• (: aNNa :) blume
    (: aNNa :) blume
    2024-01-07

    ich habe hier Schwirigkeiten mit dem lesen. Es ist oben so ein breites Banner, das ich nicht wegbekomme und das fast den ganzen Bildschirm abdeckt. Gibt es das in einer lesbareren Version ?

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  • Birne Helene
    Birne Helene
    2024-01-07

    @(: aNNa :) blume Nutzt du den Firefox? Dann versuch's mal mit dem Reader Mode.

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  • Elias Schwerdtfeger
    Elias Schwerdtfeger
    2024-01-07

    Ganz schnell mit lynx -dump gemacht:

    Bauerndemos. Ohne uns.
    6. Januar 2024
    mal ganz was anderes

    Wir wollen mit der ganzen populistischen und rechten Scheiße nichts zu tun haben! Auch wenn wir nur ein kleiner Nischenbetrieb sind, so gehören wir doch auch zur Landwirtschaft und was da gerade abgeht, damit wollen wir nichts zu tun haben!

    Vorneweg: die deutschen Landwirte benötigen aktuell staatliche Unterstützung und Subventionen, allein schon um international wettbewerbsfähig zu sein. Man kann nicht nachhaltiger produzieren als regional vor Ort. Fallen aber die Unterstützungen weg oder werden gekürzt, würde der Markt bei steigenden Erzeugerpreisen, die die logische Folge wären, noch stärker auf Importe zurückgreifen, deren ökologischer (alleine schon durch den Transport) und tierschutzrechtlicher Fußabdruck sicher nicht besser sind. Das ganze Konstrukt hängt aber vordergründig nicht an einer KfZ-Steuerbefreiung (sprich grünes Kennzeichen) und der Agrardieselsubvention sondern an Jahrzehnten verfehlter Agrarpolitik und -entwicklung.

    ABER: wir werden dafür aktuell nicht auf die Straße gehen und auch nicht aus Solidarität mit den „richtigen“ Landwirten demonstrieren!

    Denn wenn sie es akzeptieren und sich von Populisten (Teile von CDU, CSU und FDP), Faschisten und Nazis (AfD und Co.), Leer- und Querdenkern und sonstigen Wirrlichtern „unterstützen“ lassen, wollen wir damit rein gar nichts zu tun haben! Auch die zum Teil nur halbherzigen Distanzierungen der Bauernverbänden von den populistisch-braunen Dummköpfen reichen uns nicht aus.

    Wir verstehen es nicht, wie die Landwirtschaftsbranche die Grünen als Gegner und Feindbild ausrufen kann. Ein Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir und ein Bundesfinanzminister Habeck mögen nicht die meiste Ahnung von Landwirtschaft haben, das hatten deren Vorgänger aber auch nicht! Und wenn Herr Habeck als Sündenbock für die aktuelle Lage herhalten soll, ist er wahrscheinlich der einzige der aktuellen Akteure, der nichts direkt mit der aktuellen Haushaltskrise zu tun hat:

    Wenn ein Herr Merz von der CDU Verfassungsbeschwerde gegen einen „Haushaltstrick“ von Bundeskanzler Scholz einreicht, gegen den ein Finanzminister Lindner nichts einzuwenden hatte, dann gibt es viele Sündenböcke, aber ganz sicher nicht die Grünen im Allgemeinen und Herr Habeck im Speziellen…

    Sauer hätte man in der aktuellen Regierung am ehesten auf Herrn Lindner und seine FDP sein können. Die eine Milliarde klimaschädliche Subventionen wäre ganz schnell beim Dienstwagenprivileg eingespart gewesen und nicht bei den Landwirten (und pssst… man hätte sogar gleich noch die Finanzierung des Deutschlandtickets mit in der Tasche gehabt).

    Da hätten wohl SPD und Die Grünen nichts dagegen gehabt, aber – ach ja – das wären dann ja Lindners besserverdienende Wähler mit einem wahrscheinlich eh schon bedenklichen ökologischen Fußabdruck gewesen…

    Die Landwirtschaft, die wie keine andere Branche von den Klimaveränderungen wie Dürren, Starkregen, Überschwemmungen, langanhaltenden Regenperioden betroffen ist, sollte sich unserer Meinung nach die Personenkreise und Institutionen zum Gegner erklären, die diesen Klimawandel durch Nichtstun oder Leugnung mit verursacht haben oder weiter beschleunigen. Nicht die Gruppen, die den unpopulären Weg gehen wollen, der Lösungen für die Allgemeinheit schaffen und so vielleicht noch eine klimaverträgliche Zukunft sichern könnte. Wenn die Populisten von CDU und die Stammtischproleten der CSU (deren „C“ ja nur noch eine Farce und ein Schlag ins Gesicht eines jeden ehrlichen Christen ist) und Nazis und Faschisten von der AfD sich mit den Bauern solidarisieren, ist das einfach nur heuchlerisch und verlogen, denn sie haben beispielsweise einstimmig zusammen mit den Regierungsparteien im Rechnungsprüfungsausschuss des deutschen Bundestages am 15.12.2023 gegen die Weiterführung der „Steuerbefreiung für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge“ gestimmt. Und bei der AfD wird es ja – wer ahnt es nicht – noch schlimmer: die AfD „lehnt Subventionen generell ab“ und fordert für die „Landwirtschaft: mehr Wettbewerb und weniger Subventionen“.

    Und wenn manche Bauern so dumm sind und Ampeln an Galgen hängen, „Bauern wählen AfD“ und „Grüne nein danke“-Schilder an ihre Traktoren binden und Landvolk-Fahnen auf Demos schwenken und sich von Populisten, Nazis, Faschisten und weiteren Idioten unterstützen lassen, dann haben diese Bauern unsere Sympathie definitiv verspielt.

    Um die guten und anständigen Landwirte, die sich jeden Tag für unsere Ernährung, nachhaltige und zukunftsorientierte Landwirtschaft krumm machen, tut es uns aufrichtig leid! Unsere Unterstützung geben wir da gerne vor Ort beim Einkauf regional erzeugter Lebensmittel. Hier kann jede(r) selbst einen kleinen Beitrag leisten und mit dem vielbeschworenen Einkaufszettel mitbestimmen, wie und woher das Essen auf den Tisch kommt.

    Wir hoffen, dass die Diskussion um eine bessere Landwirtschaft, die jetzt ins Rollen gebracht wurde, vielleicht wieder in die Bahnen gelenkt wird, um konstruktiv daran zu arbeiten. Baustellen hätten wir ja genug. Mit den angekündigten Demos und deren Mißbrauch durch Dummköpfe, Populisten und Faschisten in der aufgeheizten Stimmung wird das in der kommenden Woche wohl kaum passieren.

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2024-01-07

    Naja, ich finde es arg vereinfachend den Bäuer:innenprotest per se in die rechte Ecke zu stellen.

    Aber von vorne:
    Zu den Regierungsmaßnahmen hat sich der "Nieschenbetrieb" ja klar geäußert. Der Wegfall von Dieselsubventionen und dem grünen Kennzeichen mag ja ökologisch rüberkommen. Ist es aber nicht. Es entlarvt sich durch das Unterbleiben einer Alternative selbst. 1. weil an der Struktur der jahrzehntelang verfehlten Landwirtschaft (siehe Statement) nichts geändert werden soll und 2. weil es keine Erleichterung/Umstellung, die das Überleben bäuerlicher Betriebe erleichtern würde vorsieht. Z.B. Ökoprogramme die Agrarbetriebe gezielt unterstützen oder Subventionen zur Umstellung der Agrarmaschinenparks auf E-Mobilität (das würde auch mindestens das 10fache kosten, wie die momentane Subventionierung von Diesel und Jahre bzw. Jahrzehnte dauern). Daher geht es wohl nur um das Stopfen von Haushaltslöchern.

    Man muss sich gar nicht mit den Bauernprotesten gemein machen um zu fordern, das die Regierung sich diese Kohle per Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer und Intensivierung des Kampfes gegen Steuerbetrug und Schließung der Steuerschlupflöcher doch bitte woanders holen soll.

    Es geht für sehr viele landwirtschaftliche Betriebe ums überleben. Wenn diese ihren Stiefel nicht nur symbolisch an den Nagel hängen sondern ihre Betriebe dicht machen wird das Ergebnis sein, das es 1. eine weitere Landflucht geben wird, wobei wir ja in den Städten mit Wohn- und Arbeitsplätzen jetzt schon nicht mehr hinterher kommen und 2. dann Argrargroßbetriebe in Konzernhänden die Landwirtschaft übernehmen und dies wohl auch nur wenn es genug Subventionen gibt.

    Nun nochmal zum Protest: Das dieser in sich nicht progressiv ist lässt sich denken. Die großen Bauernverbände waren das nie. Es gibt auf der politischen Ebene bis auf Kleinproduzierende (Solidarische Landwirtschaft) aber auch kaum greifbare linke Ideen zum Thema. Aber das Gros der Proteste ist auch nicht rechtsradikal.
    siehe: https://www.bauerwilli.com/so-nicht-aber-wie/ oder https://landvolk.net/lpdartikel/gemeinsamer-appell-an-den-bund-agrardiesel-plaene-stoppen/

    Selbst Linke sind daran beteiligt (u.a. die FAU): https://gruene-gewerke.fau.org/?p=133#more-133 oder https://de.indymedia.org/node/330707

    Der Verweis auf den Volksverpetzer ist da auch wenig hilfreich. Dessen Hauptbeschäftigung besteht ja seit Jahren darin regierungskritisches handeln (ob es eine Grundlage dafür gibt oder auch nicht) per se als rechts unterwandert oder gesteuert darzustellen. Dazu gehört ja nicht viel. Das Ergebnis wiederum ist, dass viele Linke sich nicht mehr rühren bzw. die Regierenden in ihrem Tun unterstützen.

    Proteste in denen es um existenzielle Fragen geht einfach als rechts zu diffarmieren oder auch nur den Rechten zu überlassen wird nach hinten losgehen. Die AfD ist gegen jede Form von Subventionen. Das muss man solchen Leuten vor die Nase halten. Wenn AfDler (trotz gegensätzlicher programmatischer Ausrichtung) sich in Proteste armutsbetroffener einmischen, überlassen wir denen dann auch dieses Feld?

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  • (: aNNa :) blume
    (: aNNa :) blume
    2024-01-07

    danke @Elias Schwerdtfeger

    Naja, ich finde es arg vereinfachend den Bäuer:innenprotest per se in die rechte Ecke zu stellen.

    das Problem ist, dass sie sich ja selbst in die rechte Ecke stellen und sich nicht klar gegen die Nazis positionieren . Das Statement des "Nischenbetriebs" zeigt ja schon dass es andere landwirtschaftliche Betriebe gibt, die klar differenzieren und die auch vermitteln wo das Problem genau liegt. Die lauten sind allerdings die, die mit den Nazis kuscheln und sich nicht daran stören genau aus der rechten Ecke unterstützt zu werden.

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  • Stefan H., born at 322 ppmv
    Stefan H., born at 322 ppmv
    2024-01-07

    Wer glaubt rechte hätten mit der Sache nichts zu tun sollte mal bitte auf die Facebookseite oder in den Telegram-Kanal von Christina Baum schauen. Und ich finde es völlig legitim die Landwirte darauf hinzuweisen, wie sehr sich sich von Faschisten vereinnahmen lassen.
    @>sfb< SigmundFreud'sBartender, Dein Kommentar trägt eher nicht zur Diskussion bei.

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  • Elias Schwerdtfeger
    Elias Schwerdtfeger
    2024-01-07

    Ich bin da auch nicht so pauschal, aber dass Landwirte – freundlich ausgedrückt – oft markant konservativ sind (das Sein bestimmt das Bewusstsein), macht es den AFD-Bauernfängern (die mit der Abschaffung von Subventionen im Programm) sehr leicht, sich dazuzustellen. Eine ähnliche Erscheinung gabs in der heißesten Coronazeit mit ganz gruseligen Gestalten, die einigermaßen erfolgreich die damaligen Proteste gegen die Pandemiepolitik so weit übernommen haben, dass sie ihnen das Gepräge aufstanzen konnten, denn Esoteriker aller Art sind ebenfalls oft markant konservativ und haben da wenig Abwehrkräfte gegen Leute, die direkt faschistisch sind. Das hätte sich so mancher »Volksgenosse« vorher sicherlich niemals träumen lassen, mit solchen Hippies auf der Straße zu demonstrieren… aber lachen konnte ich nicht drüber, als ich einige Male an den Demos vorüberging.

    Der vielleicht wichtigste Unterschied zwischen »Hygienedemonstranten« und jetzigen Bauernprotesten ist: Die einen haben ihre Ohnmacht (und ihr vorwissenschaftliches, als »ganzheitlich« verklärtes Weltbild) demonstriert, die anderen demonstrieren gerade ihre Macht. Denn es trifft keine Armen. Den Landwirten geht es recht gut, und sie sitzen mit ihren stramm organisierten Verbänden an ganz anderen Hebeln. Dass das angesichts einer verbreiteten Flucht vor der etablierten Parteienoligarchie und des generellen Erstarkens rechtssperrangelweitoffener Parteien wie der AFD (und der parallel laufenden, peinlichen rechten Mimikry der CDU/CSU) Ängste und Sorgen weckt, kann ich genau so nachvollziehen, wie ich es nachvollziehen kann, dass die Begünstigten des Agrardiesels (Kosten für die BRD: rd. 450 Millionen Euro pro Jahr) für ihr Privileg einstehen, insbesondere, wenn es hier weiterhin ein Dienstwagenprivileg (Kosten für die BRD: rd. 1,8 Milliarden Euro pro Jahr) geben soll. Einmal ganz davon abgesehen, dass die Landwirte nicht einfach ihre Nutzfahrzeuge stehen lassen können, ohne dass uns der Brötchennachschub ausgeht, die Dienstwagenprivilegierten ihre nicht ganz so nutzreichen Statussymbole hingegen sehr wohl. Aber Letztere sind halt die Hätschelkinder einer armenhassenden, intelligenzverachtenden und verantwortungslosen Scheißpolitik. Oh, sorry für den Fäkalausdruck, ich bin da wohl mausgerutscht… 😉

    Die Deutung als »brauner« Aufstand macht natürlich die Behandlung durch den politisch-journalistischen Komplex unserer Parteienoligarchie sehr einfach. Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen erstaunt, dass ich wegen meiner launigen Anmerkungen im Rotzeblögchen (Triggerwarnung: Komische Rechtschreibung und oft derbe, am Soziolekt der Unterschicht orientierte Sprache) bis jetzt noch nicht in die braune Ecke gestellt wurde. Na, das kommt vielleicht noch. Wäre nicht das erste Mal.

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2024-01-07

    Ich hab ja nicht geschrieben, dass da keine rechten Säcke mitwirken. Sie sind dabei und schreien (wie so oft) am lautesten. Das die AfD schon seit langem probiert sich bei den Landwirt:innen einzuschleimen ist belegt (https://www.der-rechte-rand.de/archive/10090/bauernkampf-oder-kampf-um-die-bauern/).

    Mir ging es nur darum erst einmal klarzustellen, dass es ein Recht auf Protest gibt und die Mehrheit wohls so gestrickt ist, wie jene, die sich in der oben verlinkten Erklärung äussern:

    In der Unterzeichnung heben die Landesregierung und die Verbände hervor, dass sie Verständnis für die Proteste der Landwirtinnen und Landwirte haben, die gerade in Niedersachsen während der Hochwasserereignisse wieder einmal den Hilfskräften mit ihren Maschinen tatkräftig zur Seite stehen. Dabei distanzieren sie sich ebenso eindeutig von nicht angemessenen Verhaltensweisen und Symbolen wie Protesten vor Privathäusern oder Zurschaustellung von Galgen und anti-demokratischen Äußerungen und warnen vor einer Vereinnahmung der landwirtschaftlichen Proteste durch radikale Gruppierungen und vor deren Aufrufen zur Gewalt.

    Aber auch Linke eine Position haben und sich beteiligen:

    Als Initiative Grüne Gewerke innerhalb der Basisgewerkschaftsföderation FAU¹ erklären wir, Arbeiter:innen aus Landwirtschaft, Gartenbau, Forst und Umweltberufen, unsere entschiedene Solidarität mit den Protesten gegen die Beschlüsse zur Streichung von Agrardieselrückvergütung und Kfz-Steuerbefreiung. Es ist ein Unding – wenn auch leider nicht verwunderlich – dass die Regierung den Rotstift bei dieser lebenswichtigen und seit Jahrzehnten von Existenzängsten, Überarbeitung und Prekarisierung geprägten Branche ansetzt, während beispielsweise schädliche Sektoren wie die Aufrüstung unangetastet bleiben – ebenso wie die Vermögen der Reichen.
    Die aktuelle politische Auseinandersetzung ist dabei keine um das Thema Klimaschutz. Die Streichung dieser landwirtschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen wird die Landwirtschaft nicht ökologischer gestalten, weil sie keinerlei Spielraum für eine Umstellung der Produktion hin zu weniger Treibstoffeinsatz schafft, ihn eher noch nimmt. Ökologische Weichen versuchten verschiedene landwirtschaftliche Akteur:innen in den letzten Jahren selbst zu stellen, bspw. mit der Arbeit der Borchert-Komission und der Zukunft-Komission Landwirtschaft. All diese Vorschläge wurden von verschiedenen Regierungen ignoriert. Die aktuelle politische Auseinandersetzung ist für uns daher vorallem ein Versuch, Krisenkosten auf die Landwirtschaftsbranche abzuwälzen. Wir fordern eine klare Rücknahme der Streichungen!
    Leider versuchen nun verschiedene Akteuer:innen den Protest der Bäuer:innen in einen rechten Aufstand zum Sturz der Ampelregierung zu verwandeln. Davon haben wir in der Landwirtschaft nichts gutes zu erwarten: Ein Blick ins Parteiprogramm mancher dieser Schreihälse, macht schon deutlich, dass uns mit einem evtl. Wahlsieg nicht weniger sondern mehr Existenznot ins Haus stünde². Andere versuchen von den Milliarden Steuergeldern abzulenken, die den Rüstungskonzernen oder Milliardären vom Format eines Elon Musk³ zugeschustert werden, indem sie versuchen uns landwirtschaftliche Beschäftigte gegen Erwerbslose oder Geflüchtete (oft selber aus der Landwirtschaft) aufzuhetzen⁴.
    Wir werden nicht so dumm sein, uns von den einen Pfeffersäcken gegen die anderen aufhetzen zu lassen. (Initative Grüne Gewerke in der FAU)

    ...und man sich noch nicht einmal mit dem Protest gemein machen muss um die Forderungen zu verstehen und nachzuvollziehen. Sie das Fettgedruckte im ersten Kommentar.

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2024-01-07

    Die Deutung als »brauner« Aufstand macht natürlich die Behandlung durch den politisch-journalistischen Komplex unserer Parteienoligarchie sehr einfach.

    Sehr gut auf den Punkt gebracht @Elias Schwerdtfeger. So verschwindet der Inhalt hinter dem Getöse und inhaltlich berechtigte Kritik wird über einen Kamm geschert. So lässt es sich gut regieren.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2024-01-08

    Tuchosky schrieb zur Frage "was darf man einer Gruppe und ihren Mitgliedern vorwerfen" 1922 in einem Artikel in der Weltbühne:

    "Einer Kaste kann die Verantwortung für die Untaten ihrer Angehörigen nicht ohne weiteres aufgebürdet werden. In dem Augenblick aber, wo die Kaste stillschweigend oder laut diese Untaten billigt, erklärt sie sich mit den Verbrechern solidarisch und darf nunmehr angefaßt werden, als habe sie selbst gesündigt."

    ("Die Erdolchten", zitiert aus Kurt Tucholsky, Politische Texte, rororo1444, Reinbeck, 1971)

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2024-01-08

    Ja, vom DBV und LSV kann bzw. sollte man sich distanzieren. Das muss aber nicht heißen, dass man sich raus hält. Soweit ich es mitbekommen habe bzw nachlesen konnte wurden in einigen Fällen Rechte abgedrängt, schwarze Fahnen und Transpis eingezogen.

    "Es gibt in jedem Fall auch eine rechte Revolte. Es gibt rechte Akteurinnen und Akteure in der Landwirtschaft, die sich seit Jahren organisieren und versuchen, Proteste strukturiert zu übernehmen. Was wir aber auch sehen, ist, dass es deutlich linke und antikapitalistische Strömungen in der Branche gibt. Mancherorts gibt es jetzt auch Bauern- und Bäuerinnenproteste, die klare Kante gegen rechts zeigen. Es ist wichtig, diese zu unterstützen und aufzuzeigen, warum die Rechten eben nicht hinter den Bauern und Bäuerinnen sowie einer Agrarwende stehen."
    - Luc Garzon von Grüne Gewerke in der FAU
    https://www.jungewelt.de/artikel/466636.power-to-the-bauer-als-landarbeiter-mit-klassenposition-protestieren.html

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  • eeepee@diaspora.psyco.fr
    eeepee@diaspora.psyco.fr
    2024-01-08

    @BeatclubFC hier in München hatte heute früh jeder fünfte bis zehnte Traktor ein die Ampel muß weg oder Galgen etc.

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2024-01-08

    Das "Ampel muss weg" ist ja nachvollziehbar bei einer Klientel die größtenteils CDU wählt. Und die Galgen... weiss nicht. Mit Köpfen (auch Pappe) ist das ein Straftatbestand, ansonsten einfach nur hohl.

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  • eeepee@diaspora.psyco.fr
    eeepee@diaspora.psyco.fr
    2024-01-08

    hab auf Mastodon Berichte von @Labonitamascota@muenchen.social gelesen. Der war in München auf dem Odeonsplatz und berichtet von viel AfD-Klientel (das Parteiprogramm der AfD lesen und verstehen zu können, scheint wohl nicht so einfach zu sein).

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  • Elias Schwerdtfeger
    Elias Schwerdtfeger
    2024-01-08

    Nebenan beim Trötetier macht gerade dieses Foto die Runde:

    Demonstranten halten ein Transparent hoch: Die Demokraten bringen uns den Volkstod

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  • (: aNNa :) blume
    (: aNNa :) blume
    2024-01-08

    ganz schön zum gruseln die ganze Nummer ...

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  • (: aNNa :) blume
    (: aNNa :) blume
    2024-01-08

    Und die Galgen… weiss nicht. Mit Köpfen (auch Pappe) ist das ein Straftatbestand, ansonsten einfach nur hohl.

    auch ansonsten nicht nur einfach hohl, sondern eine eindeutige Aussage.

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  • (: aNNa :) blume
    (: aNNa :) blume
    2024-01-08

    https://www.dw.com/de/bauernproteste-umsturzphantasien-von-rechts/a-67918277

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2024-01-08

    Da ist ganz schön viel Testosteron und Selbstüberschätzung am Werk. Das da auch Nazis unterwegs sind war klar. Ich mag mir nur keine Welt vorstellen in der jeder noch so gerechtfertigte Protest abgeblasen oder boykottiert wird, weil da ein paar Hanseln Nazisprüche durch die Gegend tragen.

    Demnächst werden noch Streiks abgeblasen weil sich ein Arbeiter mit einem AfD-Fähnchen hat fotografieren lassen.

    Aber....

    So verschwindet der Inhalt hinter dem Getöse und inhaltlich berechtigte Kritik wird über einen Kamm geschert. So lässt es sich gut regieren.

    Da bleibe ich bei.

    Es gäbe wahrscheinlich auch andere Bilder. Für einige sind solche "Beweise" zur Selbstbestätigung wohl notwendig. Wahrscheinlich dieselben, die mich schon zum Antisemiten, Putinfreund, Hamas...irgendwas und Co. erkoren haben.

    Zum Journalismus stand genug bei @Elias Schwerdtfeger

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  • N. E. Felibata 👽
    N. E. Felibata 👽
    2024-01-08

    Wichtig ist doch, scheint mir, worum es wirklich geht, nämlich unser System, das komplett falsche Anreize setzt!

    Erst füttert man die Bauern mit Subventionen an, damit sie sich schön in dieses tierverachtende System der Erzeugung einfügen.
    Und nicht nur Tiere, nein die ganze Natur wird in diesem System behandelt, als seien es einfach nur Produktionsmittel, die man als sein Eigentum betrachten, und entsprechend behandeln kann.

    Dann plötzlich, in dieser sogenannten Finanzkrise, wird den, zuvor mit Geld angefütterten und in die, für das System richtige Richtung gebrachten Bauern, derart das Geld, die Subventionen, sprich die Lebensgrundlage entzogen, dass ihnen nichts anderes übrig bleibt, als, entweder sich als Bankrott zu erklären, oder aber sich zu wehren ...

    (Tja, und warum gibt es in dieser Situation, die finanziell so angespannt sein soll, dann Steuererleichterungen für eine gewisse Klientel?) Denkst du nach, oder?

    Dass man als Bauer hätte sehen können, wohin das alles führen wird, geschenkt!
    Profiteure, und, oder Hohlköpfe, die einfach nur mit dem Strom schwimmen, natürlich!
    Gibt, und gab es die immer.

    Was mich wirklich stört, ist dieses, dem Kapital, und, oder den Kapitalisten, in den Arsch kriechende System!

    Diese Politiker, die via Lobbyismus, oder auch direkt, bis zu den Schultern im Anus der Kapitalisten stecken!

    Dass sich da **brauner Schleim bildet, wen wundert das noch?**

    Nun sorry, entschuldigt bitte diesen Rant. Konnte einfach nicht mehr die Klappe halten. ...

    Zur Erheiterung lasse ich euch ein Liedchen von Hannes Wader hier.

    Möge mir damit vergeben zu sein ... 😽

    gez.: Lorenzo aka Fritz theCat

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2024-01-08

    Ich musste gerade nochmal was nachlesen. Bei der Verbreitung vorgefertigter Meinungen über z.B. "Beweisbilder" kam mir Gramcis Hegemoniebegriff in den Sinn:

    Die Herausforderung ist, dass sich das Kapital die eigenen Intellektuellen (da gehören nach Gramci auch Journalist:innen und Medienmenschen dazu) quasi nebenher selbst schafft. Die Subalternen dagegen, betont Gramsci, müssen ihre eigenen Intellektuellen, ihre Aktivisten und Theoretiker, bewusst selbst hervorbringen. Ihre Aufgabe ist es, gegen Passivität und Unterordnung zu agitieren und möglichst viele Menschen zu befähigen, gemeinsam in die Geschichte einzugreifen. [...] Der Anspruch jedes sozialistischen Projekts, das diesen Namen verdient, müsse es sein, die »Regierten von den Regierenden intellektuell unabhängig zu machen«. Dafür, so Gramsci, gilt es, sich politisch zu organisieren.

    Was hier geschieht ist genau das Gegenteil. Freiwillig wird in die Falle der Herrschenden getappt und ihre Erzählung übernommen. Und das geht jetzt schon seit Jahren so....

    Auch die sog "neue Rechte" hat sich Gramcis Hegemoniemodell genauer angeschaut und es scheinbar besser verstanden wie viele Linke.

    Das ist genau das, was mir am meisten Sorgen bereitet. Bei allen möglichen Themen vom Ukrainekrieg bis zu den Bauernprotesten setzt sich in der sog. Linken das staatliche Hegemoniemodell durch.

    Die Einzigen die im Moment Gegenhegemonie aufbauen ist die Rechte. Sie ist es die die derzeitige Regierung vor sich her treibt und dementsprechend als Gegenkraft wahrgenommen wird.

    Anstatt hinzugehen und zu sagen: Die Bauern haben was die Regierungsentscheidungen angehen recht. Sie sollen sich ihre Kohle zum Stopfen der Haushaltslöcher bei den Reichen holen, geht man hin und schert alle mit ein paar Nazis über einen Kamm. Das schreiben ja auch alle.....

    Kein Wunder, wenn man bei den ganzen Widersprüchen, die in den nächsten Jahren noch hochkochen werden irgendwann in Höckeland aufwacht.

    0