• (((Horschtel))) born at 315ppm
    (((Horschtel))) born at 315ppm
    2022-06-13

    Interessanter Bericht.
    In Ermagelung eines eigenen e-Bikes wundere ich mich, da ich bergan gern von fröhlichen, entspannt daherradelnden E-Bikern überholt werde.
    Da muss es einen "Bergmodus" geben...

    0
  • krutor
    krutor
    2022-06-13

    @Sascha Also ich geh fast nur mit dem eRad einkaufen. Kühlware wäre wohl am besten mit Kühltasche. Hatte auch ne Radpause gemacht vor den eRädern. Auch da braucht es bisschen training. Bis auf Getränke* kaufe ich alles mit dem normalen eRad (Satteltaschen!) oder mit dem "Familienauto" also dem eLastenrad. Sonst halt zu Fuß, aber das hat weder in Menge, noch in Komfort ein Vorteil, eher in Zeitpunkt, also wenn ich eh mit dem Bus unterwegs bin oder zufällig irgendwo her ein Auto hat.

    *Getränke kann man sich liefern lassen, ist zwar mehr € als im Laden, aber deutlich weniger als Auto kaufen oder auch MIeten.

    @(((Horschtel))) es ist halt schneller mit Motor 😉

    0
  • Sascha
    Sascha
    2022-06-13

    @(((Horschtel))) @krutor aka Simon Ja es gibt höhere Modi beim eBike. Bergab ist bei mir der Motor auf. Ansonsten auf Eco und wenn es nicht anders geht auch mal auf Tour oder Sport. Max habe ich noch nie benutzt. Aber wenn man seit langen nicht mehr groß gefahren und nicht gerade fit ist, dann ist es dennoch eine ziemliche Anstrengung, gerade wenn man gewisse Höhenunterschiede überwinden muss.

    Ich denke mit entsprechenden Training wird das besser und ein E-Lastenrad könnte ich dann auch verwenden. Das eigentliche Problem ist jedoch das das nur ein Laden ist. Wenn ich mehr will bzw. mehr brauche als der bietet, dann bedeutet das gleich die doppelte Strecke für mich. Wenn ich in Sachen Fachärzte oder Freizeit abseits von Partys, Festen und lokalen Vereinen was machen will, dann bedeutet das in den meisten Fällen eine Entfernung von einfach 15 Kilometern + eine Bahnfahrt. Das ist wohl mit auch der Grund das hier jeder Haushalt meist zwei Autos hat, man ist total davon abhängig. Ich selbst habe auch eines, einen kleinen E-Smart der seinen Strom aus der Solaranlage bekommt.

    1
  • euroweld@pod.geraspora.de
    euroweld@pod.geraspora.de
    2022-06-13

    Bin zu geizig für ein ebike. Muskelkraft kostet mich 0€. Vive la Gazelle 😉

    0
  • Sascha
    Sascha
    2022-06-13

    @Frank 'euroweld' Hartmann Ja ich würde mir das auch nicht kaufen. Aber mein Vater hat und dann hat er kaum benutzt, seit einen Unfall vor einen halben Jahr gar nicht mehr. Und deshalb nutze ich es halt jetzt. 😀

    0
  • krutor
    krutor
    2022-06-13

    @Sascha @Frank 'euroweld' Hartmann ist halt eine Frage wo man wohnt und welche Mobilität man will und was einem diese Mobilität wert ist. Zwischen meiner alten und meiner neuen Wohnung sind es zB 15 min Radweg und 100m Höhenunterschied Luftlinie. Ohne e am Rad würde ich vermutlich gar kein Rad mehr fahren, dafür bin ich aktuell einfach viel zu unsportlich.

    1
  • krutor
    krutor
    2022-06-13

    @Sascha das sind heftige Entfernungen.
    Vielleicht hab ich mich schlecht ausgedrückt ich meinte, dass es auch mit eRad anstrengend sein kann. Meiner Erfahrung nach ist es entweder entspannt und man ist in normaler ohneE-Rad Geschwindigkeit unterwegs oder man ist schneller dafür ist es fast gleich anstrengend. (Wer bock auf workout hat, schaltet den eAntrieb einfach ab oder runter).
    Ich fahre inzwischen auch gerne mal 18km zur Arbeit (eine Strecke) weil ich da duschen kann. Das hab ich mit dem klassichen Rad vor 6 Jahren pro Jahr so oft gemacht wie jetzt mit eAntrieb pro Monat. Von daher bin ich im letzten Jahr ein echter eBike Fan geworden 😉

    0
  • krutor
    krutor
    2022-06-13

    @Sascha Ergänzung: Ich wohne in der Stadt, mit S-Bahn, Bus, Zug und allem, das ist was anderes als 15 km zum Zug O_O

    0
  • Sascha
    Sascha
    2022-06-13

    @krutor aka Simon Es hat alles verschiedene Aspekte das ist klar. Die Frage die sich stellt ist die, wie man dort wo derzeit ohne Auto nichts geht sowohl einen guten ÖPNV als auch gute Möglichkeiten mit dem Fahrrad/eBike etablieren kann. Leider kommt da von der Politik nicht wirklich was.

    0
  • krutor
    krutor
    2022-06-13

    @Sascha Ne da geht traurigerweise sehr wenig 🙁

    0
  • euroweld@pod.geraspora.de
    euroweld@pod.geraspora.de
    2022-06-13

    @krutor Nopp... Nix Entfernung, nix Aufwand. Es geht einfach nur und rein ums Prinzip! ich hasse Autos. Fertig.

    0
  • Erik Pusch ☑️
    Erik Pusch ☑️
    2022-06-13

    Mal mein Senf als Großstadtbewohner:

    Ich habe hier einen einigermaßen gut funktionierenden ÖPNV im ganzen Stadtgebiet (auch mit Ganzjahresabo), allerdings bin ich trotzdem den Großteil meiner täglichen Strecken mit dem Radl unterwegs, weil es damit oft am schnellsten geht und weil etwas Bewegung nicht schadet, wenn man einen Job hat, wo man die meiste Zeit am Tag nur auf einer Tastatur rumtippt. Im Schnitt fahre ich am Tag so 20km, können aber auch 50km sein. ÖPNV meistens nur bei schlechten Wetter und Auto fahre ich nur für sperrige Dinge oder falls ich viele Menschen transportieren muß. Wegen Höhenunterschieden: München Süd bis Nord sind 100m Höhenunterschied - merkt man aber nur wenn man drauf achtet, weil das Ganze wie eine große schiefe Ebene ist, Ost-/West ist es je nach Strecke mehr oder weniger anstrengend, hängt davon ab, ob und wo man das Isartal quert. Bisher alles ohne Strom, weil die kurzen Steigungen zwar manchmal knackig sind, aber die meisten Strecken sind relativ flach.

    Ein Grund warum ich auch recht wenig Auto fahre: Das parkt gut einen Kilometer entfernt im Büro. Weil man als Großstadtmensch ohne Garagenstellplatz sonst jeden Abend nach der Arbeit 20min und mehr Zeit verblödelt, um einen Parkplatz zu finden und der ist dann oft auch hunderte Meter von der Wohnung weg - und dann relativiert sich das mit den "Vorteilen" vom Auto ganz schnell - jedenfalls für mich. Apropos Garagenstellplatz: Bei meiner Wohnanlage wartest du im Schnitt 6 Jahre auf einen Stellplatz.

    Samstagseinkauf für 3-4 Leute paßt bei uns in einen Hackenporsche - der wird die ganze Woche mit Glas, Blech und Plastikverpackungen vollgeladen und vor dem Einkauf geleert und die 1-2km Einkaufsrunde gehen wir zu Fuß. Einkäufe zwischendrin passen in den Rucksack oder die Radltasche.

    Kollege von mir ist von München jetzt in die niederbayrische Pampa gezogen und hat einen interessante Beobachtung gemacht:

    Bei seiner alten Wohnung sind 90% der Leute ins Einkaufszentrum der Wohnanlagen drum herum zu Fuß gegangen oder mit dem Radl gefahren, Einzugsgebiet so rund 1km rund ums Einkaufszentrum. Da wo er jetzt wohnt, ist es auch nicht weiter als 500m zum Gewerbegebiet mit den Einkaufsparadiesen - aber es geht kein Mensch zu Fuß dorthin oder fährt mit dem Fahrrad. Und es ist dort übrigens topfeben... er fühlt sich auch in der Vermutung bestätigt, dass vielen Landbewohnern das Auto schlichtweg an den Hintern gewachsen ist und man gar nicht über Alternativen nachdenkt.

    0
  • (((Horschtel))) born at 315ppm
    (((Horschtel))) born at 315ppm
    2022-06-13

    Auf dem Land hast Du das Auto vor der Tür und genug Parkplätze beim Einkaufsladen.
    Das Fahrrad steht im Keller/Schuppen und hat keinen Kofferraum - wohin also mit den Bierkisten...
    Faulheit und Gewohnheit schlagen hier zu, leider...

    0
  • Sascha
    Sascha
    2022-06-13

    @(((Horschtel))) Gewohnheit und Faulheit würde ich eher tippen. Mag auch daran liegen das viele hier auf dem Land nur ein mal die Woche einkaufen gehen, der Einkauf dann einen entsprechenden Umfang hat und das auch noch auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Das ist allerdings bei den Menschen die im Homeoffice sitzen weg gefallen. Generell kann ich Dir sagen das man hier von klein auf aufs Auto angefüttert wird. Mofa => Moped => Auto und/oder Motorrad. Schnell bequem und die ganze Infrastruktur ist darauf ausgelegt. Übrigens auch die Wohngebiete. Als ich eben mit dem Rad zurück kam ging mir das mal wieder durch den Kopf. Die Dörfer hier oben waren in den 1950er Jahren alle noch sehr klein und kompakt. Man baute sie meist entlang einer Hauptstraße die keinen großen Höhenunterschied hatte. Dadurch war alles schnell und fußläufig zu erreichen, es gab ja noch Läden, Bäcker etc. im Dorf, was man eben so zum täglichen Gebrauch brauchte. Und die meisten haben auch hier in der direkten Umgebung gearbeitet. Erst als in den 1960 die vom Land propagierte Stadtflucht immer mehr Menschen hier her brachte dehnten sich die Dörfer aus. Und da die Menschen durchs Auto mobil waren achtete man auch nicht mehr darauf alles möglichst beisammen und ohne große Höhenunterschiede erreichbar zu halten. Diverse kleine Zwischenwege die zu Fuß eine schnelleres erreichen des Ziels ermöglichten verschwanden, alles wurde auf die Nutzung des Autos optimiert.

    0
  • (((Horschtel))) born at 315ppm
    (((Horschtel))) born at 315ppm
    2022-06-13

    Gut analysiert!
    Das war weltweit so, auf jedenfalls im globalen, motorisierten "norden", und das Modell wird auf den Rest der Welt ausgerollt.

    Aber jetzt müssen wir wegen der Klimaprüfung schnellstens umdisponieren.

    Hier gibt es dazu einen schönen philosophischen Exkurs.

    0