• Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-09-21

    Das ist doch mal wirklich eine gute Idee, wenn es tatsächlich so gemeint ist, wie es da steht: eine Demonstration für das Recht auf Fahrbahnbenutzung auch auf "Schnellstraßen", statt für die Verdrängung des Radverkehrs auf benutzungspflichtige, straßenbegleitende Radwege, oder auf Radstreifen. Wobei die im Artikel gezeigte Straße keine Schnellstraße ist (Sammelbegriff für Kraftfahrstraße oder Autobahn), sondern augenscheinlich eine ganz normale Straße, die entlang einer Bahntrasse durch ein Wohngebiet führt.

    Es wäre hilfreich gewesen, zu verraten, wo genau das ist. Ist es ist ein innerörtlicher Teil der B1? Das ist eine ganz normale Bundesstraße mit drei Richtungsfahrstreifen, die man ohne Weiteres mit einem Moped, Mofa oder Fahrrad befahren darf, wenn sie keinen strassenbegleitenden Radweg hat. Wenn doch, dann darf man sie immer noch mit einem Moped oder Mofa befahren, auch wenn letzteres nur max 25 km/h fährt, aber nicht mit einem Fahrrad, selbst wenn das mit 30 km/h gefahren wird - was in Flachland wie diesem und derart perfektem Asphalt nicht mal sonderlich anstrengend wäre. Mit einem Quest könnte man da auch 40-50 km/h fahren.

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  • Paula Gentle on Friendica
    Paula Gentle on Friendica
    2021-09-21

    @Wolfgang Strobl

    ...Es wäre hilfreich gewesen, zu verraten, wo genau das ist. ...

    Kontakt:
    E-Mail: info@nordstadtblogger.de

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  • miller@nerdpol.ch
    miller@nerdpol.ch
    2021-09-21

    @Wolfgang Strobl: Die Route findest du hier.

    Dein Foto dürfte irgendwo im Bereich des kleinen gelben Sternchens mit der Nummer 14 aufgenommen worden sein. Auf beiden Seiten der Straße befinden sich geteilte, bzw. gemeinsame Fuß-&Radwege.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-09-22

    @★Miller Ah, danke. Die Radwege begründen dann bedauerlicherweise ein Fahrbahnverbot, auch in dieser Form, als umbelabelte Gehwege.

    Mit der Information ließ es sich leicht finden, das ist hier (Brouter), oder etwa die Perspektive des Aufmacherfotos aus dem verlinkten Artikel, via Google Streetview.

    Nun, auf solchen geteilten bzw. Fuß- und Radwegen fahre ich grundsätzlich nicht und rate auch jedem davon ab, der das Fahrrad nicht bloß als Gehhilfe verwendet. Es gibt reichlich Gründe, die anderswo ausführlich dargelegt wurden, warum sie das Radfahren unbequem, langsam und gefährlich machen. Aber was sind die Alternativen? Eine Fahrspur für den Radverkehr abzutrennen ist auch nicht die Lösung. Es gäbe eine bessere Lösung, die wäre einfach umzusetzen und quasi zum Nulltarif zu haben.

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  • miller@nerdpol.ch
    miller@nerdpol.ch
    2021-09-22

    warum sie das Radfahren unbequem, langsam und gefährlich machen.

    Ach, es geht eigentlich. Dieser Streckenabschnitt an der B1 entlang ist recht eben, übersichtlich und hat wenig Fußverkehr oder kreuzenden Verkehr. Ich bin die Strecke früher öfter gefahren, da gibt's viel Schlimmeres in Dortmund.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2021-09-22

    @★Miller Dass es wahrscheinlich gemeinsame Geh- und Radwege gibt, die schlimmer sind als dieser, ist für mich kein Grund, diesen oder vergleichbare zu benutzen. Ich schlage mir auch nicht mutwillig mit einem Hammer auf den Daumen, nur weil es üblere Weisen gibt, sich selber zu verletzen.

    Aber das lenkt vom eigentlichen Punkt ab. Der Punkt ist folgender, er besteht aus zwei Teilaspekten

    • Radfahrer müssen solche Radwege zwangsweise benutzen und mit Fußgängern teilen, statt auf der Fahrbahn zu fahren, selbst dann, wenn die drei Richtungsfahrstreifen gähnend leer sind. Ich darf auf einem solchen Radweg mit einem Fahrrad nicht mal halb so schnell fahren wie ich kann, denn ich könnte dort ja einen Fußgänger übersehen und dann gefährden. Und wenn es da "richtig eben" ist, könnte ich da verdammt schnell fahren - aber das schrieb ich ja schon.

    • von denen, die sich in ihrer Aussendarstellung für eine Verkehrswende starkmachen, bekommen Radfahrer, die tatsächlich im Alltag auf solchen Strassen auf der Fahrbahn fahren, statt alle paar Jahre dafür zu demonstrieren, bestenfalls keine Unterstützung, sondern typischerweise sogar Gegenwind.

    Fazit? Schulterzucken. Mir ist nun noch weniger klar, wofür oder wogegen die Teilnehmer dieser Veranstaltung eigentlich demonstrierten, wenn selbst solche Radwege, die quasi die minderwertigste Variante darstellen, ok sind. Um solche Radwege zu bekommen, oder solche wie den in diesem Posting eingangs gezeigten, braucht man nicht zu demonstrieren. Die entstehen ganz von selber und bleiben auch dann, wenn niemand sie benutzt.

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