• Institut fuer Rechtsicherheit
    Institut fuer Rechtsicherheit
    2021-10-15

    Die Gespritzten sollten sich mit dem "Welle-Gruß" aus dem Film "Die Welle" (mit Jürgen Vogel) grüßen.
    Wer nicht grüßt muss eben die "Drückebergergasse" nehmen.

    Die Drückebergergasse ist hinter der Feldherrnhalle am Odeonsplatz. Aber eigentlich heißt sie "Viscardigasse". Früher zur Zeit des Zweiten Weltkrieges - also im Nationalsozialismus - standen am Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle immer Soldaten. Jeder, der an ihnen vorbei wollte, musste die Soldaten grüßen, sonst gab's Ärger. Aber viele wollten die Soldaten nicht grüßen. Jedoch nicht, weil sie zu faul waren, die Hand zum Gruß zu heben. Sondern weil die Soldaten überall in der Stadt waren und den Leuten Angst machten. Täglich sah man, wie Soldaten unschuldige Menschen verhafteten. Das war damals eine schlimme Zeit, nicht nur in München. Die Menschen durften nicht das sagen, was sie dachten. Viele wurden sogar getötet, weil sie anderer Meinung waren. Also gingen viele Leute durch die Viscardigasse statt über den Odeonsplatz. So mussten sie nicht an den Soldaten vorbei.

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