• michapixel (abandoned) 💉💉💉
    michapixel (abandoned) 💉💉💉
    2021-05-16

    Was ein fĂĽrchterlich komplizierter Text.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass man generell bei diesem(n) Thema(ta) versucht mit möglichst exakten/gebildeten Worten/Sätzen Argumente oder gar nur Anregungen darzulegen/zu geben, so vorsichtig und genau wie möglich, um nur allen möglichen Tretminen aus dem Weg zu gehen, die ob ihrer Komplexität und des Usus exterritorialen Sprachgebrauchs und der Länge der gebrauchten Sätze -und nicht zuletzt der eingewobenen Zitate- zu Konfusion und in Folge dann zu genereller Ablehnung führen.

    ;)

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  • oAnth
    oAnth
    2021-05-18

    An dem Text lässt sich sehr gut nachvollziehen, welchen argumentativen Aufwand mit akribischer Detailkenntnis man in Deutschland betreiben muss, um ungestraft (BDS) öffentlich auch nur annähernd eine Parallele zwischen der historisch belegten kolonialen Praxis und dem anhaltenden Umgang Israels mit den Palästinensern ziehen zu dürfen. Das kommt defacto einem strikten Rede- und Schreibverbot gleich, von dem bestenfalls ein hermetischer Zirkel von Wissenschaftlern auszunehmen ist. Viele der im Artikel angesprochenen Details sind evident und zumindest latent bekannt, und werden hier sachkundig zusammengestellt. Würde man dergleichen ohne den wissenschaftlichen gesicherten Kontext "bei kolonialer Gewalt geht es um Herrschaftssicherung und Ausbeutung, bei antisemitischer Gewalt geht es um restlose Vernichtung" äußern, gelangte man in der öffentlichen Meinung auf ein Minenfeld von Anschuldigungen, aus dem es auch mit nachträglichen Klarstellungen, kaum mehr ein Entrinnen gäbe. Ich halte demnach den Artikel als Lektüre äußerst empfehlenswert, möchte aber trotzdem nicht meine Bedenken zurücknehmen, mit welchen Schwierigkeiten sich man konfrontiert sieht, wenn man Israels Apartheitspolitik gegenüber den Palästinenser als solche zur Rede stellen will.

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