• dirk_arft@nerdpol.ch
    dirk_arft@nerdpol.ch
    2022-01-27

    Sie sind wieder unterwegs, die Ostlandreiter. Man glaubt es kaum, aber es ist so. Da träumen sie wieder davon, den "russischen Bären" zu bezwingen und mit klingendem Spiel über den Roten Platz zu marschieren. Unabhängig, ob die russische Regierung dieses Spiel nun mitspielt oder nicht, die Politik der Konfrontation, wie sie nur notdürfig verhüllt auch von der Bundesregierung verfolgt wird, bringt tatsächlich die Gefahr eines Krieges mit sich.

    Schon vergessen: Auch Russland verfügt über Atomwaffen, genug, um das Ende der Menschheit herbeizuführen. Mir persönlich ist es ja egal, welche Seite aus welchen hehren Motiven dann die Bombe zündet, ich will leben. Ein Krieg gegen Russland bedeutet den Dritten Weltkrieg, das kann man doch nicht einfach so beiseite wischen.

    Nein, die NATO ist kein Friedensbündnis. Ja, die russische Regierung hat durchaus Grund zu der Einschätzung, dass sie zunehmend von der NATO bedroht wird. Ihre Reaktion folgt ebenfalls den Denkschemate des Kalten Krieges, scheint mir.

    Haben wir nicht mal gelernt, dass das Konzept Frieden durch Abschreckung völlig gescheitert ist? Haben wir vergessen, dass während des Kalten Krieges es mehrfach ganz akut die Gefahr des Ausbruches eines Dritten Weltkriegs gab?

    Glauibt eigentlich irgendjemand, dass eine Bedrohungsspirale, wie sir sie derzeit mit Schrecken erleben müssen, den Frieden sichert?

    Nein, man kann Russland (ebenso wie übrigens die USA oder China) nicht zu etwas zwingen, das haben schon ganz andere versucht, ich sag mal, wir sollten uns an den 09.05.1945 erinnern.

    Muss ich tatsächlich meinen verkrebsten Körper wieder auf die Straße bringen, um gegen diesen Wahnsinn zu protestieren? Und dieses Mal auch noch gegen Die Grünen und ihre "wertegeleitete Aussenpolitik".

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