährdet. Vor Ort". Und wieder schlafe ich ruhig mit dem Gedanken ein, dass es Menschen gibt, die sich an mich erinnern und niemals verlieren werden. Großartig, nicht wahr?

    Auch Sie verlieren nicht den Kontakt zu Ihren Lieben. Ich umarme alle 😉

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  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2021-04-03

    @Marcus Wißmann
    Die Frage ist doch nicht bist du für Nawalny oder gegen Nawalny .... wenn dann wäre es eine Frage der Russen und schon gar nicht der Deutschen.
    Auch Putin ist letztendlich ein Problem es Russischen Volkes und weder der EU noch der USA , welche sich ja selbst Einmischungen in ihre Politik oder Wahlkämpfe aufs heftigste verbieten.
    Halten die neuen Kalten Krieger die Russen wirklich für so dumm das man ihnen mal propagandistisch zeigen soll wie man einen Diktator erkennt und los wird? Ich denke sie haben da selbst genügend eigene Erfahrungen.
    Was will man denn wirklich, die Welt in einen neuen Krieg stürzen der wieder sehr schnell Heiß werden kann wie das neue Kräftemessen beider Seiten in der Ukraine zeigt? Das Beispiel Ukraine zeigt doch deutlich wohin die Reise gehen soll , mit einer hörigen Russischen Regierung und US Firmen welche dann die Rohstoffe und Land an sich ziehen.
    Nawalny hat sich schließlich freiwillig in diese Situation begeben und muss sich nicht wundern wenn viele Russen ihn eher als ausländische Marionette ansehen der für den CIA und BND arbeitet. Denn ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vorwurf wohl nicht.
    Was würden wohl die USA in solch einer Situation machen, Beispiele .. Snowden, Manning, Assange dem übrigens auch medizinische Hilfe verweigert wurde ect. , noch einige mehr die es nicht zu größerer Bekanntheit gelangten.
    Man stelle ich vor ein USA bekannter BLM Aktivist würde nach Russland reisen (oder fliehen) sich dort in ärztlicher Behandlung begeben und dann wieder einen Flug in die USA nehmen ..... würde er dort Verhaftet?

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  • Hartmut Noack
    Hartmut Noack
    2021-04-03

    @Marcus Wißmann

    Auch gut gesagt.

    Dass Sarkasmus im Zusammenhang mit KZ Vergleichen die "Satire darf alles" Regel aufruft, bezweifle ich aber.

    Zum Thema Schwäche: in einem Interview des DLF mit einem moskauer Mitarbeiter der FDP nahen Naumann Stiftung erklärte der liberale Russlandexperte sinngemäß. dass man sehr vorsichtig sein solle, sich Nawalny als Sieger über Putin zu wünschen. Sprich: die Politikexperten des Westens wissen, dass Nawalny kein guter Verbündeter wäre und das Ergebnis ist, dass er auch kaum gewinnen kann, weil ihn der Westen nur solange unterstützt, wie er Putin auf die Nerven geht, wenn es ernst würde, hätte man gute Gründe eine Ablösung Putins durch einen rechtsliberalen Nationalisten eher nicht zu bevorzugen.

    Unanbhängig davon halte ich das russische Strafvollzugssystem für sogar noch barabarischer als das der USA. "Ungerechtigkeit" scheint mir aber nicht der treffende Begriff dafür. Passend ist in beiden Fällen eher "Unzivilisiertheit".
    Wobei in Russland ein noch viel gravierenderes Problem mit der Gewaltenteilung hinzukommt.

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  • Rainer "pluspora.com" Sokoll
    Rainer "pluspora.com" Sokoll
    2021-04-03

    Ich denke, einen gemeinsamen Punkt haben wir alle: Das russische Justizsystem, angefangen von den Staatsanwaltschaften bis zu den Lagern genügt nicht im allergeringsten rechtsstaatlichen Kriterien. Sicher, Falschparker werden wahrscheinlich nicht ins Gulag gesteckt wie unter Berija, aber sobald es politisch wird, bleibt da nicht viel.
    Dennoch: Was mich jedenfalls betrifft: Wer sich in der Tradition der KZ-Häftlinge sieht, auf seinem Insta-Account, der hat jedes Maß verloren.

    Was nützt ein Instagram-Account ohne Internetzugang,

    Ohne Internetzugang kommt man nicht an seinen Instagram-Account.
    Carl von Ossietzky hat m.W. nichts aus dem KZ publizieren können - und dessen Fußabdrücke sind weitaus größer als die Nawalnys.

    [Was nützt ein] rechtsanwaltlicher Beistand in einem Nicht-Rechtsstaat

    Die Frage geht an Nawalny, der (mindestens) einen Rechtsanwalt unterhält, das also für eine nützliche Maßnahme hält.

    und ein Unterstützerteam 100km in Moskau entfernt

    Na wo die sitzen, ist doch egal. Sie müssen Nawalny in den Medien halten, denn ansonsten droht es ihm wirklich schlimm zu werden. Und sie tun es ja.
    Nein, alle diese Möglichkeiten hatte ein KZ-Häftling nicht, weder ein normaler noch ein prominenter.

    Noch eine Überlegung: Nawalny ist ganz gewiß nicht dumm. Natürlich hat er gewußt, daß er von Berlin nach Moskau reisend sofort verhaftet werden und vor Gericht gestellt werden wird.
    Und natürlich verurteilt werden wird. Das MUSS ihm völlig klar gewesen sein, gerade ihm, der seit Jahren gegen die Staatsverbrechen investigativ anschreibt.
    M.E. spielt er - er weiß genau, wie weit er bereit ist zu weit zu gehen Und ja, sein persönlicher Einsatz ist sehr hoch.
    Aber gerade dieses bewußte Spielen ist etwas völlig anderes als die KZ-Insassen hätten tun können.
    Um auf Ossietzky zurückzukommen: Der hat nicht mit Hitler gespielt. Der wurde einfach totgeschlagen.
    Nawalny wird wiederkommen, ach, er wird nie weg gewesen sein.

    Das ist etwas ANDERES als mit den KZs.

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